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16.08.2022: FDP stimmt zweckgebundener Tierwohlabgabe zu

Wie aus einem aktuellen Positionspapier hervorgeht, stimmt die FDP in Niedersachsen nun doch einer Tierwohlabgabe gemäß der Borchert-Kommission zu. „Es bedarf einer verlässlichen finanziellen Unterstützung der Landwirtinnen und Landwirte, um die durch politische Entscheidungen verursachten Mehrkosten abzudecken und die Transformation positiv zu gestalten“, heißt es in dem Papier. Zudem fordert die Partei eine fachliche Begleitung durch Wiedereinsetzen der Borchert-Kommission, ein Auflagenmoratorium sowie eine Änderung des Bau- und Immissionsschutzrechts.
Die genaue Höhe der Tierwohlabgabe muss noch mit dem Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir abgestimmt werden. Die FDP fordert, dass 40 Cent pro Kilogramm nicht überschritten werden sollen, was dem Vorschlag der Borchert-Kommission vom Februar 2020 entspricht. Die kalkulierten Einnahmen in Höhe von ca. drei Milliarden Euro sollen in einen Tierwohlfonds fließen. Gelten solle die Abgabe für alle Herkunftsländer und auch im Großhandel. Wettbewerbsnachteile und einen Strukturbruch in der deutschen Tierhaltung will die FDP vermeiden.

Fachkräftemangel

Was muss aus Ihrer Sicht geschehen, damit der Fachkräftemangel nicht zu einer Versorgungskrise bei Haus- und Nutztieren in einigen Regionen führt?

Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes
Andere Zulassungsbedingungen zum Studium
Gehälteranpassung
Mehr Studienplätze schaffen
Weitere Vetmed-Fakultät notwendig
Mehr Privatunis notwendig
Steigerung der Studienplätze durch Kombination von Präsenz- und Online-Uni (Duales Studium)
Verkürzung der Studienzeit durch eingeschränkte Approbation
Erleichterte Anerkennung der Approbation für TierärztInnen aus Drittländern vereinfachen