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22.10.2021: Demenzsprechstunde an der TiHo Hannover

Die Abteilung Neurologie und Neurochirurgie in der Klinik für Kleintiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) bietet künftig eine Spezialsprechstunde für Demenzpatienten an. Dafür wurde extra das Zentrum für geriatrische Hunde und Katzen geschaffen, wo sich auch Tierärztinnen und Tierärzte in diesem Fachgebiet weiterbilden können. Denn aufgrund der steigenden Lebenserwartung von Hund und Katze nehmen auch bei ihnen die kognitiven Dysfunktionen im Alter zu. Jeder dritte Hund im Alter von 12 Jahren und mehr als jeder zweite Hund im Alter von 15 Jahren ist betroffen. Bei älteren Katzen zwischen 16 und 19 Jahren berichteten Halter und Halterinnen in einer Befragung in 9 von 10 Fällen von zunehmenden Verhaltensänderungen wie Verlust der Stubenreinheit und verminderter Aktivität. In der Demenzsprechstunde erhalten TierhalterInnen eine Beratung zur Früherkennung und
Diagnose des kognitiven Dysfunktionssyndroms. „Die Früherkennung ist das A und O, um die canine und feline kognitive Dysfunktion effektiv zu behandeln. Leider erkennen viele Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer die frühen Warnzeichen nicht. Wir wollen dies mit unserem Zentrum für geriatrische Hunde und Katzen verändern, um Menschen und Tieren zu helfen“, sagt Professor Dr. Holger Volk, Leiter der Klinik für Kleintiere. Außerdem wird in der Sprechstunde eine spezialisierte Diagnostik betrieben, um andere Erkrankungen auszuschließen. Demenzkranke Tiere erhalten hier in enger Zusammenarbeit mit den betreuenden Tierärztinnen und Tierärzten eine individuellere Therapie zur Verbesserung der Lebensqualität. Zudem besteht die Möglichkeiten der Teilnahme an BrainGym, einem Programm für motorisches und mentales Training älterer Tiere.

22.10.2021: Weitere Maßnahmen im Kampf gegen die ASP werden umgesetzt

Nach dem sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) trotz der getroffenen Maßnahmen sowohl in Brandenburg als auch in Sachsen immer weiter ausbreitet und auch das ASP-Geschehen in Polen nicht zur Ruhe kommt, ist in Bayern nun die nächste Stufe des ASP-Frühwarnsystems gestartet worden. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber erklärte dazu: "Zum Schutz der bayerischen Haus- und Wildschweinbestände starten wir zudem die nächste Stufe unseres ASP-Frühwarnsystems. Je früher wir eine Einschleppung erkennen, desto schneller und gezielter können wir reagieren. Ich danke der bayerischen Jägerschaft für ihre Unterstützung. Wir tun alles, um Bayern bestmöglich zu schützen." Das ASP-Frühwarnsystem umfasst insbesondere eine flächendeckende Untersuchungspflicht aller erlegten sowie verendet aufgefundenen Wildschweine auf ASP in den grenznahen bayerischen Landkreisen zu Sachsen. Schweinehaltende Betriebe sind zudem aufgefordert, die allgemeinen Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Weiterhin umfasst die landeseigene ASP-Hundestaffel mittlerweile mehr als 40 Kadaversuchhunde und zugehörige Hundeführer, die im Ausbruchsfall neben modernster Drohnentechnik
und Wärmebildkameras eine schnelle und effektive Fallwildsuche sicherstellen sollen. Zudem erhalten Jäger für die intensive Bejagung von Wildschweinen eine Aufwandsentschädigung von bis zu 100 Euro pro erlegtem Wildschwein. Bayern investiert außerdem in einen Wildschweinschutzzaun entlang der Bundesautobahnen im Gebiet der Grenze zu Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik sowie Richtung Österreich. Mecklenburg-Vorpommern arbeitet unterdessen am Bau eines zweiten Schutzzauns an der Grenze zu Polen. „Durch den Bau eines zweiten Schutzzaunes parallel zur ersten Trasse bilden wir einen ASP-Schutzkorridor, in dem wir perspektivisch die Wildschweindichte maximal verringern und damit den Eintrag der ASP nach Mecklenburg-Vorpommern und die Ausbreitung der Seuche in Richtung Westen verhindern wollen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Aus Sorge, dass sich die ASP im Landkreis Meißen weiter ausbreitet, hat nun das zuständige Veterinäramt die Tötung der Wildschweine im Wildgehege Moritzburg angeordnet, da der Gehegebetreiber der verhängten Aufstallungspflicht für Schweine nicht nachkommen kann.

22.10.2021: Aufruf zum großen Klimastreik in Berlin

Am heutigen Freitag (22.10.21) findet in Berlin der nächste große Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung statt. Unter dem Motto „Klimakoalition jetzt!“ rufen zahlreiche Organisationen, Verbände und Initiativen zur Teilnahme auf. Auch anlässlich der gerade stattfindenden Koalitionsgespräche zwischen SPD, Grünen und FDP soll verstärkt auf das Thema Klimaschutz hingewiesen werden, denn die teilnehmenden Parteien haben bisher keine echte Antwort auf die Klimakrise geliefert. Der Protest soll der Politik klar machen, dass jetzt umfassende Maßnahmen für konsequenten Klimaschutz im Koalitionsvertrag festgeschrieben werden müssen. „Wir müssen den Druck
an den Verhandlungstischen erhöhen. Denn: Klimaschutz ist nicht verhandelbar“, heißt es aus dem Koordinierungskreis des Bündnisses. „Die politischen Entscheidungen der nächsten vier Jahre bestimmen maßgeblich, ob wir den deutschen Beitrag für das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens noch einhalten können. Die neue Regierung muss außerdem umfassende Maßnahmen für konsequenten Klimaschutz im Koalitionsvertrag festschreiben und umsetzen, bevor es zu spät ist.“ Unter anderem fordert das Bündnis eine klima- und umweltfreundliche Landwirtschaft mit fairen Preisen für Lebensmittel. Die Demo startet um 12 Uhr am Brandenburger Tor.

22.10.2021: Wölfe könnten zu einem großen Problem für den Mensch werden

Die stetig steigenden Wolfspopulationen in Deutschland sorgen vierlerorts für Konflikte. Nach Meinung von Wolfforscher Prof. Dr. Wolfgang Schröder sind diese bisher noch unproblematisch, schließt aber nicht aus, dass die Konflikte in Zukunft zunehmen könnten. Noch sei der Wolf dem Menschen gegenüber scheu, so der Fachmann. Doch das könne sich bald ändern. „Die Wölfe werden immer dreister. Sie kommen immer näher an die Siedlungen. Sie kommen immer näher an die Häuser. Und das darf man nicht ignorieren. Man muss aufpassen und den Wolf weiterhin scheu halten“, warnt Schröder in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.
Um die zunehmende Zahl der Wolfrisse von Weidetieren entgegenzutreten, reiche ein Herdenschutz flächendeckend nicht mehr aus. Auch könne das Problem durch das Entnehmen sogenannter Problemwölfe gelöst werden. Eine Lösung hat der Wildtierbiologe allerdings auch nicht. „Wir brauchen Lösungsansätze, die der Weitläufigkeit der Wölfe gerecht werden. Wir können das nicht auf Landkreis-Ebene und schon gar nicht auf Einzelwolf-Ebene machen, sondern wir müssen darüber nachdenken, wie wir das größerräumig durchführen. Und das ist noch nicht geschehen“, so Prof. Schröder gegenüber dem BR weiter.

21.10.2021: Geflügelpest H5N1 in Mecklenburg-Vorpommern

Neben Schleswig-Holstein hat nun auch Mecklenburg-Vorpommern erste Fälle der Geflügelpest bei Wildvögeln gemeldet. Betroffen sind Vögel des Heimtiertierparks Greifswald. Untersuchungen des Nationalen Referenzlabors für Geflügelpest am Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems haben das hochpathogene aviäre Influenzavirus vom Typ H5N1 nachgewiesen. "Ich bitte die Geflügelhalter, jetzt besonders achtsam zu sein und die Biosicherheitsmaßnahmen peinlich genau einzuhalten. Hierzu gehört insbesondere, das zuständige
Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt über unklare Krankheits- bzw. Todesfälle bei Geflügel zu informieren und die Tiere schnellstmöglich auf Geflügelpest untersuchen zu lassen. Des Weiteren darf Wildvögeln kein Zugang zu Futter, Einstreu und Gegenständen gewährt und Tiere dürfen nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem wildlebende Vögel Zugang haben. Es muss unbedingt verhindert werden, dass das Virus in die Nutztierbestände eingetragen wird", mahnte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Hinweis

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Diskussion über die Antibiotikaeinstufung

Wie denken Sie über die von einigen EU-Parlamentsabgeordneten angestoßene Diskussion über die Neueinstufung antimikrobieller Wirkstoffe?

Mehr Informationen zu dieser Problematik finden Sie HIER >>>

Halte ich wegen eines drohenden Therapienotstandes für sehr problematisch und für Tierschutz relevant.
Wahnsinn, dass die Empfehlungen der gestandenen wissenschaftlichen Einrichtungen von Laien angezweifelt werden.
Ich befürworte die neu vorgeschlagene Liste als reine Humanantibiotika, nus so kann Missbrauch in der Tierhaltung vermeiden werden.
Es ist der einzige Weg, den zunehmenden Resistenzen entgegenzuwirken.
Mir ist das egal