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05.08.2022: Punktmutationen machen Rinder für Dermatitis digitalis empfänglich

Dermatitis Digitalis (DD) ist eine gefürchtete Klauenerkrankung. Ein internationales Forschungsteam hat nun zwei Punktmutationen im Erbgut von Rindern identifiziert, die die Tiere offenbar deutlich anfälliger für die Erkrankung machen. Dafür wurden von den Forschenden die Daten von mehr als 5.000 Milchkühen aus 13 ostdeutschen Großbetrieben ausgewertet und als potenzielle Kandidatengene CMPK2 und ASB16 identifiziert. Beide spielen eine wichtige Rolle in Signalwegen immunologischer zellulärer Prozesse. Durch weitere Sequenzanalysen der Kandidatengenregionen fand das Team an zwei Stellen Punktmutationen, sogenannte SNP, die beide einen signifikanten Einfluss auf die Erkrankungsanfälligkeit und die Ausbildung eines chronischen Krankheitsverlaufs zeigten. Ziel ist die Züchtung von Tieren, die gegen diese Erkrankung resistent sind. Dermatitis Digitalis ist eine
bakterielle Infektion der Klaue in der Region des Kronsaums über dem Weichballen. „Obwohl die Krankheit erst 1974 in Italien erstmalig beschrieben wurde, hat sie sich derart verbreitet, dass sie heute weltweit in nahezu jedem Rinderstall in unterschiedlichem Ausmaß anzutreffen ist“, sagt Prof. Dr. Hermann Swalve vom Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der MLU. Er leitete die Arbeit gemeinsam mit Prof. Dr. Bertram Brenig von der Universität Göttingen. Unterstützung erhielten sie von Prof. Dr. Dörte Döpfer aus den USA. Das Team plant, seine Arbeit mit Untersuchungen mit Zellkulturen fortzusetzen, um die bisherigen Ergebnisse zu untermauern und womöglich auch den Mechanismus zu klären, den die gefundenen Punktmutationen beeinflussen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Frontiers in Genetics veröffentlicht.

Fachkräftemangel

Was muss aus Ihrer Sicht geschehen, damit der Fachkräftemangel nicht zu einer Versorgungskrise bei Haus- und Nutztieren in einigen Regionen führt?

Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes
Andere Zulassungsbedingungen zum Studium
Gehälteranpassung
Mehr Studienplätze schaffen
Weitere Vetmed-Fakultät notwendig
Mehr Privatunis notwendig
Steigerung der Studienplätze durch Kombination von Präsenz- und Online-Uni (Duales Studium)
Verkürzung der Studienzeit durch eingeschränkte Approbation
Erleichterte Anerkennung der Approbation für TierärztInnen aus Drittländern vereinfachen