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05.08.2022: Permethrin verursacht Vergiftungen bei Katzen

Sommerzeit ist leider auch Hochzeit für Parasiten wie Flöhe und Zecken. Doch müssen vor allem Katzenhalter bei der Behandlung ihrer Haustiere gegen Parasiten auf das richtige Antiparasitikum achten. Denn Permethrin-haltige Zeckenmittel können bei Katzen zu schweren, sogar lebensbedrohlichen Vergiftungen führen, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilt. „Nicht jedem ist bekannt, dass Katzen ein Enzym fehlt, das für den Abbau dieses Wirkstoffstoffs sorgt“, erklärt Tierärztin Dr. Katrin Kirsch. Tierarzneimittel mit dem Wirkstoff Permethrin werden bei Hunden gegen Ektoparasiten wie Flöhe und Zecken eingesetzt. „Insbesondere in Haushalten mit Hunden und Katzen besteht jedoch die erhöhte Gefahr, dass es durch den Kontakt der Tiere untereinander zu Vergiftungen kommt“,
betont Dr. Katrin Kirsch. Katzen, die einen unbeabsichtigten Kontakt mit dem Wirkstoff hatten bzw. die ein Permethrin-haltige Mittel erhalten haben, zeigen Symptome wie Krämpfe, Lähmungserscheinungen, erhöhter Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall sowie Atembeschwerden. In diesem Fall sollten die BesitzerInnen umgehend eine Tierärztin/einen Tierarzt aufsuchen. Im schlimmsten Fall kann eine Permethrin- Vergiftung zum Tod der Katze führen. Das BVL bittet, betroffene TierhalterInnen und behandelnde TierärztInnen, solche unerwünschten Arzneimittelreaktionen zu melden. Diese Informationen helfen dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit dabei, im Rahmen der Pharmakovigilanz – der Überwachung der Sicherheit von Arzneimitteln – geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung einzuleiten.

Fachkräftemangel

Was muss aus Ihrer Sicht geschehen, damit der Fachkräftemangel nicht zu einer Versorgungskrise bei Haus- und Nutztieren in einigen Regionen führt?

Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes
Andere Zulassungsbedingungen zum Studium
Gehälteranpassung
Mehr Studienplätze schaffen
Weitere Vetmed-Fakultät notwendig
Mehr Privatunis notwendig
Steigerung der Studienplätze durch Kombination von Präsenz- und Online-Uni (Duales Studium)
Verkürzung der Studienzeit durch eingeschränkte Approbation
Erleichterte Anerkennung der Approbation für TierärztInnen aus Drittländern vereinfachen