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04.08.2022: Starker Einbruch bei Verkauf von Bio-Produkten

Der Krieg in der Ukraine hat zu enormen Preissteigerungen für die gesamte Weltbevölkerung geführt. In Deutschland zeichnet sich nach und nach ein verändertes Kaufverhalten ab. So werde zunehmend bei Lebensmitteln gespart, wie aus einem Bericht des NDR hervorgeht. Da der Absatz von Bio-Eiern stark gesunken ist, müssen HalterInnen von Legehennen ihre Tiere früher schlachten als vorgesehen, da auch die Kosten für das Futter um ein Vielfaches gestiegen sind. Bio-Bauer Everhard Hüseman aus Nordhorn rechnet mit einem Umsatzverlust von bis zu 50 Prozent. Der Landwirt zieht nun Konsequenzen: Er will von seinen
1.400 Hühnern demnächst 400 vorzeitig schlachten lassen. „Das sind die ältesten Tiere, die würden normalerweise bis Weihnachten Eier legen", erklärte Hüsemann dem NDR in Niedersachsen. Früher hätte er die geschlachteten Tiere als Suppenhühner vermarkten können, aber auch dort gebe es einen Absatzrückgang. Der Landwirt befürchtet nun, dass er dafür bezahlen muss, dass jemand die Suppenhühner abnimmt. Wie der Sender mitteilt, sei der Absatz von Bio-Produkten auch in konventionellen Lebensmittelgeschäften gesunken. Dafür steige die Nachfrage nach Eiern aus konventioneller Haltung. Die seien schließlich auch günstiger.

Fachkräftemangel

Was muss aus Ihrer Sicht geschehen, damit der Fachkräftemangel nicht zu einer Versorgungskrise bei Haus- und Nutztieren in einigen Regionen führt?

Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes
Andere Zulassungsbedingungen zum Studium
Gehälteranpassung
Mehr Studienplätze schaffen
Weitere Vetmed-Fakultät notwendig
Mehr Privatunis notwendig
Steigerung der Studienplätze durch Kombination von Präsenz- und Online-Uni (Duales Studium)
Verkürzung der Studienzeit durch eingeschränkte Approbation
Erleichterte Anerkennung der Approbation für TierärztInnen aus Drittländern vereinfachen