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31.07.2022: Änderung des Tierarzneimittelgesetzes beschlossen

Die Bundesregierung hat den Gesetzesentwurf des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Änderung des am 28. Januar 2022 in Kraft getretenen Tierarzneimittelgesetzes (TAMG) beschlossen. Ziel der Änderung ist die bessere Erfassung sowie dauerhafte Senkung des Antibiotikaeinsatzes in landwirtschaftlichen Betrieben. Dafür soll das nationale Antibiotika-Minimierungskonzept um den wirkstoff- und anwendungsbezogenen Einsatz von Antibiotika aktualisiert und erweitert werden. Die Änderung schließt künftig auch Betriebe mit Milchkühen, Jung- und Legehennen, Sauen mit Saugferkeln und mit Kälbern, die im Haltungsbetrieb geboren sind, ein. Die Antibiotika- Anwendung soll bei Betrieben mit diesen Nutzungsarten erfasst und systematisch reduziert werden. Neben der Stärkung der zuständigen Überwachungsbehörden wird zudem für Colistin, Fluorchinolone und Cephalosporine der 3. und 4. Generation ein Wichtungsfaktor in das Antibiotika-Minimierungskonzept aufgenommen. Für
Tierärzte und Tierhalter wird damit das Signal gesetzt, die Anwendung dieser Antibiotika mit kritischer Bedeutung auf das unvermeidbare Minimum zu reduzieren. Das BMEL weist weiter darauf hin, dass angesichts der grenzüberschreitenden Problematik neben nationalen auch europäische Vorschriften dringend notwendig seien, um Antibiotikaresistenzen zu reduzieren. Das Ministerium setzt sich deshalb aktuell auf EU-Ebene dafür ein, dass ausstehende Regelungen schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden, die weitere europaweite Restriktionen für die Antibiotika-Anwendung bei Tieren vorsehen. VetMAB, die Fortbildungsplattform für TierärztInnen und LandwirtInnen, hat auch das Ziel, zur Antibiotikaminimierung im Stall beizutragen. VetMAB bietet eine Vielzahl anerkannter Online- Fortbildungskurse, in denen es in erster Linie um eine Verbesserung der Haltungsbedingungen sowie des Managements geht, um die Nutztiere vor Erkrankungen zu schützen und so den Einsatz von Antibiotika dauerhaft reduzieren zu können.

Fachkräftemangel

Was muss aus Ihrer Sicht geschehen, damit der Fachkräftemangel nicht zu einer Versorgungskrise bei Haus- und Nutztieren in einigen Regionen führt?

Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes
Andere Zulassungsbedingungen zum Studium
Gehälteranpassung
Mehr Studienplätze schaffen
Weitere Vetmed-Fakultät notwendig
Mehr Privatunis notwendig
Steigerung der Studienplätze durch Kombination von Präsenz- und Online-Uni (Duales Studium)
Verkürzung der Studienzeit durch eingeschränkte Approbation
Erleichterte Anerkennung der Approbation für TierärztInnen aus Drittländern vereinfachen