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13.10.2021: Hundeboom bringt TierärztInnen an ihre Grenzen

Seit Beginn der Corona-Pandemie vor knapp zwei Jahren ist die Zahl der Haushalte mit Haustier in Deutschland stark angestiegen. Die meisten NeubesitzerInnen haben sich für die Anschaffung eines Hundes entschieden. Wie der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) berichtet, haben nicht wenige HalterInnen die neue Situation mit dem Vierbeiner unterschätzt. Auch die TierärztInnen berichten von starken Zuläufen in ihren Praxen und vor großen Herausforderungen, vor die PraktikerInnen dadurch gestellt wurden. Weil seriöse Züchter der gestiegenen Nachfrage nach Hunden nicht nachkommen können, boomt leider der illegale Internethandel mit Haustieren sowie die Zahl der illegalen Welpenimporte, meist aus osteuropäischen Ländern. Dadurch werden in den Praxen immer häufiger Hunde vorgestellt, die aufgrund fehlender Impfungen an ernsten Krankheiten wie Parvovirose, Staupe oder auch Tollwut leiden. Für die Tiere, aber auch für falsch beratene TierhalterInnen, kann das ein fatales
Ende nehmen, was von der Tierärzteschaft bestätigt wird. Weil die Importwelpen zu früh von ihrer Mutter getrennt wurden, neigen viele Tiere außerdem zu Verhaltensstörungen. Oft werden sie zu Angstbeißern oder entwickeln neurotische Störungen. Sie lassen sich nur schwer erziehen und überfordern schnell die Tierhalter. Durch die coronabedingten Schließungen von Hundeschulen fehlten zudem kompetente Ansprechpartner bei Erziehungsproblemen. Nicht selten werden daher die TierärztInnen als die Schuldigen erachtet. Mit Sorge wird auch die Zeit nach Ende der Corona-Pandemie erwartet. Oftmals endet die spontane und nicht durchdachte Anschaffung des Haustieres dann im Tierheim, die vielerorts bereits an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen sind. Auf Myvetlearn.de können sich TierärztInnen mit der 10-teiligen Fortbildungsreihe Tierverhaltenstherapie online fortbilden. Die Kurse sind geeignet für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Tierverhaltenstherapie.

IBR in Tirol 01.12.2021

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