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22.09.2021: Fettige Muskelerkrankungen bei Schweinen in Österreich

Die sogenannte Fettige Muskeldystrophie ist eine häufige Erkrankung von Mastschweinen. Das Leitsymptom dieser Erkrankung ist eine krankhafte Muskelveränderung, bei der Muskelgewebe durch Fett ersetzt wird. Die Ursache für die Fettige Muskeldystrophie ist noch unklar. Eine Studie der Vetmeduni Wien hat ergeben, dass auch Schweine in Österreich von der Krankheit betroffen sind. Die Studie beinhaltet die histopathologischen Untersuchungen des Muskelgewebes zweier Schweine in der Steiermark, bei denen die Gesäßmuskulatur massiv mit Fett infiltriert und zum Teil durch Fett ersetzt war. Zudem gaben zahlreiche fleischbeschauende TierärztInnen Auskunft über ihre Beobachtungen. „Die Erhebung über das Auftreten von fettigen Muskelerkrankungen bei Mastschweinen ergab, dass dieses Phänomen in der Steiermark am häufigsten, aber auch in Oberösterreich und Niederösterreich zu beobachten ist. Betroffen waren vor allem Gesäß- und Lendenmuskeln, wobei ca. 20 bis 40 % der
betroffenen Muskeln durch Fett ersetzt waren. Fettige Muskeldystrophie ist damit bei Schweinen weder ungewöhnlich noch selten“, erklärt Studienerstautor Lukas Schwarz von der Universitätsklinik für Schweine der Vetmeduni. Die WissenschaftlerInnen ziehen verschiedene Ursache in Betracht. Bei den beiden untersuchten Schweine aus der Steiermark konnte eine gestörte Bildung von Dystrophin, einem für die ordnungsgemäße Funktion von Muskeln notwendigem Struktureiweiß, diagnostiziert werden. Da über den ursächlichen Mechanismus der sogenannten fettigen Muskeldystrophie nur spekuliert werden kann, halten die WissenschafterInnen eine eingehende Analyse für angezeigt, um die Prävalenz der fettigen Muskeldystrophie in der österreichischen Schweinepopulation, aber auch in der Schweinepopulation weltweit aufzuklären. Auch um abzuklären, ob die Ursache umwelt- oder genetisch bedingt ist, seien weitere Studien dringend erforderlich, lautet das Fazit der ForscherInnen.

Diskussion über die Antibiotikaeinstufung

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Halte ich wegen eines drohenden Therapienotstandes für sehr problematisch und für Tierschutz relevant.
Wahnsinn, dass die Empfehlungen der gestandenen wissenschaftlichen Einrichtungen von Laien angezweifelt werden.
Ich befürworte die neu vorgeschlagene Liste als reine Humanantibiotika, nus so kann Missbrauch in der Tierhaltung vermeiden werden.
Es ist der einzige Weg, den zunehmenden Resistenzen entgegenzuwirken.
Mir ist das egal