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20.09.2021: EU-Parlament stimmt für den Ausstieg aus dem Tierversuch

Jährlich werden in Europa knapp zehn Millionen Tiere, meist Mäuse, Ratten, Affen sowie Hunde und Katzen als Versuchstiere eingesetzt. Eine noch höhere Anzahl an Tieren wird als sogenannter Überschuss getötet, meist, weil sie nicht die gewünschte gentechnische Veränderung aufweisen. Ein aktiver, koordinierter Ansatz zur Reduzierung und letztendlich vollständigen Abschaffung von Tierversuchen fehlte bisher. Am 15. September 2021 hat nun das Europäische Parlament mit einer überwältigenden Mehrheit von 667 Stimmen für einen Ausstiegsplan aus Tierversuchen gestimmt. Die verabschiedete Resolution fordert die EU-Kommission auf, einen entsprechenden Aktionsplan vorzulegen. Zudem soll eine hochrangige Taskforce aus verschiedenen Generaldirektionen der Kommission, EU-Agenturen sowie den Mitgliedstaaten und relevanten Interessenvertreter gebildet werden. Eine
gezielte Förderung tierversuchsfreier Methoden und die Schulung an diesen sind ebenfalls Bestandteil der Forderung. Der Verein Ärzte gegen Tierversuche e.V. zeigte sich hocherfreut und wertete die Abstimmung als historischen Erfolg für die Tiere. „Die Abstimmung ist ein historischer Moment für die Tierversuchsgegnerbewegung“, freut sich Dr. med. vet. Corina Gericke, Vize-Vorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. „Die Forderung der europäischen Bürger nach einem Ausstieg aus Tierversuchen und einem Übergang zu humanrelevanter Forschung wurde gehört. Neue fortschrittliche Forschungssysteme dienen nicht nur dem Schutz der Tiere, sondern sind vor allem auch von grundlegender Bedeutung, um die Ziele der Union in Bezug auf den Umweltschutz und die menschliche Gesundheit zu erreichen. Mit der heutigen Abstimmung des Parlaments kommen wir an allen drei Fronten voran“, kommentiert Gericke abschließend.

Diskussion über die Antibiotikaeinstufung

Wie denken Sie über die von einigen EU-Parlamentsabgeordneten angestoßene Diskussion über die Neueinstufung antimikrobieller Wirkstoffe?

Mehr Informationen zu dieser Problematik finden Sie HIER >>>

Halte ich wegen eines drohenden Therapienotstandes für sehr problematisch und für Tierschutz relevant.
Wahnsinn, dass die Empfehlungen der gestandenen wissenschaftlichen Einrichtungen von Laien angezweifelt werden.
Ich befürworte die neu vorgeschlagene Liste als reine Humanantibiotika, nus so kann Missbrauch in der Tierhaltung vermeiden werden.
Es ist der einzige Weg, den zunehmenden Resistenzen entgegenzuwirken.
Mir ist das egal