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15.09.2021: Ausstiegsprämie auch für Schweinehalter in Deutschland

Die aktuell katastrophale Lage der Schweinehalter in Deutschland treibt immer mehr Betriebe in den Ruin. Die gezahlten Preise pro Schwein decken nicht einmal die Erzeugerkosten, die LandwirtInnen zahlen regelmäßig drauf. Auf der anderen Seite steigen Erwartungen an Tier- und Klimaschutz. „Wir haben hier eine tiefgreifende strukturelle Krise, die nun schon seit anderthalb Jahren andauert", äußert sich Torsten Staack, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Branchenvertreter und Politiker werden am heutigen Mittwoch (15.9.2021) zu einem virtuellen Schweinegipfel zusammentreffen, zu dem Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) geladen hat. Die ISN wird hier eine Ausstiegsprämie vorschlagen, wie es sie in den Niederlanden bereits gibt. Denn viele LandwirtInnen denken darüber nach, die Schweinehaltung aufzugeben. Die
Ausstieggsprämie soll sowohl Geld für eine "Abwrackprämie", mit der Landwirte ihre alten Ställe abreißen oder umbauen könnten, als auch eine Ausstiegsprämie für diejenigen Berufskollegen enthalten, die mit der Tierhaltung aufhören möchten. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat sich bisher nicht öffentlich zu diesem Vorschlag geäußert. Für die Betriebe, die nicht ans Aufhören denken und stattdessen ihre Haltung nachhaltiger gestalten möchten, fehle leider noch immer ein tragfähiges Finanzierungskonzept, wie der DBV anmahnt. Doch darüber werde voraussichtlich erst nach der Bundestagswahl entschieden. Das Thünen-Institut hält eine Reduktion der Tierzahlen dagegen für den falschen Ansatz. Ein verringertes deutsches Angebot würde ziemlich schnell dazu führen, dass das Fleisch aus anderen Ländern importiert würde. „Dem Klimaschutz wäre damit nicht gedient", heißt es aus dem Institut; dies gilt auch für den Tierschutz.

Diskussion über die Antibiotikaeinstufung

Wie denken Sie über die von einigen EU-Parlamentsabgeordneten angestoßene Diskussion über die Neueinstufung antimikrobieller Wirkstoffe?

Mehr Informationen zu dieser Problematik finden Sie HIER >>>

Halte ich wegen eines drohenden Therapienotstandes für sehr problematisch und für Tierschutz relevant.
Wahnsinn, dass die Empfehlungen der gestandenen wissenschaftlichen Einrichtungen von Laien angezweifelt werden.
Ich befürworte die neu vorgeschlagene Liste als reine Humanantibiotika, nus so kann Missbrauch in der Tierhaltung vermeiden werden.
Es ist der einzige Weg, den zunehmenden Resistenzen entgegenzuwirken.
Mir ist das egal