News - Archiv

10.09.2021: ÖTK spricht sich strikt gegen geplantes Antibiotikaverbot aus

Nach massiven Protesten der Tierärzteschaft in Deutschland hat auch die Österreichische Tierärztekammer (ÖTK) das vom EU- Parlament geplante Verbot von Reserveantibiotika in der Tiermedizin heftig kritisiert. „Der Antrag beinhaltet schwere Forderungen, die stark über das Ziel hinausschießen“, erklärt Kammerpräsident Kurt Frühwirth. Eine ganze Gruppe von Wirkstoffen generell zu untersagen sei der falsche Weg, da dies unweigerlich zu großem Tierleid führen werde, so der Präsident weiter. „Wenn es einen Entzug von Antibiotika für die Veterinärmedizin
geben soll, dann muss einzeln geprüft und wissenschaftlich bewiesen werden, wieso ein bestimmter Wirkstoff in bestimmten Fällen nicht mehr einzusetzen ist, etwa über einen Kriterienkatalog.“ Auch die TierärztInnen in Österreich befürworten die Reduzierung von Antibiotika, die Zahl der an Tiere verabreichten Antibiotika ist innerhalb eines Jahres um 15 Prozent gesunken. Zudem gebe es nicht immer einen direkten Zusammenhang zwischen der Abgabe von Antibiotika in der Tiermedizin und Resistenzen in der Humanmedizin, so Frühwirth abschließend.

Diskussion über die Antibiotikaeinstufung

Wie denken Sie über die von einigen EU-Parlamentsabgeordneten angestoßene Diskussion über die Neueinstufung antimikrobieller Wirkstoffe?

Mehr Informationen zu dieser Problematik finden Sie HIER >>>

Halte ich wegen eines drohenden Therapienotstandes für sehr problematisch und für Tierschutz relevant.
Wahnsinn, dass die Empfehlungen der gestandenen wissenschaftlichen Einrichtungen von Laien angezweifelt werden.
Ich befürworte die neu vorgeschlagene Liste als reine Humanantibiotika, nus so kann Missbrauch in der Tierhaltung vermeiden werden.
Es ist der einzige Weg, den zunehmenden Resistenzen entgegenzuwirken.
Mir ist das egal