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02.09.2021: Große Unzufriedenheit bei ASP-Maßnahmen

Große Sorgen bereitet den SchweinehalterInnen in den östlichen Bundesländern die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Fast genau ein Jahr ist es her, dass die ersten Ausbrüche der tödlichen Tierseuche aufgetreten sind. Seitdem hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) mehr als 2.000 Fälle bestätigt. Um die ASP zu bekämpfen, fordert der Deutsche Bauernverband (DBV) gemeinsam mit den betroffenen Landesbauernverbänden wirksamere Maßnahmen. „Mit Beginn des Herbstes muss die Entnahme des Schwarzwildes auch in den bestehenden Restriktionszonen mit allen geeigneten Maßnahmen verstärkt vorgenommen werden. Das Virus darf sich in den bereits betroffenen Gebieten nicht weiter ausbreiten. Vielmehr muss alles daran gesetzt werden, die Seuche im Land zu tilgen“, sagt Torsten Krawczyk, Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes. DBV-Vizepräsident Detlef Kurreck mahnt den raschen Bau des zweiten Zauns ergänzend zu dem bereits errichteten durchgängigen Wildschweinezaun entlang der gesamten deutsch-polnischen Grenze. Der Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg, Henrik Wendorff, befürchtet, dass weitere Landwirte in den Restriktionszonen gezwungen werden, ihren Betrieb aufzugeben, falls sie nicht schnell eine dauerhafte, angemessene finanzielle Entschädigung zugesprochen bekommen. Enttäuscht zeigte sich auch der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, angesichts der bisher seitens des Bundes getroffenen
Maßnahmen zur Seucheneindämmung. „Es ist davon auszugehen, dass die Tierseuche gar nicht erst nach Deutschland eingetragen worden wäre, wenn sich der Bund dem Problem rechtzeitig angenommen hätte. Die Außenvertretung gegenüber anderen Mitgliedstaaten und Drittländern sowie der Schutz der Außengrenzen sei ganz klar Aufgabe des Bundes. Der Bund habe erst nach Drängen der berührten Länder Anpassungen im Tierseuchenrecht vorgenommen, um die Grundlage für Absperrungen insbesondere durch Errichtung von Wildschutzzäunen in Restriktionszonen entlang der deutsch-polnischen Grenze zu schaffen. Verzögerungen beim Bau durch langwierige Verhandlungen der Länder mit den Flächeneigentümern sind daher wesentlich durch den Bund zu verantworten“, erklärte Backhaus nach einer ASP-Sondersitzung der Agrarminister. Handlungsbedarf sehen die Länder in der Rechtsetzung durch den Bund. Es bedarf einer Anpassung des Seuchenrechts, damit auch in wegen Feststellung der ASP bei Wildschweinen einzurichtenden Restriktionszonen die Haltung von Schweinen in kleineren Betrieben mit einem niedrigen Biosicherheitsniveau vorübergehend untersagt werden kann. In dem kostenlosen Webinar der Firma Elanco „1 Jahr ASP in Deutschland – ein Rück- und Ausblick“ am 15. September 2021 diskutieren hochkarätige ReferentInnen aus Wissenschaft, Praxis und Industrie aus ihrer jeweils ganz eigenen Perspektive. Die Teilnahme an diesem Webinar ist kostenfrei.

Diskussion über die Antibiotikaeinstufung

Wie denken Sie über die von einigen EU-Parlamentsabgeordneten angestoßene Diskussion über die Neueinstufung antimikrobieller Wirkstoffe?

Mehr Informationen zu dieser Problematik finden Sie HIER >>>

Halte ich wegen eines drohenden Therapienotstandes für sehr problematisch und für Tierschutz relevant.
Wahnsinn, dass die Empfehlungen der gestandenen wissenschaftlichen Einrichtungen von Laien angezweifelt werden.
Ich befürworte die neu vorgeschlagene Liste als reine Humanantibiotika, nus so kann Missbrauch in der Tierhaltung vermeiden werden.
Es ist der einzige Weg, den zunehmenden Resistenzen entgegenzuwirken.
Mir ist das egal