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27.08.2021: Dr. Moder im Interview über drohendes EU-weites Antibiotikaverbot

Die EU-Mitgliedsstaaten müssen bis zum Inkrafttreten der EU–Tierarzneimittelverordnung 2019/6 im Januar 2022 festlegen, welche Antibiotika künftig für den Einsatz beim Menschen vorbehalten werden soll und somit für die Behandlung von Haus- und Nutztieren nicht mehr zur Verfügung stehen. Sollten verschiedene antibiotische Wirkstoffe entgegen der wissenschaftlichen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE fortan nicht mehr für die Behandlung von Tieren
eingesetzt werden dürfen, droht vielfach ein Therapienotstand sowie der Tod vieler Haus- und Nutztiere bei Infektionen, warnen die Tierärzteschaften der verschiedenen Länder unisono. In einem Interview mit Agrarheute erklärt der Präsident des Bundesverbands praktizierender Tierärzte (bpt), Dr. Siegfried Moder, was so ein Verbot genau für die Tiermedizin und die Gesundheit der Tiere bedeuten würde, was hinter der Ablehnung der unterbreiteten Liste steht und was jetzt noch getan werden kann, um die antibiotischen Wirkstoffe zum Wohle der Tiere zu erhalten.

Diskussion über die Antibiotikaeinstufung

Wie denken Sie über die von einigen EU-Parlamentsabgeordneten angestoßene Diskussion über die Neueinstufung antimikrobieller Wirkstoffe?

Mehr Informationen zu dieser Problematik finden Sie HIER >>>

Halte ich wegen eines drohenden Therapienotstandes für sehr problematisch und für Tierschutz relevant.
Wahnsinn, dass die Empfehlungen der gestandenen wissenschaftlichen Einrichtungen von Laien angezweifelt werden.
Ich befürworte die neu vorgeschlagene Liste als reine Humanantibiotika, nus so kann Missbrauch in der Tierhaltung vermeiden werden.
Es ist der einzige Weg, den zunehmenden Resistenzen entgegenzuwirken.
Mir ist das egal