Nachrichten

Nutztierkontrollen sind wesentlich für die Pandemievermeidung

27.10.2020

Aktuell findet der World Health Summit statt. Am zweiten Tag der rein digitalen Veranstaltung vom 25.-27. Oktober 2020 sprach sich der Virologe Prof. Dr. Christian Drosten für eine Überwachung von Nutztieren aus, um weitere Pandemien zu vermeiden. „Wir müssen uns auf die Nutztierarten fokussieren, um den Ursprung von Viren und Virusvorkommen zu entdecken. Wir brauchen nicht nur ein paar Forschungsstudien, sondern eine richtige Überwachung“, so Drosten. Der Virologe der Berliner Charité fügte hinzu, dass eine Kontrolle von Wildtieren schwierig sei, hingegen „das Ziel einer Nutztierkontrolle sogar in den Ländern des globalen Südens erreicht werden“ könne. Zudem forderte Drosten eine bessere finanzielle Unterstützung der akademischen Zusammenarbeit: „Eine bessere Finanzierung für diese wichtige Zusammenarbeit gerade auf Arbeitsebene ist absolut notwendig".
World Health Summit
Vetion Fokusthema: Coronavirus / Sars-CoV-2

Verkauf von Antibiotika in der Veterinärmedizin in Europa rückläufig

27.10.2020

Der Jahresbericht der Europäischen Überwachung des antimikrobiellen Veterinärkonsums (ESVAC) hat offen gelegt, dass der Einsatz von Antibiotika bei Tieren zurückgegangen ist. Die gerade veröffentlichten Zahlen belegen, dass zwischen den Jahren 2011 und 2018 der Verkauf in Europa um 34 Prozent reduziert wurde. Dieser Verlauf zeige, dass Europa sich auf dem richtigen Weg befinde, Antibiotikaresistenzen zu bekämpfen, so Ivo Claassen, veterinärmedizinischer Leiter der European Medicines Agency (EMA). Daten zu Antibiotikaverkäufen zu veterinärmedizinischen Zwecken von 31 europäischen Ländern flossen in den aktuellen ESVAC-Bericht ein, der Wissenschaftlern und Veterinären der EU-Mitgliedsstaaten als Leitlinie dient. Die gesammelten Daten legen wertvolle Informationen hinsichtlich der Größe und Trends bei Antibiotikaverkäufen dar und sind wichtig für die Gesundheit von Mensch und Tier. Zahlreiche Länder haben zudem ihre nationalen Maßnahmen im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen offengelegt.
EMA

Zahl der ASP-Fälle bei Wildschweinen steigt auf 91

26.10.2020

Die Zahl der in Deutschland bestätigten Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen wird aktuell mit 91 angegeben (Stand: 26.10.2020). Die infizierten Wildschweine wurden bislang in den Landkreisen Spree-Neiße, oder-Spree und Märkisch-Oderland gefunden. Eine Übersicht über die bislang in Deutschland aufgetretenen Fälle, sortiert nach Gemeinden und Landkreisen, findet sich bei Topagrar.de.
BMEL
FLI
Übersicht über ASP-Fälle in Deutschland
Online-Fortbildung ASP für Tierärzte
Vetion Fokusthema: Afrikanische Schweinepest (ASP)

Weniger Hantavirus-Infektionen als im Vorjahr

26.10.2020

Die Zahl der Infektionen mit dem Hantavirus ist im laufenden Jahr in Deutschland deutlich zurückgegangen. Während sich im vergangenen Jahr noch gut 1.500 Menschen mit dem hauptsächlich durch Rötelmäuse (Myodes glareolus) übertragenen Virus infiziert haben, zählte das Robert Koch Institut (RKI) im laufenden Jahr bisher erst knapp 160 Fälle. Die stark differierenden Fallzahlen werden auf das sogenannte Mastjahr zurückgeführt, in dem es durch einen milden Winter 2018 zu einer großen Fruchtproduktion an Eicheln und Bucheckern kam, der Hauptnahrung der Rötelmäuse. Aufgrund der guten Nahrungsbedingungen ist die Population der Rötelmäuse im Jahr 2019 dann stark angestiegen. Eine Infektion mit Hantaviren kann beim Menschen teils schwerwiegende Erkrankungen, einhergehend mit plötzlich einsetzendem Fieber sowie unspezifischen, grippeähnlichen Symptomen, auslösen. Bei der Inhalation von aufgewirbeltem, virushaltigem Staub werden die Viren auf den Menschen übertragen. Besonders in der Land- und Forstwirtschaft tätige Personen sind gefährdet, aber das Virus kann auch beim Aufräumen und Fegen von Schuppen und Garagen, Joggen im Wald sowie der Nutzung von Unterständen auf Waldgrillplätzen übertragen werden. Eine direkte Infektion ist aber auch durch Bisse oder nach dem Kontakt mit lebenden oder toten Nagetieren bzw. deren Ausscheidungen (Speichel, Urin und Kot) möglich. Einen Impfstoff gibt es aktuell nicht.
Proplanta
Milchviehhaltung in Neuseeland soll noch nachhaltiger werden 23.10.2020
Positive Effekte einer guten Mensch-Tier-Beziehung auch bei Nutztieren nachgewiesen 23.10.2020
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Fall von Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz 22.10.2020
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Knapp 300 Fälle von West-Nil bei Menschen in Europa 21.10.2020
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Zaunbau um ASP-Kerngebiet nahezu abgeschlossen 15.10.2020
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bpt sucht Mehrheit für berufspolitisches Thema - jetzt abstimmen 13.10.2020
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EFSA leitet Kampagne zur Eindämmung der ASP ein 06.10.2020
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