Nachrichten

Politisches Versagen bei vielen Tierschutzvorhaben

28.09.2021

Im Rahmen der Bundestagswahl am 26. September 2021 und der anstehenden Regierungsbildung hat der Deutsche Tierschutzbund mal zusammengefasst, was hinsichtlich der Tierschutzvorhaben in der vergangenen Regierungsperiode versprochen, aber nicht eingehalten wurde. Unter den Beispielen des politischen Versagens werden neben dem bisherigen Scheitern des Tierwohllabels auch das um zwei weitere Jahre verschobene Ausstiegsdatum aus der betäubungslosen Ferkelkastration aufgeführt. Trotz der tierschutzgerechten Alternativen war die Übergangsfrist von über fünf Jahren zu kurz für die Branche. Auch bei der geplanten und versprochenen Verkürzung der Transportzeiten bei Tiertransporten wurde auf Bundesebene keine einheitliche Regelung gefunden, sondern jedem Bundesland selber die Entscheidung überlassen. Bis heute gibt es keine Verkürzung der Transportzeiten auf EU-Ebene, obwohl der Bund sich dafür stark machen wollte. Neben nicht-kurativen Eingriffen an Tieren in der Landwirtschaft wie das Kupieren der Ringelschwänze bei Ferkeln ist die Regierung auch hinsichtlich des Kükentötens klar gescheitert. Das Kükentöten sollte bis September 2019 verboten werden, ist aber immer noch legal. Das Thema illegaler Welpenhandel wird nicht zuletzt seit der Corona- Pandemie stark diskutiert. Doch trotz angekündigter Vorschläge für konkrete Maßnahmen oder sogar Verbote ist auch in diesem Bereich nichts geschehen. Es gibt viele Aufgaben, denen sich die neue Regierung wird stellen müssen, was von der letzten versäumt wurde.
Deutscher Tierschutzbund
Vetion Fokusthema: Bundestagswahl 2021

Berliner Senat erweitert seine Verfassungsklage

28.09.2021

Der Normenkontrollantrag des Berliner Senats beim Bundesverfassungsgericht wurde von Berlins Verbraucherschutzsenator Dirk Behrendt (Grüne) erweitert. Nachdem die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung im Juli 2020 geändert worden war und am 9. Februar 2021 in Kraft getreten ist, klagt das Land nun gegen die neue Kastenstandsverordnung von Sauen. Der Normenkontrollantrag des Landes von Januar 2019 richtete sich sowohl gegen die Ferkel-, als auch gegen die Sauen-, Mastschweine- und Eberhaltung. Berlins Verbraucherschutzsenator zeigt sich davon überzeugt, dass der Normenkontrollantrag Erfolg haben wird. „Es ist unethisch und inakzeptabel, wie wir heutzutage Schweine halten“, so Behrendt, der den ursprünglichen Antrag von 2019 und die Erweiterung veröffentlicht hat. Mit einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts rechnet der Senat im Jahr 2022.
Agrarheute
Vetion Fokusthema: Tierschutz geht uns alle an

Heute ist Welt-Tollwut-Tag

28.09.2021

Der 28. September ist der Welt-Tollwut-Tag, der in diesem Jahr bereits zum 15. Mal begangen wird. Die Tollwut ist eine tödlich verlaufende Viruserkrankung. Infizierte Tiere sowie der Mensch zeigen Verhaltensveränderungen, Muskelkrämpfe und Lähmungserscheinungen. Da die Infektionskrankheit auf den Menschen übertragbar ist, handelt es sich um eine Zoonose. Die Ansteckung erfolgt über den Kontakt der Schleimhäute oder Verletztungen der Haut mit Speichel von tollwütigen Tieren wie Füchsen, Hunden oder Fledermäusen. Am häufigsten sind Biss- oder Kratzverletzungen. Auch wenn die meisten Länder in Westeuropa heute tollwutfrei sind, kann die Krankheit jederzeit eingeschleppt werden. In der letzten Zeit kam es häufiger vor, dass durch den massiven illegalen Welpenhandel Tiere eingeführt wurden, die noch keinen ausreichenden Impfschutz hatten oder bereits erkrankt waren, was für andere Menschen und Tiere eine große Gefahr darstellt. Allein im laufenden Monat mussten sich in Deutschland über vierzig Menschen behandeln lassen, weil ein illegal importierter Welpe an Tollwut gestorben ist. ExpertInnen sprechen von weltweit mehr als 59.000 Tollwutopfern jährlich. Zum Schutz vor der tödlichen Krankheit sind wirksame Impfstoffe auf dem Markt, die Grundimmunisierung muss jedoch vor einer Infektion abgeschlossen sein. Auch geimpfte Personen müssen nach dem Kontakt mit einem erkrankten Tier eine "Not-Immunisierung" vornehmen lassen. Bei Nicht-Geimpften muss diese in der ersten Stunde nach dem Biss erfolgen. Daher wird dringend empfohlen, sich von zahm wirkenden Wildtieren fernzuhalten, da diese bei einer Tollwuterkrankung häufig die natürliche Scheu vor dem Menschen verlieren, bei Berührung aber mit Beißen reagieren.
br.de
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen
Vetion Fokusthema: Tollwut

Mehr Schweineschlachtungen in der EU trotz niedriger Preise

28.09.2021

EU-weit sind in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 3,6 Prozent mehr Schweine als im ersten Halbjahr des Vorjahres geschlachtet worden. In den Mitgliedsstaaten sind insgesamt 124,17 Mio. Schweine geschlachtet worden, gut 4,3 Millionen Tiere mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) berichtet. Während beispielsweise Spanien seinen Platz als wichtigstes Erzeugerland in der Gemeinschaft ausbauen konnte, ist die Zahl der Schlachtungen in Deutschland rückläufig. Verglichen mit der ersten Jahreshälfte 2020 wurden hier 685.000 Tiere bzw. 2,6 Prozent weniger Schweine geschlachtet, da weniger Ferkel und Mastschweine aus dem Ausland ins Bundesgebiet geliefert wurden. Österreich konnte die Schlachtungen um 3,4 Prozent auf 2,57 Mio. Schweine erhöhen. Unter anderem der durch die Corona- Pandemie entstandene Schweinestau führte in fast allen Ländern zu einer Zunahme der Schlachtgewichte. Zudem sind Schlachtschweinepreise in der gesamten EU auf das niedrigste Niveau seit vielen Jahren gesunken. Hauptgrund dafür ist, dass ein größeres Schweinefleischangebot auf eine schwächere Nachfrage im Binnenmarkt und zuletzt auch in China und Japan trifft.
Topagrar
Niedersachsen erleichtert mobile Schlachtung 27.09.2021
DBV fordert zügige Regierungsbildung 27.09.2021
Förderprogramm zum Schutz gefährdeter Nutztierrassen erfolgreich 27.09.2021
Deutschland stellt Konzept zur Bekämpfung der ASP vor 24.09.2021
Neuartiger Fleischersatz aus fermentiertem Okara 24.09.2021
bpt veröffentlich Antworten der Parteien zu Fragen des Tierarztberufes 23.09.2021
ASP-Ausbrüche in mehreren polnischen Schweinehaltungen 23.09.2021
Fettige Muskelerkrankungen bei Schweinen in Österreich 22.09.2021
EPRUMA begrüßt Entscheidung des EU-Parlaments 22.09.2021
Baden-Württemberg zeichnet besonderes Engagement im Tierschutz aus 21.09.2021
WNV-Infektionen mit Impfung begegnen 21.09.2021
Bundesrat drängt zur Eile beim Umbau der Nutztierhaltung 20.09.2021
ÖTK erfreut über Ablehnung des ENVI- Entschließungsantrags 20.09.2021
Beispiele bescheinigen Pferden abstraktes Denkvermögen 20.09.2021
Ausbildung angehender TierärztInnen in Tirol bewährt sich 17.09.2021
Schweinegipfel macht Schweinehaltern vor allem Hoffnung für Zukunft 17.09.2021
Backhaus wirbt für den Erhalt der Nutztierhaltung 17.09.2021
EU-Parlament lehnt Antibiotikaverbot für Tiere ab 16.09.2021
Ausstiegsprämie auch für Schweinehalter in Deutschland 15.09.2021
Wolf fencing Team berät Weidetierhalter beim Wolfsschutz 15.09.2021
bpt sammelt knapp 650.000 Unterschriften gegen Antibiotikaverbot 14.09.2021
bpt äußert sich zu Häusling-Attacke gegen Tierärzte 14.09.2021
ASP-Bekämpfung ist Gemeinschaftsaufgabe 13.09.2021
NABU fordert beherztes Vorgehen gegen Natur- und Klimakrise 13.09.2021
Schweinegipfel nichts als Wahlkampf 13.09.2021
Hilfe bei der Wahlentscheidung 10.09.2021
ÖTK spricht sich strikt gegen geplantes Antibiotikaverbot aus 10.09.2021
Tierschutzbericht fordert Umdenken bei Tiertransporten 10.09.2021
Rindfleisch liefert wertvolle Mineralstoffe 09.09.2021
Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen nur nach dem One-Health-Ansatz 08.09.2021
Mecklenburg-Vorpommern weitet Förderungen für Wolfsschutz aus 08.09.2021
Nutztiere sind auch für Veganer und Vegetarier essentiell 08.09.2021
EU-Einheitliche Tierwohl-Kennzeichnung gefordert 08.09.2021
TierärztInnen bangen um Behandlungsoptionen 07.09.2021
Krisengespräch zur Lage der Schweinebauern in Niedersachsen 07.09.2021
Tipps für das Management von Genesungsbuchten 06.09.2021
Leitfaden für das Erkennen und Reduzieren von Schwanzbeißen 03.09.2021
Umbau der Tierhaltung muss entsprechend entlohnt werden 03.09.2021
Konstruktive Strategien gegen ASP müssen gemeinsam entwickelt werden 03.09.2021
Neues Tierärztegesetz in Österreich in Kraft 03.09.2021
Lage der SchweinehalterInnen verschlechtert sich weiter 02.09.2021
Große Unzufriedenheit bei ASP-Maßnahmen 02.09.2021
EU-Kommission hebt Verbot der Verfütterung von Tiermehlen auf 01.09.2021
Live-WebTalk zur Agrarpolitik der Parteien 01.09.2021
Algen in Rinderfutter sorgen für geringeren Methanausstoß 31.08.2021
Tierärzteverband bittet Parteivorsitzende & Co um Klarstellung 30.08.2021