Nachrichten

Forscher erarbeiten Exit-Strategie für ASP

18.09.2020

Durch die konsequente Umsetzung der EU-Notfallstrategie lässt sich die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP), die am 10.9.2020 erstmals in Deutschland nachgewiesen worden ist, am ehesten stoppen und ein Übergreifen des Virus von Wild- auf Hausschweine verhindern. Die EU-Kommission setzt hierfür auch auf Ergebnisse so genannter individuenbasierter Modelle, die am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) entwickelt werden. Sie sind Teil der EU-weiten Vorgaben und nationalen Verordnungen. Aktuell befassen sich die Wissenschaftler mit der Frage, wann ein von der Afrikanischen Schweinepest betroffenes Gebiet wieder als seuchenfrei einzustufen ist. Diese sogenannte Exit-Strategie ist das Ergebnis auf die Frage, anhand welcher Kriterien man sicher festlegen kann, ab wann eine Region, in der eine infizierte Wildschweinpopulation festgestellt wurde, wieder als seuchenfrei einzustufen ist. Das ist insbesondere für landwirtschaftliche Betriebe in betroffenen Gebieten von großer wirtschaftlicher Bedeutung, um möglichst schnell wieder Zugang zum internationalen Schweinefleischmarkt zu erlangen. Bei der Erarbeitung verwenden die Wissenschaftler ein Rechenmodell, das verschiedene Szenarien in zeitliche Verlaufskurven der Ausbreitung übersetzt. Sie werden zeigen, wie lange die Krankheit noch zirkuliert und wann sie verschwunden ist. Frühere Erkenntnisse aus ähnlichen Simulationen sind bereits als wichtige Komponenten in die EU-Notfallstrategie zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest aufgenommen worden, die die EFSA in den letzten Jahren erarbeitet hatte. Dazu gehören unter anderem Vorgaben zur Ausdehnung der drei Schutzzonen (Kernzone, Gefährdetes Gebiet, Pufferzone), zur benötigten jagdlichen Intensität oder zur Anzahl der zu beseitigenden Kadaver. Zusammen ergibt sich die EU-Notfallstrategie. Auswertungen der Situation in Deutschland zeigen, dass sich die Krankheit gerade jetzt in den Monaten August und September mit mehr als 4 km/Monat deutlich schneller ausbreitet als im Frühling und Frühsommer mit weniger als 2 km/Monat. Ein möglicher Grund ist, dass die Wildscheinrotten ihre Bewegungsmuster an die durch agrarische Nutzung veränderte Landschaft anpassen. Es ist also, trotz aller Probleme, aus Sicht der Seuchenbekämpfung durchaus sinnvoll, wenn die Behörden in Brandenburg im gesamten Gefährdeten Gebiet ein Ernteverbot aussprechen. In diesem Sinne heißt es also, die jetzt angeordneten Maßnahmen möglichst strikt umsetzen, um die Afrikanische Schweinepest zeitnah zu bezwingen, erklärt UFZ-Forscher Hans-Hermann Thulke.
UFZ
Vetion Fokusthema: Afrikanische Schweinepest (ASP)

Tierärzte empfehlen ASP-Status-Untersuchungen

18.09.2020

Nach den ersten bestätigten Fällen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland appelliert die bayerische Tierärzteschaft an die Halter von Zucht- und Mastschweinen, an dem freiwilligen Verfahren zur Status- Untersuchung auf die Tierseuche teilzunehmen. Die Bayerische Landestierärztekammer und der Landesverband der praktizierenden Tierärzte in Bayern weisen darauf hin, dass Betriebe, die die Vorsorgeuntersuchungen nicht nachweisen können, im Falle eines Ausbruchs und damit einhergehenden Maßnahmen mit sehr viel höheren Kosten für die Blutuntersuchungen bei lebenden Schweinen rechnen müssen. Zudem dienen die freiwilligen Vorbeugemaßnahmen neben Tiergesundheit und Wirtschaftlichkeit auch dem Tierschutz. Sowohl bei der Betriebsanalyse als auch den Folgen bei der Verbringung der Schweine im Rahmen der Vermarktung können Schweinehalter Unterstützung von praktizierenden TierärztInnen erhalten.
LTK Bayern
E-Learningkurs ASP für Tierärzte
Vetion Fokusthema: Afrikanische Schweinepest (ASP)

Umfrage zur Situation von Freiberuflern in der Coronazeit

18.09.2020

Der Bundesverband der freien Berufe bittet um die Teilnahme an der zweiten Online-Umfrage zum Thema 'Wirtschaftliche Folgen der Corona-Pandemie in den Freien Berufen'. Die Umfrage soll ein aktuelles Bild über die derzeitige wirtschaftliche Situation, die genutzten staatlichen Maßnahmen von Freiberuflern sowie deren Zielführung aufzeigen. Die Beantwortung der Fragen ist anonym und dauert nur wenige Minuten.
Bundesverband der freien Berufe
Vetion Fokusthema: Coronavirus / Sars-CoV-2

Beim Klauenbad auf pH-Wert achten

18.09.2020

Als ein Teil der Klauenhygiene kann ein Klauenbad Erkrankungen der Klauen vorbeugen. Um Hautschädigungen der Tiere zu vermeiden, sollte der Landwirt jedoch unbedingt auf den passenden pH-Wert achten, der zwischen 3,5 und 4 liegen sollte. Messstreifen oder digitale pH-Tester helfen bei der pH-Wertbestimmung. Der Landwirt sollte zudem darauf achten, dass jede Gliedmaße der Kuh mindestens zweimal in das Klauenbad eintaucht und dabei bis zu den Afterklauen von Flüssigkeit umgeben ist. Dafür ist eine Wanne mit einer Mindestlänge von drei Metern notwendig. Vor dem Klauenbad sollte der Landwirt jedoch die für die Stallhygiene erforderlichen Maßnahmen durchgeführt haben. Dazu gehören unter anderem das regelmäßige Abschieben der Laufflächen sowie die Pflege der Liegeboxen. Mehr Informationen zu umfassender Klauenpflege und Klauengesundheit erfahren Sie im Vortrag von Dr. Mag. vet. med. Hubert Reßler oder auf Buiatrik.de
Schweizerbauer
Vortrag Dr. Herbert Reßler
Buiatrik.de
Futterzusatz für Ziegen soll gegen Würmer helfen 17.09.2020
Artenschutz-Ziele weitestgehend nicht erreicht 16.09.2020
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Weitere Fälle von ASP bei Wildschweinen in Brandenburg 16.09.2020
Erhöhte Gefahr von Wildunfällen während der Brunftzeit 16.09.2020
Praxisbuch zum Schutz gefährdeter Nutztierrassen überarbeitet 15.09.2020
Bislang keine weiteren ASP-Nachweise in Brandenburg 15.09.2020
Verheerende Mückenplage in Louisiana 15.09.2020
Zoos setzen sich für Erhalt bedrohter Nutztierrassen ein 14.09.2020
Im Landkreis gilt Tierseuchenallgemeinverfügung wegen ASP 14.09.2020
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Hohe Prävalenz von Hepatitis-E-Viren in Leberwurst 10.09.2020
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Online-Schulung zur Afrikanischen Schweinepest 27.08.2020
Erneut Immunokastration für Öko-Schweine gefordert 26.08.2020
Rinder sind als Infektionsquelle von Sars-CoV-2 ohne Bedeutung 26.08.2020
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BUND fordert stärkeres Engagement in der Ernährungspolitik 24.08.2020
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