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MVP sucht innovative Lösungen in der Landwirtschaft

19.04.2021

Das Landwirtschaftsministerium des Landes Mecklenburg- Vorpommern hat einen Wettbewerb im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) ausgeschrieben. Gesucht werden innovative Lösungen zur Reduktion von Nährstoffeinträgen aus der landwirtschaftlichen Produktion, zur Verbesserung der Klimabilanz sowie zur Erhöhung des Insektenschutzes in der Landwirtschaft. „Das neue Instrument EIP, das mit der auslaufenden Förderperiode erstmals zur Verfügung steht, hat sich bewährt, um neue Ideen schnell in der Landwirtschaft auszuprobieren und zu testen, ob das, was bisher nur im Labor oder in kleinem Maßstab angewendet wurde, auch in der landwirtschaftlichen Praxis funktioniert. Wir haben mit den bisherigen Projekten gute Erfahrungen gemacht. Deshalb haben wir ELER-Mittel umgeschichtet, so dass 1,0 Mio. Euro für weitere Projekte zur Verfügung stehen“, erläutert Minister Dr. Till Backhaus seinen Aufruf. Eine Jury entscheidet anhand definierter Kriterien darüber, welche Projekte umgesetzt werden sollen. Die Bewerbungsfrist endet am 28. Mai 2021. Einen aktuellen Überblick über Forschungs- und Tierschutzpreise finden Sie im gleichnamigen Fokusthema von Vetion.de.
Ministerium MVP
Vetion Fokusthema: Forschungs- und Tierschutzpreise im Überblick

Veterinäramt Unna wegen mangelhafter Tierschutzkontrollen unter Beschuss

14.04.2021

Das Veterinäramt Unna ist aktuell in die Kritik geraten wegen mangelhafter Kontrollen bzw. zögerlichem Handeln beim Verdacht des illegalen Schächtens im Schlachthof Prott. Demnach sind dort mehr als 150 Tiere illegal geschächtet worden, obgleich es zahlreiche Hinweise auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz gab, u.a. wurde das vom Schlachthof gelieferte Fleisch als halal verkauft. Außerdem wurden bei Kontrollen der Amtstierärzte Rinderköpfe gefunden, die kein Einschussloch von einem Bolzenschussgerät aufwiesen, dafür aber den amtlichen Freigabestempel trugen. Das berichtete das ZDF-Magazin Fakt am vergangenen Dienstag. Aufgedeckt hatten diesen Skandal Tierrechtler von SOKO Tierschutz. Die Rede ist von „systematischem betäubungslosem Schlachten“, von „kriminellen Schlachtern“ und einer „geheimen Parallel-Produktion“. Inzwischen hat der SOKO-Sprecher Friedrich Mülln egen den amtlichen Veterinär sowie die Amtsführung Strafanzeige wegen des Verdachtes der Tierquälerei durch Unterlassen gestellt. Der Schlachthof ist aufgrund der Enthüllungen seit dem 18. März 2021 geschlossen.
FAKT
SOKO Tierschutz
Vetion Fokusthema: Schächten

Task-Force der EMA sorgt für störungsfreie Versorgung mit Tierarzneimitteln

13.04.2021

Die Sicherstellung der Versorgung von TierärztInnen mit Arzneimitteln ist ein wichtiges und kontinuierliches Anliegen der pharmazeutischen Industrie. Die Tierarztpraxen können im Normalfall auch stetig auf Tierarzneimittel sowie Impfstoffe aus einem vielfältigen Portfolio zurückgreifen. Doch die Produktion von Arzneimitteln ist per se störungsanfällig, was nicht zuletzt durch die anhaltende Corona-Pandemie erneut deutlich geworden ist. Neben Problemen bei der Beschaffung von Wirkstoffen kann es auch zu Störungen in den einzelnen Produktionsschritten kommen, was eine Produktionsverzögerung zur Folge haben kann. Auch kann es beim Vertrieb eines Produkts zu Unterbrechungen in der Herstellungsskette kommen, wenn beispielsweise kleinste Fehler auf Etiketten oder Packmitteln entdeckt werden. Bei der Produktion von Impfstoffen reichen schon geringfügige Störungen bei den biologischen Systemen aus, mit denen die Hersteller arbeiten, um den Prozess zu stoppen. Seit 2016 befasst sich eine von der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA und den Leitern der Arzneimittel-Agenturen (HMA) eingesetzte Task-Force mit Verfügbarkeitsproblemen, einschließlich zugelassener, aber nicht vermarkteter Arzneimittel, sowie mit Störungen der Lieferkette. Ihr Ziel ist es, die Kontinuität der Versorgung mit Human- wie Tierarzneimitteln in ganz Europa zu verbessern. So setzt sich die pharmazeutische Industrie dafür ein, den administrativen Aufwand bei der Arzneimittelherstellung zu verringern, damit frei werdende Ressourcen in die Forschung und (Weiter-) Entwicklung von Tierarzneimitteln fließen können.
Bundesverband für Tiergesundheit

Weidekühe erzeugen hohe Milchmengen bei niedriger Methanemission

13.04.2021

Die Zahl der auf der Weide gehaltenen Kühe nimmt immer weiter ab. Ein Grund dafür sind Methanemissionen, die durch die Verdauung der Tiere frei werden und einen negativen Einfluss auf das Klima haben. Auch wenn die Weidehaltung als natürlichste und kostengünstigste Art der Futterbereitstellung gilt, entscheiden sich immer mehr Landwirtinnen für die Stallhaltung. Zudem sind niedrigere Milchleistungen in der Weidehaltung oft Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Forschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) konnten diese Annahme nun widerlegen. Im Rahmen des EU- Forschungsprojekts "SusCatt" haben die CAU-WissenschaftlerInnen ein Jahr lang die Milchleistungen von weidenden Jersey-Kühen analysiert sowie die Methanemissionen der Tiere gemessen. Zusätzlich zu den Weidepflanzen erhielten alle Kühe täglich im Stall eine geringe ergänzende Kraftfuttergabe. Die Untersuchungen ergaben, dass die Milchleistungen der Jersey-Kühe sehr hoch waren. Diese Milch ist zudem von exzellenter Qualität mit Fettgehalten von durchschnittlich fünf bis sechs Prozent. Zwar errechneten die ForscherInnen eine leichte Steigerung der Methanbildung, doch blieben die Methanemissionen insgesamt mit ca. acht bis zehn Gramm Methan pro Kilogramm Standardmilch auf einem im Vergleich zur internationalen Literatur sehr niedrigen Niveau. „Mit dieser Arbeit können wir zeigen, dass eine weidebasierte Milchproduktion sehr hohe Milchleistungen mit sehr niedrigen Methanemissionen verbinden und somit zum Klimaschutz beitragen kann – und gleichzeitig werden damit Zusatzleistungen für die Artenvielfalt bereitgestellt – ohne Importfuttermittel, denn das notwendige Protein im Futter liefert der Klee", erklärt Dr. Carsten Malisch, wissenschaftlicher Koordinator der Studie.
CAU
FLI untersucht CWD bei heimischem Wild 12.04.2021
ASP-Bekämpfung muss Chefsache werden 09.04.2021
Geringerer Antibiotikaeinsatz bei Kälbern in Freilufthaltung 08.04.2021
Baden-Württemberg investiert in Landwirtschaftliches Zentrum 08.04.2021
Online-Befragung von Tierärzten zur ökonomischen Wissensvermittlung 01.04.2021
Bundeszentrum soll Koexistenz von Weidetieren und Wolf regeln 01.04.2021
Massentierhaltungen nach Großbrand in der Kritik 01.04.2021
Hessen beantragt Status BVD-frei 31.03.2021
Neue Podcast-Reihe zur Landwirtschaft der Zukunft gestartet 31.03.2021
Moderhinke wird in der Schweiz zu bekämpfender Seuche 31.03.2021
Tierärzte in die Corona-Impfkampagne integrieren 30.03.2021
Telemedizin: Haustierversicherung übernimmt Kosten 30.03.2021
Computerspiel soll LandwirtInnen emissionsarme Bewirtschaftung lehren 30.03.2021
Bund fördert Beschaffung von Drohnen zur Rehkitzrettung 30.03.2021
Nationales Tierarzneimittelgesetz passiert Bundeskabinett 29.03.2021
Bundesrechnungshof zerlegt Pläne für freiwilliges Tierwohllabel 29.03.2021
Aufhebung der Restriktionen wegen Blauzungenkrankheit in Bayern gefordert 29.03.2021
Frühzeitiger Nachweis von Euterentzündungen durch Entzündungsmarker 26.03.2021
Genaue Typisierung von Hantaviruserkrankungen gefordert 26.03.2021
Fleischverzehr 2020 weiter gesunken 26.03.2021
Handel mit illegalem Elfenbein floriert 26.03.2021
Rodentizide gefährden Greifvögel 25.03.2021
Deutsche Genbank lagert Erbmaterial bedrohter Nutztierrassen 25.03.2021
Unzufriedenheit unter angestellten TierärztInnen ist groß 25.03.2021
Tiertragödie auf See ist politisches Totalversagen 24.03.2021
Immer mehr Wolfssichtungen in Städten 24.03.2021
EU-Bürger wünschen sich mehr Aufklärung über Antibiotika 23.03.2021
Bayern stellt Kontrollkonzept 2030 für das Veterinärwesen vor 23.03.2021
TierärztInnen gehören zur Impfgruppe mit Priorität 2 22.03.2021
Reduktion von Produktion und Konsum tierischer Produkte notwendig 19.03.2021
Bewertung von Bekämpfungsstrategien für möglichen MKS-Ausbruch 19.03.2021
MVP bildet erneut Fallwildsuchhunde aus 19.03.2021
FBN erhält umfassende Unterstützung bei Neuausrichtung 19.03.2021
EU-Kommission will Farm to Fork-Strategie beschleunigen 18.03.2021
Wildschweinbejagung anstelle von Fallwildsuche gefordert 17.03.2021
Verfütterung von Tiermehl an Nutztiere soll wieder erlaubt werden 17.03.2021
BUND fordert Ernährungswende in Deutschland 17.03.2021
KI zur Unterstützung der Eutergesundheit 16.03.2021
Rehkitze vor Mähtod bewahren 16.03.2021
Schaf- und Ziegenhalter in Niedersachsen erhalten Prämie 15.03.2021
Gesetz für zielgerichtete Kontrollen in Nutztierbetrieben 12.03.2021
EFSA stellt ASP-Gutachten vor 11.03.2021
Erstmalig Transport von Schweinesperma nach Kenia erfolgt 11.03.2021
Betäubungsanlagen sollen künftig zugelassen werden müssen 10.03.2021
17% aller Lebensmittel weltweit landen im Müll 05.03.2021
Schnelle Umsetzung der Borchert-Empfehlungen gefordert 05.03.2021