Nachrichten

Newcastle Disease in der Schweiz

24.01.2022

In der Schweiz ist in einem Geflügelbetrieb in Niederglatt die hochansteckende Newcastle-Krankheit bei Legehennen festgestellt worden. Alle Tiere des betroffenen Geflügelbetriebes sind gekeult worden. Rund um den Betrieb richtet der betroffene Kanton Zürich eine Schutz- und eine Überwachungszone ein, in der für die Geflügelbetriebe besondere Vorschriften gelten. Bei der New Castle Disease handelt es sich um eine meldepflichtige Zoonose, die vor allem Hühnervögel betrifft, aber auch Gänse, Enten, Tauben, Zier- und Wildvögel anstecken kann sowie den Menschen. Beim Menschen kommt es dann in seltenen Fällen zu einer ein- oder beidseitigen Bindehautentzündung, bei der auch die Ohrlymphknoten geschwollen sein können. An dieser Stelle möchten wir Tierärztinnen und Tierärzte sowie Humanmediziner auf unsere Online-Seminarreihe Zoonosen aufmerksam machen, die in 2022 stattfindet. Das Programm wird in Kürze unter Myvetlearn.de veröffentlicht.
BVL
Myvetlearn.de

Kaum Verbesserungen bei Tiertransporten in der EU beschlossen

24.01.2022

Am 21. Januar 2022 haben die EU-Parlamentarier über die Ergebnisse des EU-Untersuchungsausschusses zu Tiertransporten abgestimmt. Der Ausschuss hatte zuvor drastische Missstände bei Nutztiertransporten aufgedeckt, wie fehlende Kontrollen, Transport von Tieren in größter Hitze und Eiseskälte, oft ohne Futter oder Wasser sowie Exporte in Länder ohne Tierschutzstandards. Diesen systematischen Gesetzesübertretungen und dem damit einhergehenden Tierleid hätte die Abstimmung ein Ende bereiten können. Zudem herrschte unter den Mitgliedern des Parlaments zuvor Einigkeit, weitreichende Gesetzesänderungen vorzuschlagen. Doch konservative Parteien, unter anderem die ÖVP, stellten sich gegen die bereits abgestimmten Punkte und verhindern so weitreichende Verbesserungen. „Dass sich gewisse Mitglieder des Europäischen Parlaments nach einem derart eindeutigen Untersuchungsausschuss, wo die Tatsachen so klar am Tisch lagen, Tierquälereien aus den vergangenen Jahrzehnten aufgezeigt wurden, nicht mal zu einem deutlichen Statement gegen diese Tierquälerei durchringen können, ist beschämend!“, äußerte sich Ann-Kathrin Freude, Tiertransport-Campaignerin bei dem Verein gegen Tierfabriken (VGT). Zwar hätten die EU-Parlamentarier einige wenige Vorschläge unterbreitet, die im neuen Tiertransportgesetz umgesetzt werden sollen, jedoch blieben diese weit hinter den Erwartungen zurück, wie Renate Künast, Leiterin der AG Ernährung und Landwirtschaft, kritisierte. Besonders bedauert die Grünen-Politikerin, dass die Begrenzung der Dauer von Tiertransporten keine Mehrheit gefunden hat. Die Kommission hat angekündigt, 2023 einen neuen Gesetzesentwurf für das europäische Tiertransportgesetz vorzulegen.
Die Grünen
VGT

China baut Schweineproduktion weiter aus

20.01.2022

Während die Zahl der in Deutschland gehaltenen Schweine weiter rückläufig ist, wächst der Schweinebestand in China in rasantem Tempo weiter. Laut Angaben des chinesischen Statistikamtes wurden in 2021 knapp 53 Millionen Tonnen Schweinefleisch produziert, was einem Zuwachs von mehr als 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Da die Schweinepreise weiter sinken und Chinas Regierung jedoch vermehrt Großbetriebe und gigantische Schweinehochhäuser fördert, nehmen die Betriebsaufgaben mit kleineren Schweinebeständen weiterhin dramatisch zu. Trotz der stark wachsenden Produktion blieb die Zahl der Importe dennoch recht hoch. Nach Einschätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) werden insbesondere kleinere Produzenten auch weiterhin mit den sehr niedrigen Preisen zu kämpfen haben. Zudem rechnet die USDA mit einer weiter anwachsenden Schweineproduktion im laufenden Jahr. Sollte die Preise auf diesem niedrigen Niveau bleiben, würden aber auch große Betriebe Probleme bekommen, die hohen Fixkosten zu decken, die mit der schnellen Erweiterung und Modernisierung verbunden waren. Solange sie jedoch ihre variablen Kosten decken können, zumindest kurzfristig, werden sie den Absturz der Schweinepreise besser überstehen, glaubt das USDA.
Agrarheute

Selbstverpflichtung der Geflügelbranche zu Biosicherheit

19.01.2022

Seit Mitte Januar 2022 gilt in Nordrhein-Westfalen die freiwillige Selbstverpflichtung der Geflügelbranche, weitergehende Biosicherheitsmaßnahmen in den Geflügel haltenden Beständen umzusetzen sowie eine sichere Früherkennung der Geflügelpest über präventive Untersuchungen zu ermöglichen. Zunächst soll der gemeinsame Beschluss der Verbände sowie Landwirtschaftskammer, Tierärzteschaft und Veterinärbehörden bis Ende März gelten, um den Eintrag der Geflügelpest in die Bestände zu verhindern. „Die Gefahr des weiteren Auftretens von Geflügelpestfällen ist nach wie vor nicht gebannt. Alle müssen weiterhin außerordentlich wachsam sein. Nur konsequent eingehaltene Biosicherheitsmaßnahmen in allen Geflügelhaltungen können effektiv vor einer Eintragung des Erregers schützen. Hobbyhaltungen und erwerbsmäßige Nutztierhaltungen sind gleichermaßen betroffen und in der Verantwortung", lautete der Appell von Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann an die GeflügelhalterInnen im Land. Auch ist die Durchführung von Geflügelausstellungen und Geflügelmärkten derzeit untersagt. Nordrhein-Westfalen hatte im Winter 2021/2022 bereits neun Ausbrüche der Geflügelpest zu verzeichnen. Aktuell befinden sich drei Verdachtsfälle bei Wildvögeln noch in der Abklärungsuntersuchung. Im Jahr 2022 werden unter Myvetlearn.de verschiedene tierärztliche Fortbildungen zum Bereich Biosicherheitsmaßnahmen angeboten. Durch den kostenfreien Newsletter von vetion.de, der am Monatsanfang versendet wird, werden Sie automatisch über die in Kürze beginnenden Online-Fortbioldungen informiert.
Umweltministerium NRW
Vetion.de Newsletter
Online-Fortbildungen für TierärztInnen
Vetion Fokusthema: Aviäre Influenza / Geflügelpest
Landwirte fordern stärkere Wildschweinbejagung 19.01.2022
Umgangsempfehlungen für erkrankte oder verletzte Schweine 19.01.2022
Geflügelpest grassiert im Südwesten Frankreichs 18.01.2022
Klauenpflege bei Rindern ist wichtige Prophylaxe 18.01.2022
Fleischsteuer zur Reduzierung des Konsums dringend erforderlich 18.01.2022
bpt macht Tierärztemangel zum Politikum beim Neujahrsempfang 17.01.2022
Aufzucht von Insekten optimiert 17.01.2022
Petition mit 900.000 Unterschriften an EU-Parlament übergeben 14.01.2022
NRW: Tierzahlen bis Ende Januar melden 13.01.2022
Özdemir will Zusammenarbeit mit Verbänden stärken 13.01.2022
Schweiz passt Verordnungen an EU-Recht an 12.01.2022
QS und BfR setzen Zusammenarbeit fort 12.01.2022
Lidl nimmt Hybridfleisch ins Sortiment 11.01.2022
BMEL prüft Förderskizzen zur Antibiotikareduktion 10.01.2022
Zwei Dutzend Förderskizzen zur Antibiotikareduktion in der G 10.01.2022
Mehr als die Hälfte der heimischen Nutztierarten ist bedroht 10.01.2022
ASP bei Wildschwein in Norditalien festgestellt 10.01.2022
Immer mehr Schweinebetriebe in Polen geben auf 07.01.2022
Neues Praxishandbuch Grünland für Pferde 06.01.2022
Union kritisiert Pläne für höhere Lebensmittelpreise 06.01.2022
Frankreich verbietet betäubungslose Ferkelkastration 04.01.2022
Experten fürchten weiter Aussterben des Feldhamsters 04.01.2022
Mehr als 500 Geflügelbetriebe von Geflügelpest betroffen 30.12.2021
Weniger Schweine und Rinder in Niedersachsen 30.12.2021
Schweiz ändert Verordnung zu Schlachtbedingungen 30.12.2021
Kükenschreddern ab 1. Januar 2022 in Deutschland verboten 29.12.2021
Küchenhygiene bei Fondue und Co. besonders wichtig 29.12.2021
Özdemir plant Neugestaltung der Agrarpolitik 28.12.2021
Zwei weitere Geflügelpestfälle in MVP 27.12.2021
Zwischenfazit zur Immunokastration fällt positiv aus 27.12.2021
Tierärztekammern wünschen sich Rückmeldung zur Impf-Unterstützung 22.12.2021
Schweinemobil verbindet Freiland- und Stallhaltung 22.12.2021
Handelsketten reagieren auf schmutzige Rinderwäsche 22.12.2021
Tierseuchenkasse droht mit finanziellen Kürzungen 21.12.2021
EU-Fleischhandel unterstützt verantwortungsvolle Tierhaltung 20.12.2021
Schnellere Impfstoffentwicklung gegen Tierseuchen notwendig 16.12.2021
Schonende Methode der Stressmessung bei Nutztieren entwickelt 15.12.2021
Massives Höfesterben in Frankreich 15.12.2021
Brandenburg verstärkt Jagd auf Schwarzwild 15.12.2021
Neuseeland setzt auf Hochleistungskühe 14.12.2021
TierärztInnen für Corona-Impfungen nach Schulung zugelassen 14.12.2021
Gen-Schere soll Sars-CoV-2 unschädlich machen 14.12.2021
Bundesländer intensivieren ASP-Maßnahmen 13.12.2021
Schweiz noch immer nicht BVD-frei 13.12.2021
E-Learning zur Antibiotikaminimierung für Landwirte und Tierärzte 10.12.2021
Landwirte benötigen Befähigungsnachweis für Tiertransporte 09.12.2021