Nachrichten

Hessen ermöglicht freiwillige Teilnahme am ASP-Statusverfahren

01.07.2020

Für Schweine haltende Betriebe in Hessen besteht ab sofort die Möglichkeit zur freiwilligen Teilnahme am "ASP-Statusverfahren". Der Status ist Voraussetzung dafür, dass bei einem Ausbruch der ASP bei Wildschweinen, Hausschweine unter erleichterten Bedingungen aus diesen Betrieben verbracht werden können, wenn die Betriebe in einer ASP-Restriktionszone zu liegen kommen. Interessierte Betriebe können sich mit dem ausgefüllten Anmeldeformular für die Teilnahme am Verfahren bei dem für sie zuständigen Veterinäramt anmelden.
Anmeldeformular
Vetion Fokusthema: Afrikanische Schweinepest (ASP)

Ausgleichsfonds Wolf wird bis Ende 2021 fortgesetzt

30.06.2020

Baden-Württemberg hat die Fortführung des Ausgleichsfonds Wolf bis Ende 2021 beschlossen. „Der Ausgleichsfonds Wolf garantiert den betroffenen Nutztierhaltenden einen zeitnahen und unbürokratischen finanziellen Ausgleich. Das ist mir wichtig. Und deshalb freut es mich, dass wir den Tierhalterinnen und Tierhaltern im Land mit unserer jetzigen Vereinbarung verbesserte Leistungen anbieten können“, erklärt der Umweltminister des Landes, Franz Untersteller, der damit auf mehr Akzeptanz für den Wolf hofft. Neben Ausgleichszahlungen für Weidetiere, die durch Wölfe gerissen wurden, erhalten die Nutztierhaltenden in Baden-Württemberg zudem eine finanzielle Unterstützung für den mit einem Riss verbundenen Arbeitsaufwand, wie für die Suche, das Einfangen oder die Bergung von versprengten Weidetieren oder Gebrauchshunden, sowie Erstattungen der Kosten für deren tierärztliche Behandlung.
Baden-Württemberg

Impfungen gewinnen immer mehr an Bedeutung

30.06.2020

Nicht nur in der Humanmedizin, auch in der Veterinärmedizin ist die Impfung ein Schlüsselinstrument, sowohl als Vorsorge beim Einzeltier als auch zum Schutz von Tiergruppen gegen Infektionskrankheiten. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat gezeigt, welche Ausmaße die Übertragung eines Erregers von Tieren auf Menschen annehmen können. Fieberhaft wird aktuell weltweit nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 geforscht. Durch Impfungen können inzwischen mehr als 100 Tierkrankheiten bei beinahe allen Tierarten verhindert werden. Einige Infektionskrankheiten konnten dadurch ausgerottet, andere kontrolliert oder auf sehr begrenzte Regionen beschränkt werden, wie der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) mitteilt. Faktoren wie der Klimawandel, die stetig wachsende Reiselust sowie der internationale Handel sorgen für eine schnelle Ausbreitung von krankmachenden Erregern. Fast zwei Drittel aller bekannten humanpathogenen Erreger stammen ursprünglich vom Tier, sind also Zoonoseerreger. Daher sind vorsorgliche Maßnahmenpläne, die eine schnelle Reaktion bei aufkommenden Infektionen ermöglichen, besonders wichtig.
BfT
Vetion Fokusthema: Coronavirus / Sars-CoV-2

17. AMG-Novelle: bpt unzufrieden mit Weiterentwicklung des Monitoringsystems

29.06.2020

Am 1. Juli 2020 soll die 17. AMG-Novelle vom Bundeskabinett beschlossen werden. Während einige Änderungen „mehr Klarheit und Rechtssicherheit“ brächten, zeigt sich Dr. Siegfried Moder, Präsident des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt), unzufrieden mit der Weiterentwicklung des Monitorungsystems. Denn hier sollen bestimmte Kombinationspräparate laut Plänen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit dem Faktor 2 belegt werden. Für die Reduzierung des Einsatzes von kritischen Antibiotika empfiehlt der bpt, vor allem die Kombination aus Lincomycin und Spectinomycin zu fördern. Gerade in der Geflügelpraxis könnte z. B. durch den Einsatz dieses zugelassenen Kombinationsantibiotikums die politisch immer wieder geforderte Reduktion von Colistin erfolgen. Nun ist jedoch zu erwarten, dass diese Kombinationspräparate weniger zum Einsatz kommen werden, weil die Betriebe damit schnell und stark im Therapieindex ansteigen würden. „Darauf hatten wir bereits in unseren Stellungnahmen immer wieder eindringlich hingewiesen. Wir appellieren deshalb nochmals an den Gesetzgeber, alle Kombinationswirkstoffe mit dem Faktor 1 zu bewerten, um damit zu verhindern, dass andere für die Resistenzsituation kritischere Wirkstoffe eingesetzt werden müssen“, fordert Moder mit Blick auf die Entscheidung im Kabinett, vor allem aber auch mit Blick auf die noch folgenden Beratungen in Bundestag und Bundesrat. Der bpt-Präsident befürchtet zudem, dass die Corona-bedingten Schlachthofschließungen, die damit einhergehenden Überbelegungen von Ställen und die gesundheitlichen Probleme bei den Tieren zu einem ansteigenden Einsatz von Antibiotika führen werden. Das vor sieben Jahren gesetzlich verankerte AMG-Antibiotikamonitoring hat in Verbindung mit dem seit dem Jahr 2011 über QS privatwirtschaftlich organisierten Antibiotikamonitoring dazu beigetragen, dass Antibiotika bei Tieren in Deutschland noch zielgerichteter eingesetzt werden. Beleg dafür ist nicht nur eine rund 60-prozentige Reduktion der Antibiotikamengen in Deutschland, sondern vor allem die Verbesserung der Resistenzsituation bei ausgesuchten Bakterien, heißt es in einer Pressemitteilung des bpt.
bpt
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Bayern setzt sich für Ausweitung der Weideschlachtung ein 03.06.2020
Niedersachsen: Volksbegehren zum Schutz der Artenvielfalt 02.06.2020
Sozial-ökologische Transformation der Agrarpolitik gefordert 28.05.2020
Im Streit um die Kastenstandhaltung scheint Einigung in Sicht 28.05.2020
BSE-Fall in Irland 27.05.2020
BMEL fördert energetische Nutzung von Wirtschaftsdüngern 26.05.2020
Österreichische Tierärztekammer gegen Telemedizin 26.05.2020
Kuhbad gegen Milchfieber 25.05.2020
Praxismaßnahmen zur Vermeidung von Rinderherpes 25.05.2020
Tiergesundheitsverbände unterstützen angedachtes Lebensmittelsystem 20.05.2020
Dringend besserer Schutz von Wildbienen notwendig 20.05.2020
Strategien für biologische Vielfalt verabschiedet 20.05.2020
BVL warnt vor Anwendung Octenidin-haltiger Antiseptika 20.05.2020
Positionspapier für nachhaltigere Milchproduktion 19.05.2020