Nachrichten

Für mehr Tierwohl: Änderung des Baugesetzbuches in Planung

11.11.2019

Zur Verbesserung des Tierwohls planen Bundeslandwirtschaftsministerin Dr. Julia Klöckner und der Bundesminister des Inneren, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, eine Änderung des Bau- und Planungsrechtes. Klöckner und Seehofer einigten sich auf einen Gesetzesentwurf, der vorsieht, dass bei Um- bzw. Neubauten von Ställen kein Bebauungs- bzw. Vorhaben- und Erschließungsplan mehr vorgelegt werden muss, sofern der Tierbestand nicht erweitert wird. Julia Klöckner erklärt: „Mehr Tierwohl darf nicht an bürokratischen Hürden scheitern. Verbesserungen müssen wir erleichtern. Deshalb werden wir bestehende Vorschriften im Baugesetzbuch ändern. Wir müssen die Zielkonflikte zwischen Bau-, Umweltgesetzen und mehr Tierwohl lösen und den Bauernfamilien Planungssicherheit geben. Stallumbauten, die für mehr Platz und bessere Bedingungen sorgen, sollen für die Landwirte zukünftig ohne großen Aufwand umsetzbar sein. Wir wissen, dass sie dazu bereit sind. Wer investiert und Geld in die Hand nimmt, den wollen wir zudem unterstützen. Dazu gehört auch, dass wir die Umbauten finanziell fördern – die Kosten für mehr Tierwohl kann nicht allein eine Bauernfamilie stemmen. Bessere Bedingungen für die Nutztiere müssen uns als Gesamtgesellschaft etwas wert sein. Da dürfen wir die Landwirte nicht alleine lassen." Ergänzend erklärte Horst Seehofer: „Ein Teil der bestehenden Tierhaltungsanlagen im Außenbereich kann aufgrund der geltenden Rechtslage nicht ohne einen zeitaufwendigen Bebauungsplan oder einen Vorhaben- und Erschließungsplan modernisiert werden. Dies führt dazu, dass Verbesserungen dieser Anlagen, die dem Tierwohl dienen, unterbleiben, obwohl die Betreiber sie gern vornehmen würden. Daher wird das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat zeitnah einen Gesetzentwurf zur Änderung des Baugesetzbuches vorlegen, um Änderungen bestehender Tierhaltungsanlagen im Außenbereich, die dem Tierwohl dienen, zu privilegieren, wenn die Änderungen nicht zu einer Vergrößerung des Tierbestandes führen. Dies entspricht einem Auftrag aus dem Koalitionsvertrag."
BMEL

Überangebot von Kälbern führt zu Preiseinbruch

11.11.2019

Ein Überangebot von Kälbern in Deutschland ließ im Oktober den Preis für ein Kuhkalb auf durchschnittlich gerade mal 8,49 Euro einbrechen, wie die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) berichtet. Vor fünf Monaten konnten Landwirte pro Tier noch mehr als 25 Euro erzielen. Wie die NOZ jedoch unter Berufung auf Abrechnungen berichtet, haben einzelne Landwirte aber noch deutlich weniger für ihre Tiere erhalten – zum Teil nur einen Euro pro Tier. Friedrich Ostendorff, agrarpolitischer Sprecher der Grünen, erklärte: „In der industriellen Milchproduktion verkommen die nicht benötigten Kälber zu wertlosen Nebenprodukten.“ Denn speziell männliche Kälber würden auf Milchviehbetrieben nicht benötigt und häufig an spezialisierte, meist im Ausland ansässige Betriebe verkauft, die die Tiere bis zur Schlachtreife mästen. Die weiblichen Tiere werden überwiegend in der Milchproduktion eingesetzt, überzählige oder unfruchtbare Kuhkälber werden verkauft. Die Zahlen der Bundesregierung belegen, dass der Export zurückgegangen ist, da einzelne Veterinärämter keine Genehmigungen mehr für Kälbertransporte in andere EU-Länder erteilten. „Das führt direkt und unmittelbar zu einem starken regionalen Angebotsüberhang und zu diesem Preisverfall“, kritisierte Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Bauernverbandes, das Verhalten der Behörden. Hinzu kommen laut Regierung in manchen Regionen Deutschlands Vermarktungsprobleme infolge von Ausbrüchen der Blauzungenkrankheit.
Presseportal

Weiterer Fall der Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz

11.11.2019

In Rheinland-Pfalz ist erneut die Blauzungenkrankheit festgestellt worden. Drei Rinder im Kreis Südwestpfalz wurden am vergangenen Freitag (8.11.2019) positiv auf die Viruserkrankung getestet, wie das Umweltministerium und das Landesuntersuchungsamt laut Proplanta mitteilt. Nachdem bereits Anfang des laufenden Jahres die Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz ausgebrochen war, wurde das gesamte Bundesland zum Sperrbezirk erklärt, ein Zustand, der mindestens zwei Jahre andauert. Der Handel mit Rindern aus diesem Bezirk ist daher stark eingeschränkt, denn nur geimpfte Tiere dürfen in externe Regionen verbracht werden. Aus diesem Grund zahlt die Landesregierung seit Anfang November einen Zuschuss in Höhe von bis zu 1,50 Euro pro Impfung. „Die Impfung ist aktiver Tierschutz: Sie dient der Tierseuchenprophylaxe und erleichtert auch den Handel mit empfänglichen Tieren“, erklärt Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) laut einer Mitteilung in Mainz. In unserem Fokusthema Blauzungenkrankheit erhalten Sie weitere wichtige Informationen über Verbreitung, Infektionswege und Bekämpfung der Krankheit.
Proplanta
Vetion Fokusthema: Blauzungenkrankheit / Blue Tongue Disease

Früherkennung essentiell bei Bekämpfung der ASP

07.11.2019

Überwachung, Kommunikation und Zusammenarbeit sind die Schlüssel zur Verhinderung der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP), wie aus einer aktuellen Risikobewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervorgeht. Dabei hatte man sich bei der Bewertung auf eine mögliche Ausbreitung des Virus in Südosteuropa fokussiert und die neun aktuell ASP-freien Länder Albanien, Bosnien-Herzegowina, Griechenland, Kosovo, Kroatien, Montenegro, Nord-Mazedonien, Serbien und Slowenien bewertet. Dabei wird das Risiko, dass das Virus in eines dieser Länder innerhalb des nächsten Jahre gelangt, mit bis zu 100 Prozent bewertet. Dagegen ist das Risiko, dass sich das Virus weiter nach Westen ausbreitet, mit bis zu 15 Prozent eher gering. Kontrollmechanismen sollten dabei besonders darauf basieren, dass die Früherkennung eines möglichen Ausbruchs besonders wichtig ist. Deshalb sollten verstärkt Überwachungsmaßnahmen, sowohl bei Wildschweinen als auch bei Hausschweinen, durchgeführt werden. Auch sollten die Wildschweinepopulationen mittels Jagd möglichst reduziert werden. Zudem sollten u.a. Jäger, Reisende und auch Landwirte für das Risiko der Ausbreitung des Virus über den Personenverkehr sensibilisiert werden. Außerdem sollten die Veterinärbehörden verschiedene Übungen durchführen, mit dem Ziel, die Möglichkeit der Früherkennung sowie die Effizienz der Kontrollen zu verbessern.
EFSA
Vetion Fokusthema: Schweinepest
Neuer Schnelltest ermöglicht Milchkontrolle vor Ort 05.11.2019
Sperrbezirke wegen Blauzungenkrankheit verursachen Probleme 04.11.2019
Klöckner fordert Verbesserung der Lebensmittelüberwachung 28.10.2019
Mangel an selbstständigen Tierärzten in Österreich 28.10.2019
Einigen Tieren bereitet Zeitumstellung Probleme 28.10.2019
ASP breitet sich in Rumänien weiter aus 28.10.2019
Jahreskongress des bpt in München ein voller Erfolg 24.10.2019
Schweizer Bundesrat präzisiert Tierverkehrsdatenbank 24.10.2019
VIER PFOTEN kritisiert Verschleppung von Reformen 24.10.2019
Klöckner zeigt Verständnis für protestierende Bauern 22.10.2019
Landwirte protestieren in 16 Großstädten 22.10.2019
Dr. Siegfried Moder als bpt-Präsident bestätigt 21.10.2019
bpt-Kongress in München 17.10.2019
EuGH: Wolfsabschuss nur unter strengen Auflagen möglich 16.10.2019
Schlechte Stimmung in der Landwirtschaft 15.10.2019
Schlachthofmonitoring in Baden-Württemberg 10.10.2019
Grüne fordern drastische Reduzierung der Tierhaltung 09.10.2019
Bisher virulenteste Listerien-Stämme entdeckt 08.10.2019
Umfrage zu Klauenbädern 07.10.2019
Wolfsprävention an Deichen erleichtert 07.10.2019
Leitfaden zur Transportfähigkeit von Rindern erschienen 04.10.2019
Preis der Tiergesundheit geht an Betrieb in Sachsen 27.09.2019
Aujeszky erstmals in Finnland nachgewiesen 25.09.2019
NRW verbietet Langstreckentransporte auf bestimmten Routen 25.09.2019
Verschärfte Regelungen zu Tiertransporten bei Hitze 25.09.2019
LAVES: Neubau in Hannover in Betrieb genommen 24.09.2019
NRW plant kürzere Transportzeiten bei Hitze 24.09.2019
Blauzungenkrankheit in der Schweiz 23.09.2019
Bundesrat legt Vollnarkose in die Hände von Laien 20.09.2019
Antibiotikaresistenzen in Schwellenländern massiv 20.09.2019
Tierschutzorganisationen fordern Stopp von Tiertransporten 19.09.2019
FBN koordiniert internationales Forschungsprojekt 18.09.2019
Tiedemann für weitere Amtszeit als BTK-Präsident gewählt 17.09.2019
Kastenstandhaltung: Gerichtsurteil seit Jahren ignoriert 16.09.2019
Rindertuberkulose in Österreich bestätigt 16.09.2019
Klimawandel macht Landwirten zu schaffen 13.09.2019
Wiesenhof beantragt Zulassung für Insektenmehl 12.09.2019
Gesundheit und Robustheit im Fokus der Tierzüchter 11.09.2019
Verpflichtende Haltungskennzeichnung gefordert 11.09.2019
Tiertransporte durch Russland tierschutzwidrig 11.09.2019
ASP bei Hausschweinen auf den Philippinen 10.09.2019
Zulassungspflicht für Betäubungsgeräte gefordert 10.09.2019
Niedersachsen untersagt Rindertransporte 09.09.2019
Ratten als Quellen resistenter Keime 09.09.2019
ZDG für verpflichtendes Tierwohlkennzeichen 06.09.2019
Steigende Wolfspopulation in Mecklenburg-Vorpommern 06.09.2019