Nachrichten

Weitere Maßnahmen im Kampf gegen die ASP werden umgesetzt

22.10.2021

Nach dem sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) trotz der getroffenen Maßnahmen sowohl in Brandenburg als auch in Sachsen immer weiter ausbreitet und auch das ASP-Geschehen in Polen nicht zur Ruhe kommt, ist in Bayern nun die nächste Stufe des ASP-Frühwarnsystems gestartet worden. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber erklärte dazu: "Zum Schutz der bayerischen Haus- und Wildschweinbestände starten wir zudem die nächste Stufe unseres ASP-Frühwarnsystems. Je früher wir eine Einschleppung erkennen, desto schneller und gezielter können wir reagieren. Ich danke der bayerischen Jägerschaft für ihre Unterstützung. Wir tun alles, um Bayern bestmöglich zu schützen." Das ASP-Frühwarnsystem umfasst insbesondere eine flächendeckende Untersuchungspflicht aller erlegten sowie verendet aufgefundenen Wildschweine auf ASP in den grenznahen bayerischen Landkreisen zu Sachsen. Schweinehaltende Betriebe sind zudem aufgefordert, die allgemeinen Hygiene- und Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Weiterhin umfasst die landeseigene ASP-Hundestaffel mittlerweile mehr als 40 Kadaversuchhunde und zugehörige Hundeführer, die im Ausbruchsfall neben modernster Drohnentechnik und Wärmebildkameras eine schnelle und effektive Fallwildsuche sicherstellen sollen. Zudem erhalten Jäger für die intensive Bejagung von Wildschweinen eine Aufwandsentschädigung von bis zu 100 Euro pro erlegtem Wildschwein. Bayern investiert außerdem in einen Wildschweinschutzzaun entlang der Bundesautobahnen im Gebiet der Grenze zu Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik sowie Richtung Österreich. Mecklenburg-Vorpommern arbeitet unterdessen am Bau eines zweiten Schutzzauns an der Grenze zu Polen. „Durch den Bau eines zweiten Schutzzaunes parallel zur ersten Trasse bilden wir einen ASP-Schutzkorridor, in dem wir perspektivisch die Wildschweindichte maximal verringern und damit den Eintrag der ASP nach Mecklenburg-Vorpommern und die Ausbreitung der Seuche in Richtung Westen verhindern wollen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Aus Sorge, dass sich die ASP im Landkreis Meißen weiter ausbreitet, hat nun das zuständige Veterinäramt die Tötung der Wildschweine im Wildgehege Moritzburg angeordnet, da der Gehegebetreiber der verhängten Aufstallungspflicht für Schweine nicht nachkommen kann.
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV
topagrar
Vetion Fokusthema: Afrikanische Schweinepest (ASP)

Noch eine Woche bis zum bpt-Kongress 2021 DIGITAL

21.10.2021

Nur noch wenige Tage, und der bpt-Kongress 2021 DIGITAL geht in die nächste Runde. Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Am Donnerstag, den 28. Oktober 2021, wird der Kongress offiziell mit der Auftaktdiskussion „Ergebnis Bundestagswahl - was bedeutet das für Tierärzte?“ eröffnet. Bereits um 13 Uhr können registrierte TierärztInnen an verschiedenen Live-Webinaren teilnehmen. Die Aussteller der bpt-Fachmesse freuen sich auf zahlreiche BesucherInnen, um ihre Neuheiten vorstellen zu können. Neben den vielfältigen Live-Veranstaltungen und on demand- Vorträgen erwartet die KongressteilnehmerInnen zudem wieder die Messe-Ralley, bei der 11 Fragen der teilnehmenden Aussteller beantwortet werden müssen. Die Verlosung findet am 3. November, direkt nach der Berufspolitischen Veranstaltung, um ca. 21.00 Uhr auf der Bühne Berufspolitik statt, bevor zum diesjährigen Kongressabschluss der preisgekrönte Dokumentarfilm GUNDA gezeigt wird. Der Film zeigt das Leben eines Hausschweins, einer Hühnerschar und einer Rinderherde mit meisterhafter Intensität. Kurzentschlossene können sich noch bis zum letzten Veranstaltungstag anmelden.
bpt

Neonicotinoide schädigen auch menschliche Nervenzellen

21.10.2021

Forschende des Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Instituts in Reutlingen (NMI) haben in einer aktuellen Studie belegen können, dass Neonicotinoide menschliche Neurone funktionell beeinflussen. Das in der Landwirtschaft eingesetzte Pflanzenschutzmittel schädigt, ähnlich wie das in der Tabakpflanze enthaltene Nikotin, damit nicht nur Insekten-, sondern auch menschliche Zellen. Bislang gingen WissenschaftlerInnen davon aus, dass die durch das Insektizid hervorgerufene neuronale Störung lediglich Insekten betrifft. Jedoch haben Neonicotinoide ebenfalls nachteilige Effekte auf Säugetierzellen. Die Forschenden konnten nun zeigen, dass ein Abbauprodukt des Neonicotinoids Imidacloprid deutlich stärkere Auswirkungen auf Neurone hat, als sein Ausgangsstoff. Wegen der nachgewiesenen Bienenschädigung hat die EU vor drei Jahren die Verwendung mehrerer Neonicotinoide verboten, jedoch finden sich die schädlichen Insektenvernichtungsmittel immer noch auf importierten Lebensmitteln. Zudem werden weiterhin Notfallgenehmigungen zur Nutzung des Insektizids von der EU gewährt, was nicht zuletzt nach den gerade veröffentlichten Studienergebnissen unverständlich ist.
NMI
Vetion Fokusthema: Bienenschutz-Bienensterben

Haltung von Minischweinen gesetzlich geregelt

20.10.2021

Die ursprünglich als Versuchstiere gezüchteten Minischweine erfreuen sich inzwischen auch als Haustiere großer Beliebtheit. Für die Haltung der Mini- Pigs gelten klare gesetzlichen Regelungen. Dafür stellt das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Merkblätter (auch mit Bezug zum neuen AHL- Recht) zur Verfügung, in denen die Vorgaben der Tiere zu Zucht- und ggf. zu Mastzwecken aufgeführt werden. KleintierprakterInnen können das Merkblatt 3 beispielsweise zur Information der HalterInnen von Minischweinen, die häufig in der Kleintierpraxis vorgestellt werden, verwenden. Die Merkblätter beinhalten Informationen zu den Kennzeichnungs- und Aufzeichnungspflichten, den Anforderungen an die Fütterung und die Haltung sowie zum Umgang mit toten Tieren und zur Vorbeugung vor bzw. der Bekämpfung von Tierseuchen. Tierseuchenrechtliche Vorschriften sind auch Inhalt des Grundkurses für Tierärzte zur Erlangung des besonderen Fachwissens gemäß § 7 (2) SchHaltHygV, den Myvetlearn.de als E- Learningkurs anbietet. Die Tierärztin/der Tierarzt darf die Betreuung von Schweinebeständen nach §7 (1) der Verordnung nur durchführen, wenn er spezielles Fachwissen im Bereich einschlägiger tierseuchenrechtlicher Vorschriften, seuchenprophylaktischer und betriebshygienischer Maßnahmen und der Epidemiologie nachweisen kann. Dieser Nachweis ist alle drei Jahre zu erneuern. Der Grundkurs vermittelt diese Kenntnisse und ist von allen Landestierärztekammern als Grundkurs zur Erlangung des besonderen Fachwissens anerkannt worden.
Umweltministerium Hessen
Grundkurs für Tierärzte zur Erlangung des besonderen Fachwissens
Geflügelpest in Nordfriesland 19.10.2021
Verringerung von Methan-Emissionen in der Nutztierhaltung 18.10.2021
UK plant Einreise für ausländische Schlachter zu erleichtern 18.10.2021
Aldi fordert Neuausrichtung der Agrarpolitik 18.10.2021
Ausstiegsprämie für Schweinehalter gefordert 18.10.2021
Atypischer Fall von BSE in Bayern 15.10.2021
ASP jetzt auch im Landkreis Meißen 15.10.2021
BASF belohnt LandwirtInnen für Artenvielfalt 15.10.2021
Crowdbutching für die Ganztiernutzung 15.10.2021
FLI feiert 111. Jubiläum 14.10.2021
Dänemarks Nutztierhaltung im Strukturwandel 14.10.2021
GFS-Bericht zur Farm-to-Fork-Strategie um Monate verzögert 14.10.2021
BHV 1 in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen 14.10.2021
Insektenmehl-Produktionsanlage entsteht in Rostock 13.10.2021
Verheerende Situation für Schweinehalter in UK 13.10.2021
BVL veröffentlich Antibiotikaabgabemenge 2020 12.10.2021
Landwirtschaft in Sondierungsgespräche aufnehmen 12.10.2021
Initiative wirbt für nachhaltige Nutztierhaltung 12.10.2021
Hohenheimer Zukunftsgespräche zum Thema Fleischkonsum 11.10.2021
QS-System - Qualitätssicherung seit 20 Jahren 11.10.2021
Keulung von tausenden gesunden Schweinen wegen Personalmangel in UK 08.10.2021
Masterstudiengang Tiergesundheit in Bayern beginnt 08.10.2021
Milchviehwirtschaft wegen Skandal um Bullenkälber im Visier 07.10.2021
Wiedersehen in Leipzig - LTK findet wie gewohnt statt 07.10.2021
Nulltoleranz für Rückstände von Neonikotinoiden 06.10.2021
Neues Forschungszentrum zur One Health Forschung in Greifswald 06.10.2021
Forscher entwickeln vielversprechenden ASP-Impfstoff 06.10.2021
Planungssicherheit für Landwirte gefordert 06.10.2021
ÖTK weist auf Bedeutung von One-Health hin 05.10.2021
Thüringen fördert Schweinehalter beim tierwohlgerechten Umbau 05.10.2021
Klöckner: Länder sollen sich beim Umbau der Nutztierhaltung festlegen 05.10.2021
Agrarminister beraten über ASP und GAP-Reform 01.10.2021
Wolfsschutz: Antragsfrist In Mecklenburg-Vorpommern verlängert 30.09.2021
Geschichte der Antibiotika als spannender Podcast 29.09.2021
Politisches Versagen bei vielen Tierschutzvorhaben 28.09.2021
Berliner Senat erweitert seine Verfassungsklage 28.09.2021
Heute ist Welt-Tollwut-Tag 28.09.2021
Mehr Schweineschlachtungen in der EU trotz niedriger Preise 28.09.2021
Niedersachsen erleichtert mobile Schlachtung 27.09.2021
DBV fordert zügige Regierungsbildung 27.09.2021
Förderprogramm zum Schutz gefährdeter Nutztierrassen erfolgreich 27.09.2021
Deutschland stellt Konzept zur Bekämpfung der ASP vor 24.09.2021
Neuartiger Fleischersatz aus fermentiertem Okara 24.09.2021
bpt veröffentlich Antworten der Parteien zu Fragen des Tierarztberufes 23.09.2021
ASP-Ausbrüche in mehreren polnischen Schweinehaltungen 23.09.2021
Fettige Muskelerkrankungen bei Schweinen in Österreich 22.09.2021