Nachrichten

Coronabedingtes Aus für Internationale Grüne Woche 2022

26.11.2021

Auch im kommenden Jahr wird die Internationale Grüne Woche (IGW) in Berlin nicht stattfinden. Die Organisatoren haben die Veranstaltung, die vom 21. bis 30. Januar 2022 stattfinden sollte, am heutigen Freitag (26.12.2021) coronabedingt abgesagt. „Die Internationale Grüne Woche lebt von den Begegnungen, vom Ausprobieren, Entdecken und Schmecken. Unter den gegebenen Voraussetzungen wie Masken und Abständen lassen sich die Erwartungen unserer Besucherinnen und Besucher an die Grüne Woche nicht erfüllen“, sagt Lars Jaeger, Projektleiter der Internationalen Grünen Woche bei der Messe Berlin. Ursprünglich war die Agrar- und Ernährungsmesse als 2G-Veranstaltung geplant. Die nächste Internationale Grüne Woche auf dem Berliner Messegelände soll nun vom 20. bis 29. Januar 2023 stattfinden.
IGW
Vetion Fokusthema: Coronavirus / Sars-CoV-2

Orale Tollwut-Immunisierung von Hunden erfolgreich

26.11.2021

Schon seit einigen Jahren unterstützt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) Namibia bei der Tollwutbekämpfung. Aktuell arbeitet das Institut vor Ort an dem erstem Feldversuch zur oralen Tollwutimpfung (oral rabies vaccination - ORV) von Hunden. ORV ist eine Methode, die in Europa und Nordamerika erfolgreich zur Bekämpfung der Wildtiertollwut eingesetzt wird und deren Einsatz bei Hunden derzeit sowohl von der WHO als auch von der OIE favorisiert wird. Denn vor allem unter den Hunden breitet sich die zoonotische Viruserkrankung in zahlreichen afrikanischen Ländern schnell aus und stellt dadurch eine erhebliche Bedrohung für die Bevölkerung dar. „Wir sind hier an der vordersten Front der Feldforschung, um dieses neuartige Impfkonzept in Afrika und anderswo zur Anwendung zu bringen. Wir sind zuversichtlich, dass diese Methode einen wichtigen Beitrag zu dem globalen Ziel, die durch Hunde vermittelte menschliche Tollwut bis 2030 zu eliminieren, leisten kann“, sagte der Laborleiter des OIE und Nationalen Referenzlabors für Tollwut des FLI, Dr. Thomas Müller. Für die erfolgreiche Pilotphase in der Oshana- Region wurden die Massenimpfungen von Hunden mit mehr als 1.000 verwendeten Impfköder durchgeführt. Nach ersten Auswertungen der Daten konnten die Forschenden eine sehr hohe Akzeptanz der Köder bei Hunden von mehr als 90 Prozent feststellen. „Das Ergebnis dieses Feldversuchs ist überwältigend. Ich war überrascht, wie einfach es ist, Hunde zu impfen, die mit einer Spritze kaum geimpft werden können. Auch die Akzeptanz dieser Methode durch die Bevölkerung war sehr gut“, so Dr. Nehemia Hedimbi, staatlicher Veterinär und Koordinator des namibischen Tollwutbekämpfungsprogramms. Aufgrund dieser positiven Ergebnisse plant das staatliche Veterinärwesen in Namibia, die orale Immunisierung als komplementäre Maßnahme in das nationale Tollwutbekämpfungsprogramm zu integrieren.
FLI
Vetion Fokusthema: Tollwut

BMEL und BMU werden künftig grün regiert

26.11.2021

Nach mehrwöchigen Verhandlungen haben die Koalitionsparteien SPD, Grüne und FDP am vergangenen Mittwoch (24.11.2021) einen 177 Seiten langen Koalitionsvertrag präsentiert. Die drei Parteien einigten sich darin auf die Einführung einer verpflichtenden Haltungs- und Herkunftskennzeichnung, die auch Transport und Schlachtung umfasst, was vom Deutschen Bauernverband (DBV) sehr begrüßt wird. So soll auch der Umbau der Tierhaltung vorangetrieben werden, doch fehlen noch konkrete Festlegungen, wie dieser finanziert werden kann, lautet die Kritik von Seiten des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM). „Bisher in der Branche und auf Politikebene diskutierte Modelle wie z.B. die Erhebung eine Verbraucherabgabe sind viel zu kurz gesprungen. Was wir brauchen, sind marktwirtschaftliche Ansätze, die mittel- und langfristig dazu in der Lage sind, das Erzeugerpreisniveau deutlich anzuheben“, so der BDM-Vorsitzende Stefan Mann. Auch die Umweltverbände begrüßen mehrheitlich die veröffentlichten Pläne der Koalitionsparteien. Während der NABU große Teile der Landwirtschaftspläne positiv bewertet, mahnt der BUND jedoch an, die Ergebnisse der Zukunftskommission Landwirtschaft auch wirklich in der Agrarpolitik umzusetzen. Neben einer Investitionsförderung nur noch für obere Haltungsstufen, dem Verbot der Anbindehaltung bis spätestens 2032 und einer weiteren Reduzierung von Antibiotika bei landwirtschaftlich genutzten Tieren haben sich die Ampel-Parteien zudem auf eine Beschränkung des Pflanzenschutzes und dem Verbot des umstrittenen Pestizids Glyphosat bis Ende 2023 geeinigt. Inzwischen ist bekannt geworden, dass der frühere Grünenchef Cem Özdemir das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) übernehmen soll. Auch das Bundesumweltministerium (BMU) wird zukünftig in der Hand der Grünen liegen. Kritik erntete der Koalitionsvertrag von den scheidenden Regierungsparteien CDU und CSU. Wie den Äußerungen des agrarpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, zu entnehmen ist, bekenne sich die Ampel nicht zu den Borchert-Empfehlungen zum Umbau der Nutztierhaltung.
Topagrar
Agrarheute
Topagrar
Vetion Fokusthema: Bundestagswahl 2021

Frischling in Mecklenburg-Vorpommern mit ASP infiziert

26.11.2021

Die Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist bei einem tot aufgefundenen Frischling in Mecklenburg-Vorpommern nachgewiesen worden. Das Tier wurde im Rahmen einer Drückjagd in den Ruhner Bergen nahe Marnitz entdeckt. Jedoch ist momentan noch nicht klar, woher der infizierte Frischling stammt und welchen ASP-Virustyp er in sich trägt. Da die Viruslast bei dem Tier hoch, es aber körperlich unversehrt war, hoffen die Behörden, dass es sich hier um einen frischen Seucheneintrag handeln könnte. Als nächsten Schritt müssen die insgesamt 17 bei der Drückjagd erlegten Wildschweine auf das ASP-Virus untersucht werden. Das zuständige Veterinäramt wird gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium nun alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern und einen Überblick über das tatsächliche Infektionsgeschehen zu bekommen. „Dabei geht es insbesondere um die Frage, ob es bei dem festgestellten Einzelfall bleibt oder ob wir es mit einem Geschehen größeren Ausmaßes zu tun haben“, so Minister Backhaus. Währenddessen läuft die Suche nach weiteren Wildschweinen, auch mit Unterstützung von Drohnen und ASP-Suchhunden, weiter. Erst in der vergangenen Woche ist die ASP in einem Schweinemastbetrieb nachgewiesen worden. Auch in Niedersachsen ist man in großer Sorge anlässlich der nahenden ASP und macht erneut auf die Notwendigkeit der strengen Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen aufmerksam. „Die Lage ist noch einmal ernster geworden. Dass es nun einen weiteren Fundort nur rund 50 Kilometer von der Landesgrenze entfernt gibt, zeigt, wie aktiv das Infektionsgeschehen ist. Die Biosicherheit ist von unseren Schweinehaltern unbedingt einzuhalten!“, mahnt die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV
Ministerium Niedersachsen
Vetion Fokusthema: Afrikanische Schweinepest (ASP)
Tierärzte bieten Unterstützung bei Corona-Impfungen an 25.11.2021
Praxisleitfaden Wolf einstimmig genehmigt 25.11.2021
Projektvorhaben zur Sicherung einer nachhaltigen Tierernährung gesucht 25.11.2021
Hessen unterstützt hofnahe Schlachtungen 24.11.2021
Hohe Corona-Infektionsrate bei amerikanischen Hirschen 24.11.2021
LTK Hessen ändert Notdienstbestimmungen 23.11.2021
ASP-Schwarzwildsuche in MVP bislang ohne positive Fälle 23.11.2021
Immunokastration gute Alternative zur chirurgischen Kastration 22.11.2021
Entschädigungszahlung für Wild aus ASP-Restriktionszone 22.11.2021
Zulassung für Nutztierfutter aus Insektenmehl erteilt 19.11.2021
Einsatz von Desinfektionsmitteln fördert Resistenzen 18.11.2021
Neue antibakterielle Moleküle machen Hoffnung 18.11.2021
Landwirtschaft weltweit Hauptgrund für Entwaldung 17.11.2021
BUND fordert faire Rahmenbedingungen für Landwirtschaft 17.11.2021
Speziallampen für höheren Vitamin D-Gehalt in der Milch 16.11.2021
TV-Tipp: Kampf ums Ackerland 15.11.2021
Schweiz will bei Aufhebung des Tiermehlverbots nachziehen 15.11.2021
Massentierhaltung fördert Pandemien 11.11.2021
Eutererkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln 11.11.2021
Ortsüblichen Landlärm als Kulturgut schützen 10.11.2021
Erneut Geflügelpest Ausbruch in MVP 09.11.2021
Nachhaltigeres Wolfsmanagement und Bejagung gefordert 09.11.2021
Sachsen weitet ASP-Frühwarnsystem aus 08.11.2021
Die globale Milchwirtschaft und die Macht der Molkereien - eine Dokumentation 05.11.2021
Bayerische Lebensmittelbehörde bekommt 4. Standort 05.11.2021
Dänische Landwirte investieren trotz Coronakrise 04.11.2021
Einheitliche Regeln beim Tierschutz gefordert 04.11.2021
bpt-Kongress endet mit Diskussion zur Notdienstkrise 03.11.2021
Änderungen des Arzneimittelgesetzes in Kraft getreten 02.11.2021
Schweinekrise bedroht konventionelle und Bio-Betriebe 02.11.2021
QS-Salmonellenmonitoring äußerst erfolgreich 01.11.2021
Neues Kompetenzzentrum Schaf an der JLU Gießen 01.11.2021
Rinderschlachtbetriebe ab 2022 verpflichtet zur Meldung von Schlachtbefunddaten 29.10.2021
Deutsche wollen mehr Informationen über Nutztierhaltung 29.10.2021
Verbände fordern bessere Kooperation zwischen Behörden bei ASP 29.10.2021
UK reagiert auf Nottötungen von tausenden Schweinen 28.10.2021
Zügige Umsetzung der Borchert-Empfehlungen gefordert 27.10.2021
Pandemieprävention setzt Verbesserungen beim Tierschutz voraus 27.10.2021
LMU gründet Isoflurannarkose-Kompetenzzentrum 27.10.2021
Backhaus würdigt gute Zusammenarbeit mit Bauernverband 26.10.2021
500 Millionen US-Dollar zum Schutz vor der ASP 25.10.2021
Weitere Maßnahmen im Kampf gegen die ASP werden umgesetzt 22.10.2021
Noch eine Woche bis zum bpt-Kongress 2021 DIGITAL 21.10.2021
Neonicotinoide schädigen auch menschliche Nervenzellen 21.10.2021
Haltung von Minischweinen gesetzlich geregelt 20.10.2021
Geflügelpest in Nordfriesland 19.10.2021