Nachrichten: Ratten-Lungenwurm kann auch Menschen infizieren

26.08.2022

Der Ratten-Lungenwurm (Angiostrongylus cantonensis) wird von 32 Tierarten übertragen. 13 dieser Tierarten konnten durch eine Auswertung von knapp 140 Studien, die zwischen 1962 und 2022 veröffentlicht wurden, mit einer Infektion beim Menschen in Zusammenhang gebracht werden. Zu den 32 Arten gehören u.a. Süßwassergarnelen/Garnelen, Flusskrebse, Krabben, Plattwürmer, Fische, Seeschlangen, Frösche, Kröten, Eidechsen, Tausendfüßler, Rinder, Schweine und Schnecken. Die als Überträger auf den Menschen identifizierten 13 Arten sind Süßwassergarnelen/Garnelen, Krabben, Plattwürmer, Fische, Frösche, Kröten, Eidechsen und Tausendfüßer. Der Ratten-Lungenwurm verfügt über einen komplexen Entwicklungs- und Lebenszyklus, bei dem Nacktschnecken und Schnecken als Zwischenwirt und Ratten als endgültige Wirte fungieren. In ihnen reifen die Würmer heran und vermehren sich. Die Ratten infizieren sich über den Verzehr infizierter (Nackt)Schnecken. Eine Infektion des Menschen mit dem Ratten-Lungenwurm über kontaminierte Nahrung oder den Verzehr eines infizierten Zwischenwirtes geht mit einer Schädigung des Gehirns einher, da sich der Parasit dort niederlässt und dann abstirbt. Die damit im Zusammenhang stehende Entzündung (eosinophile Meningoenzephalitis) verursacht schwere klinische Symptome. Aktuell kommt die Krankheit vorwiegend in den Tropen und Subtropen vor, jedoch dürfte der voranschreitende Klimawandel für eine Ausbreitung sorgen. Neben dem Menschen können auch Pferde und Hunde durch eine Infektion als Fehlwirte schwer erkranken.
pte
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