Nachrichten: BbT weist auf dramatische Personalsituation hin

03.08.2022

Dem Bundesverband beamteter Tierärzte (BbT) bereitet die aktuelle Personalsituation akute Sorgen. Der durch den Strukturwandel in den Landkreisen verursachte Weggang von zahlreichen NutztierpraktikerInnen hat auch einen starken Einfluss auf die Arbeit der AmtstierärztInnen. Denn auch in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung mangelt es an Fachpersonal. Als Folge des Personalmangels müssen die beamteten Tierärzte immer längere Anfahrtszeiten in Kauf nehmen, die nicht vergütet werden. Auch Nachwuchs-TierärztInnen schreckt ab, dass die Vergütung häufig weit unter dem Niveau des Mindestlohnes liege. „Gerade in Zeiten, in denen Tierwohl und regionale Wertschöpfung durch die Gesellschaft gefordert, politisch gestärkt und unterstützt werden sollen, müssen die passenden Rahmenbedingungen für den Erhalt der amtlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung in der Fläche geschaffen werden“, erklärt BbT-Präsident Dr. Holger Vogel. Neben dem Tierwohl in Schlachtbetrieben sorgt die dramatische Personalsituation auch für die Gefährdung der regionalen Lebensmittelproduktion. Der BbT fordert daher Änderungen des Tarifvertrags-Fleischuntersuchung 2, um Anreize für TierärztInnen zu schaffen, eine amtliche Tätigkeit der Schlachttier- und Fleischuntersuchung zu übernehmen. Aus Sicht des Verbandes sind Anpassungen dringend erforderlich, um auch in Zukunft ein hohes Niveau an gesundheitlichem Verbraucherschutz und Tierschutz in einer regionalen und kleinteiligen Lebensmittelproduktion in Deutschland zu gewährleisten.
BbT
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