Nachrichten: Lebensmittel nicht in der Natur entsorgen

24.06.2022

Mit dem nahenden Beginn der Sommerferien beginnt auch die Urlaubszeit in Deutschland. Außerdem laden die sommerlichen Temperaturen zu Ausflügen in das Umland und zum Picknick in der freien Natur ein. Der Landesbauernverband Niedersachsen appelliert daher erneut an die BürgerInnen, beim Umgang mit Lebensmitteln in der Natur besonders vorsichtig zu sein und diese nicht achtlos zu entsorgen. Auch wenn das Land noch von Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verschont geblieben ist, bergen Lebensmittel, die Fleisch von betroffenen Schweinen aus von ASP betroffenen Ländern enthalten, eine große Gefahr, dass die Schweinepest ins Land eingeschleppt wird. Besonders nicht ausreichend erhitzte Fleischwaren wie Rohwurst und Schinken stellen hierbei ein erhebliches Gefahrenpotential dar. „Wir können wirklich froh sein, dass es noch keinen Ausbruch gegeben hat“, sagt Landvolk- Vizepräsident Jörn Ehlers. „Umso mehr sollten nun alle darauf achten, keine Lebensmittel unachtsam zu entsorgen.“ Der im Mai nachgewiesene ASP-Ausbruch in Baden-Württemberg ist mit großer Wahrscheinlichkeit auf menschliches Handeln zurückzuführen. Weder wurden infizierte Wildschweine gefunden, noch waren andere Schweinebestände betroffen, wie das Landwirtschaftsministerium in Baden-Württemberg mitteilte. Auch wenn die Ursache für den ASP- Eintrag noch immer nicht geklärt ist, vermutet auch das Friedrich- Loeffler-Institut (FLI), dass das Virus durch kontaminierte Produkte eingeschleppt worden ist, die an die Schweine verfüttert wurden. Das Landvolk appelliert daher eindringlich an Erntehelfer, die aus Ländern kommen, in denen die ASP bereits in der Haus- und Wildschweinepopulation verbreitet ist, aber auch an alle Reisenden, keine fleischhaltigen Lebensmittel mit nach Deutschland zu bringen.
Landvolk Niedersachsen
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