Nachrichten: Schweiz verabschiedet Anpassung der TAMV

03.06.2022

Der Schweizer Bundesrat hat am 3. Juni 2022 die Anpassung der Tierarzneimittelverordnung (TAMV) verabschiedet. Diese zielt aufgrund der weltweit zunehmenden Antibiotikaresistenzen darauf ab, den sachgemäßen Einsatz von Antibiotika in der Veterinärmedizin zu verbessern und dem Einsatz von ungeeigneten Antibiotika sowie dem übermäßigen Verbrauch von Antibiotika wirksam zu begegnen. Das Informationssystem Antibiotika in der Veterinärmedizin (IS ABV) ist seit 2019 in Betrieb. Tierärztinnen und Tierärzte erfassen darin alle Antibiotika, die sie verschreiben. Die Auswer­tung dieser Daten ermöglicht es, den Antibiotikaverbrauch in Tierhaltungen und in Tierarzt­praxen zu vergleichen. Mit der Anpassung der Tierarzneimittelverordnung werden nun die rechtlichen Grundlagen geschaffen, damit nötigenfalls wirksame und verhältnismäßige Maßnahmen zur Senkung des Antibiotikaverbrauchs bei Tieren ergriffen werden können. Die Maßnahmen richten sich sowohl an die Tierärzteschaft als auch an die Tierhaltenden. Sie fokussieren auf die Information über die Höhe des jeweiligen Antibiotikaverbrauchs im Vergleich zum Durchschnitt, die genaue Ursachenklärung eines erhöhten Verbrauchs, die gezielte Weiterbildung sowie die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen der Tierärzteschaft und den Tierhaltenden. Dennoch müssen kranke Tiere therapiert werden können. Dafür müssen genügend geeignete Tierarzneimittel zur Verfügung stehen. Dies ist zunehmend schwierig, da die Auswahl an Tierarzneimitteln stetig zurückgeht und nahezu keines davon in der Schweiz hergestellt wird. Die Anpassung der Verordnung vereinfacht für die Tierärztinnen und Tierärzte den Bezug von Medikamenten aus dem Ausland. Fortan benötigen sie dafür keine Sonderbewilligung von Swissmedic mehr. Bei Ländern mit vergleichbarer Tierarzneimittelkontrolle reicht meist eine elektronische Meldung ans Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen aus. Die Einfuhrvoraussetzungen bleiben jedoch gleich, sodass die Arzneimittel- und Lebensmittelsicherheit gewährleistet bleiben.
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