Nachrichten: Zinkoxid in Kürze nicht mehr zugelassen

01.06.2022

Ab dem 26. Juni 2022 ist Zinkoxid (ZnO) nicht mehr als Tierarzneimittel zulässig. Sowohl die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen als auch die Umweltverschmutzung durch Schwermetalle haben zu dem EU-weiten Verbot geführt. Verschiedene Zinkoxid haltige Tierarzneimittel, die gegen Absetzdurchfall verwendet wurden, stehen dann nicht mehr zur Verfügung. Als Futtermittelzusatzstoff ist Zink bis zu einer Dosis von max. 150 ppm/ 0,015 % aber weiterhin im Ferkelfutter zugelassen. Zinkoxid jedoch stellte eine lebenswichtige Fütterungsstrategie zur Vorbeugung und Kontrolle von Absetzdurchfall bei Ferkeln dar. Denn verschiedene Stressfaktoren bewirken in der frühen Phase nach dem Absetzen eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Durchfall. Neben einer optimalen Fütterung, Management und Biosicherheit rücken Prophylaxemaßnahmen wie Impfungen weiter in den Vordergrund, insbesondere bei Coli-Erkrankungen. Vor dem Einsatz von Impfstoffen sollte aber eine gründliche Diagnostik erfolgen, um die beteiligten Colistämme zu charakterisieren.
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