Nachrichten: ASP-Schutzzaun fertig gestellt

24.05.2022

Als weitere Maßnahme gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist das letzte Teilstück des Schutzzauns entlang der deutsch- polnischen Grenze fertiggestellt worden. Erfreulicherweise wurden auch aus den Gebieten in den Landkreisen Oder-Spree, Spree-Neiße und Dahme-Spreewald keine weiteren ASP-Funde gemeldet. „Durch die konsequenten Bekämpfungsmaßnahmen wie Zaunbauten, Wildschweinentnahme und Fallwildsuche ist es bisher allen betroffenen Kreisen gelungen, eine weitere Seuchenausbreitung in Richtung Westen zu verhindern. Jetzt können wir in eine neue Phase der Seuchenbekämpfung eintreten“, erklärte Anna Heyer-Stuffer. Die Leiterin des ASP-Krisenstabs appelliert dringend an alle BürgerInnen, nach dem Passieren die Tore unbedingt wieder zu schließen, damit die Wildschweinbarrieren wirksam bleiben. Nur wenn 12 Monate lang kein infiziertes Tier gefunden werde, können die Beschränkungen für das Verbringen von Hausschweinen aus der Sperrzone II aufgehoben werden. „Denn jeder neue ASP-Fund würde uns um Monate zurückwerfen“, mahnt Heyer-Stuffer. Der gerade fertiggestellte Schutzkorridor sorgt bei verschiedenen Naturschutzverbänden für scharfe Kritik. Die TierschützerInnen sehen in dem ASP-Zaun eine tödliche Falle für Wildtiere wie Rehe oder Hirsche. Um Mittel zu finden, wie die Beeinträchtigungen von Arten und Lebensräumen durch den Zaun verringert werden können, fordern sie einen Runden Tisch. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister, Dr. Till Backhaus, hat die Verbände für den morgigen Mittwoch (25.05.2022) zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen.
Ministerium Brandenburg
Ministerium Mecklenburg-Vorpommern
NDR
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