Nachrichten: In Frankreich wütet die Geflügelpest

28.04.2022

Die Geflügelpest wütet weiter in Frankreich. Große Sorge bereiten die zunehmenden Ausbrüche in Nutztierhaltungen. Nach offiziellen Angaben verzeichnete das Land mehr als 1.300 Geflügelpestfälle, weitere 28 in Privathaltungen und 46 Fälle bei Wild- und Zootieren. Besonders hart hat es Geflügelbetriebe im Einzugsbgebiet der Loire getroffen. Hier sind bisher 841 Nutztierhaltungen betroffen, davon allein 529 im Département Vendée. Ein Drittel der französischen Bruteier und fast drei Viertel der Entenküken kommen aus dieser Region. Um die Ausbreitung zu stoppen, planen die Behörden präventive Keulungen. Mit dieser Maßnahme sollen Brut- und Zuchtbetriebe geschützt werden, um die Wiederaufnahme der Produktion nach dem Ende des Seuchenzuges zu ermöglichen. Glücklicherweise gab es in der Bretagne, der Region mit der höchsten Geflügeldichte, bislang kaum Nachweise der Geflügelpest. Eine „Brandmauer“ war errichtet worden, um ein Übergreifen der Geflügelpest zu verhindern. Im Zuge des Baus wurden in 73 Gemeinden zwischen den beiden Regionen die Bestände in Mastbetrieben präventiv reduziert. Die Entwicklung der für Stopfleber bekannten Dordogne wird weiterhin mit Sorgen beobachtet. Um die Stopfleberproduktion in der Region zu schützen, wurden auch hier Keulungen angeordnet. Der aktuelle Seuchenzug der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI) dürfte in Frankreich bereits insgesamt mehr als 10 Mio. Stück Geflügel das Leben gekostet haben. Die Infrastruktur zur Entsorgung ist regional an ihre Grenzen geraten, so dass Kadaver zumindest zeitweise auf den Betrieben vergraben wurden. Die Branchenverbände der Geflügelwirtschaft fordern höhere Entschädigungen für die betroffenen Betriebe. Die landwirtschaftliche Sozialkasse (MSA) kündigte daher an, 7 Mio. Euro für die Entlastung zur Verfügung zu stellen und auch soziale und psychologische Unterstützung bereitzustellen.
Topagrar
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