Nachrichten: Bundesratsentscheidung zur Brachflächennutzung umstritten

12.04.2022

Gemäß einer neuen Verordnung des Bundesrats dürfen Landwirtinnen und Landwirte in Deutschland ab dem 1. Juli 2022 ökologische Vorrangflächen und Brachflächen, die als ökologische Vorrangflächen ausgewiesen wurden, nutzen, um Futter zu gewinnen oder Tiere weiden zu lassen. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir begrüßt die Annahme seines vorgelegten Entwurfs durch den Bundesrat. „Das ist eine gute Entscheidung der Länder, die ich sehr begrüße. Mit der Freigabe des Aufwuchses von Zwischenfrüchten ziehen wir die effektivste Karte – mit den kleinsten ökologischen Verwerfungen. Hier haben wir eine pragmatische und schnelle Lösung vorgelegt, denn der schreckliche Krieg in der Ukraine hat bereits erhebliche negative Auswirkungen auf die Agrarmärkte“, kommentierte Özdemir die Bunderatsentscheidung. Bayerns Ernährungsministerin Michaela Kaniber nahm dies zum Anlass zu kritisieren, dass nicht alle brachliegenden Flächen in Deutschland zur vollständigen Nutzung freigegeben werden. „Die vor allem von grüner Seite betriebene Ablehnung ist ein Zeichen für stures Festhalten an Ideologie, statt in diesem Jahr des Kriegs gegen die Ukraine ein Zeichen zu setzen für europäische Solidarität und globale Verantwortung. Mit dem Ausscheren Deutschlands zeigen Minister Özdemir und die grünen Länderminister, dass sie die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben. Denn der Ausfall von Russland und der Ukraine als Kornkammern der Welt wird noch kaum absehbare Folgen für die Lebensmittelpreise und für die Versorgung der Menschen in ärmeren Ländern haben. Auch wenn die Ernährungssicherung in Europa zunächst nicht gefährdet ist: Die brachliegenden Flächen für die Lebensmittelproduktion auch in Deutschland wäre angesichts dieser Krise ein wichtiges Signal, auch gegen weitere Spekulationen an den globalen Agrarmärkten, gewesen“, lautet Kanibers Kritik. „Eine völlige Produktionsfreigabe und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Brachflächen hätte erhebliche negative Auswirkungen auf die Biodiversität. Wir dürfen jetzt nicht die Biodiversitäts- und Klimakrise verschärfen. Denn der Hunger ist schon jetzt dort am größten, wo die Klimakrise zuschlägt. Dürren bringen Hunger. Und allein das Umpflügen von Brachflächen, die teilweise seit Jahren stillgelegt sind, setzt zusätzliches CO2 frei – so würde ein anderer Treiber für Hunger angefeuert“, verteidigt Özdemir die Verordnung.
BMEL
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