Nachrichten: EU-Kommission beschließt Sofortmaßnahmen

25.03.2022

Angesichts der massiven Auswirkungen des Ukraine-Kriegs hat die Europäische Kommission am 23.03.2022 ein kurzfristiges Maßnahmenpaket beschlossen. Mit EU-Mitteln in Höhe von insgesamt 500 Mio. Euro soll die Versorgung mit Lebensmitteln weltweit gesichert werden. Davon fließen 60 Mio. Euro an die LandwirtInnen in Deutschland. Die Mitgliedstaaten können diese um 200 % aufstocken. Diese Option werde Deutschland laut Aussage des Bundeslandwirtschaftsministers Cem Özdemirs vollständig ausnutzen. „Russlands Krieg gegen die Ukraine hat zu zahlreichen Problemen geführt, unter anderem im Bereich der weltweiten Ernährungssicherheit. Was Lebensmittel angeht, so ist es jetzt an der Zeit, dass Europa sich solidarisch zeigt und die Ukraine, ihre Bevölkerung und Landwirtinnen und Landwirte, genauso wie die schwächsten, nahrungsmitteleinführenden Länder unterstützt, in denen die Preise deutlich steigen und Nahrungsmittel knapp werden könnten. Wir werden weiterhin humanitäre Hilfe leisten, um das Leid der ukrainischen Bevölkerung zu lindern, indem wir den Zugang zu grundlegenden Gütern und Dienstleistungen, insbesondere zu Lebensmitteln, gewährleisten. Gleichzeitig müssen wir Ausfuhrbeschränkungen verhindern, um Nahrungsmittelpreise zu deckeln. Auch wenn die Ernährungssicherheit in der EU nicht gefährdet ist, sollten wir dafür sorgen, dass Lebensmittel erschwinglich bleiben, und Schritte unternehmen, um unsere Landwirtschaft und Lebensmittelversorgungsketten widerstandsfähiger und nachhaltiger zu machen und so für künftige Krisen gerüstet zu sein“, erklärte Valdis Dombrovskis, Exekutiv- Vizepräsident der EU-Kommission. Da die Futtermittel knapp werden bzw. die Kosten stark gestiegen sind, wird die Erzeugung von Nahrungs- und Futtermittelpflanzen auf Brachflächen zeitlich befristet zugelassen. Insgesamt mache der weltweite Anstieg der Rohstoffpreise erneut deutlich, dass die Landwirtschaft und die Lebensmittelversorgungsketten der EU im Einklang mit der Strategie „Vom Hof auf den Tisch" nachhaltiger und widerstandsfähiger werden müssen, so Dombrovskis. Weitere Hilfen sollen neben der Ukraine auch Regionen in Nordafrika und im Nahen Osten erhalten, da diese Gebiete größtenteils auf Getreideeinfuhren angewiesen sind. Die Kommission hat auch deutlich gemacht, dass Europa eine Strategie entwickeln müsse, um die bisherige Abhängigkeit von Energie, energieintensiven Importen und Futtermitteleinfuhren zu reduzieren.
EU-Kommission
topagrar
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