Nachrichten: Tierseuchenkasse droht mit finanziellen Kürzungen

21.12.2021

In Deutschland grassiert die Afrikanische Schweinepest (ASP) bereits seit mehr als einem Jahr. Der Ausbruch einer Tierseuche stellt für die betroffenen Tierhalter eine hohe wirtschaftliche und psychische Belastung dar. Um zu verhindern, dass das ASP-Virus oder auch andere infektiöse Schweinekrankheiten in die Bestände eingeschleppt werden, weist die Niedersächsische Tierseuchenkasse darauf hin, dass die Biosicherheitsmaßnahmen von den Schweinehaltern unbedingt einzuhalten sind. Dazu gehören neben der Reinigung und Desinfektion von Fahrzeuge, Maschinen und sonstigen Gerätschaften, die in der Schweinehaltung eingesetzt werden, auch die Sicherstellung, dass Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Schweine in Berührung kommen können, für Wildschweine unzugänglich aufbewahrt werden. Zudem sollten Unbefugte unbedingt vom Betriebsgelände ferngehalten werden. Zum Schutz vor einem Seuchenausbruch müssen Schweinehalter zudem dafür sorgen, dass tote Tiere zwecks Abholung durch die örtlich zuständige Tierkörperbeseitigungsanstalt unverzüglich angemeldet werden. Weiterhin muss dafür Sorge getragen werden, dass Menschen, Tiere oder die Umwelt nicht negativ durch die Lagerung der toten Tiere beeinflusst werden. Verstöße gegen das Tierseuchenrecht können mit Nichtzahlen der Leistungen durch die Niedersächsische Tierseuchenkasse geahndet werden. Grundsätzlich kann der Anspruch auf Entschädigungen und Beihilfen verloren gehen. Abhängig von der Art des Verstoßes kann allenfalls eine teilweise Leistung gewährt werden. Diese Vorschrift aus dem Tiergesundheitsgesetz hat bewusst einen sanktionierenden Charakter, denn Ziel der Tierseuchenkasse als Teil der staatlichen Tierseuchenbekämpfung ist es, dass Seuchenausbrüche möglichst verhindert werden und die Tierhalter durch die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen daran aktiv mitarbeiten. In 2022 wird es verschiedene Online-Fortbildungen zum Thema Biosicherheit bei Myvetlearn.de geben.
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