Nachrichten: Schnellere Impfstoffentwicklung gegen Tierseuchen notwendig

16.12.2021

Sowohl die Afrikanische Schweinepest (ASP) als auch die Geflügelpest (AI) halten Deutschland aktuell in Atem. Von beiden Tierseuchen direkt betroffen ist Mecklenburg-Vorpommern, deren Landesregierung per Antrag an den Bund mehr Unterstützung bei der Bekämpfung fordert. „Die ASP bedroht eine ganze Branche und gleichzeitig sind die Länder noch immer weitestgehend auf sich allein gestellt. Die Kosten für die Zaunbaumaßnahmen – seien es die Festzäune im Grenzbereich zu Polen oder auch jetzt im Seuchenfall in den betroffenen Regionen, die Kosten für die Pürzelprämie, für das Aufkaufprogramm im Wildschweinbereich oder für die Förderung der Stilllegung von Kleinsthaltungen im Hausschweinebereich – trägt das Land Mecklenburg-Vorpommern mit den Landkreisen bislang allein“, erklärt Landwirtschaftsminister Till Backhaus. Unter anderem fordert MVP eine schnellere Impfstoffentwicklung gegen die beiden Tierseuchen, denn ohne diese seien die ergriffenen Maßnahmen, um den Eintrag in die Nutztierhaltungen zu vermeiden, sehr aufwendig, wie Backhaus betont. „Bereits die wenigen ASP-Fälle in unserem Land zeigen die weitreichenden Folgen für die ohnehin schon gebeutelten Landwirte auf! Stillstand im Kerngebiet! Dazu Einschränkungen im Bereich der Ausübung bestimmter Tätigkeiten und Schwierigkeiten für die Vermarkung der hochwertigen Lebensmittel. Durch die vorbildliche Zusammenarbeit unserer Behörden untereinander, aber auch mit der Jägerschaft und der Forst, scheinen wir die Seuche bislang unter Kontrolle halten zu können. Dies ist vor allem der frühen Erkennung des Eintrags sowie dem unermüdlichen Einsatz aller Beteiligten im Rahmen der Eingrenzung des Geschehens zu verdanken. Jetzt gilt es, die Maßnahmen weiter konsequent umzusetzen und die entsprechende Geduld und das Verständnis für die Notwendigkeit der getroffenen Anordnungen aufzubringen. Auch hier ist jeder Einzelne gefragt“, erläutert der Minister. Besorgnis äußert Backhaus zudem über die Entwicklung des Geflügelpest-Geschehens. „Das Geflügelpest-Geschehen hat eine neue Qualität angenommen. Denn nun scheint ein ganzjähriges Vorkommen von HPAI-Viren in Europa durchaus möglich zu sein. Dies stellt sowohl Tierhalter als auch die Veterinärbehörden vor zunehmende Herausforderungen.“
Regierung MVP
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