Nachrichten: Bayern vereinfacht hofnahe Schlachtungen

07.12.2021

Bayern setzt sich verstärkt für die hofnahe Schlachtung von Rindern und Schweinen ein und hat dazu den Leitfaden „Weideschlachtung“ überarbeitet und an die neuen EU-Vorgaben angepasst. Damit soll den LandwirtInnen, unabhängig davon, welche Haltungsform praktiziert wird, mehr Flexibilität bei der Schlachtung ihrer Tiere ermöglicht werden. „Ich will, dass die tierschonendere Weideschlachtung in Bayern häufiger praktiziert wird. Die neuen EU- Vorgaben schaffen Rechtssicherheit. Mit dem Leitfaden unterstützen wir Landwirte und Behörden dabei, die Möglichkeiten der hofnahen Schlachtung so weit wie rechtlich möglich zu nutzen“, erklärt Umweltminister Thorsten Glauber. Die sogenannte Schlachtung im Herkunftsbetrieb bedeutet für die Schlachttiere sehr viel weniger Stress, da der Transport wegfällt, und mehr Tierschutz. „Wir wollen die bestehenden regionalen Strukturen im Schlachtbereich in Bayern erhalten und bayerische Metzger, die noch selber schlachten, stärken. Die Corona-Pandemie hat uns noch einmal klar vor Augen geführt, wie wichtig kurze Wege und Regionalität sind. Auch die Verbraucher können mit ihrem Kaufverhalten zu mehr Nachhaltigkeit und Tierwohl beitragen", so Glauber, der lange Lebendtiertransporte als nicht mehr zeitgemäß betrachtet. Der Leitfaden richtet sich an Behörden und Landwirte und informiert über die rechtlichen und praktischen Aspekte, die bei der hofnahen Schlachtung zu berücksichtigen sind. Zusätzlich ist ein Überblick über Fördermöglichkeiten von Investitionen in die Schlachtung enthalten. Der Leitfaden sowie das Merkblatt und Beispielformulare stehen auf der Seite des bayerischen Umweltministeriums (STMUV) zum Download zur Verfügung.
Topagrar
STMUV
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