Nachrichten: Anforderungen für Tiertransporte verschärft

06.12.2021

Mit Beginn des Jahres 2022 gelten neue Regelungen bezüglich der Transporte von Nutztieren innerhalb Deutschlands. Die geänderte Tierschutz-Transportverordnung besagt unter anderem, dass Tiertransporte bei Außentemperaturen von mehr als 30 Grad Celsius nur maximal viereinhalb Stunden dauern dürfen. Mit dieser Regelung werden auch Transporte in Deutschland mit einer Dauer von unter acht Stunden reglementiert. Verstöße werden künftig als Ordnungswidrigkeit geahndet und sind mit einem Bußgeld bewehrt. „Gerade im Sommer bei hohen Temperaturen sind lange Transporte für Tiere belastend, das ändere ich durch diese Verordnung. Deutschland geht in der EU in Sachen Tierschutz voran, andere Mitgliedstaaten werden nachziehen. Ziel muss sein, die Standards europaweit verbindlich anzuheben", erklärte Bundesministerin Julia Klöckner. Zudem gilt nach Übergangsfrist ab dem 1. Januar 2023 ein Transportverbot für Kälber, die jünger als 28 Tage sind. Aktuell gilt noch ein Mindestalter von 14 Tagen. Die Abgeordneten im Europaparlament wollen nicht ganz so weit gehen mit Neuregelungen. Ein Sonderausschuss für Tiertransporte im Europaparlament hat nach 18-monatiger Arbeit Empfehlungen an die EU-Kommission abgegeben, über die im Januar 2022 abgestimmt werden sollen. Neben dem Verbot einer Beförderung von Jungtieren unter 35 Tagen sowie einem generellen Transportverbot bei Temperaturen über 30°C bzw. unter 2°C fordern die Ausschussmitglieder mehr Kontrollen und eine strengere Umsetzung der EU-Tiertransportrichtlinie. Die Beschränkung auf acht Stunden verfehlte die Mehrheit im EU-Parlament jedoch.
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