Nachrichten: Schweinekrise bedroht konventionelle und Bio-Betriebe

02.11.2021

Die SchweinehalterInnen in Deutschland befinden sich bereits seit längerer Zeit in einer tiefen Krise. Immer mehr Betriebe stehen vor der Aufgabe. Besonders die Betriebe in von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bedrohten Regionen haben zu kämpfen. Nach mehr als 2.500 ASP-Nachweisen bei Wildschweinen, wurde die Tierseuche auch schon bei Hauschweine in Brandenburg nachgewiesen, was eine Aufstallung aller Schweine in der Region zur Folge hatte. Bio-Landwirt Henrik Staar möchte seine Freilandhaltung jedoch auf keinen Fall aufgeben und hat daher trotz strikter Hygienemaßnahmen und dreifacher Umzäunung seines Landes massive Probleme mit den örtlichen Behörden. Die haben bereits mit einem Zwangsgeld in Höhe von 10.000 Euro sowie einer Beugehaft gedroht, falls der Ökobauer seine Tiere trotzdem weiter draußen hält. „Einen Stall haben die Tiere nicht, aus Prinzip. Stallhaltung schadet den Schweinen und macht sie aggressiv“, erklärt Staar. Da seine Schweine keinerlei Kontakt zu Wildschweinen hätten, wird sich Staar nicht beugen und die Sache ausfechten. Unterstützung erhält der Biobauer von der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL), die einen Spendenaufruf für ihn und andere Betroffene veröffentlicht hat. „Mit der Spendenaktion soll der Betrieb unterstützt werden, um seine Freilandhaltung aufrecht erhalten zu können und sich gegen überzogene Auflagen zu wehren“, so die FÖL. Auch für konventionelle Schweinehalter bedeutet der Exportstopp nach China existenzielle Nöte. Die Preise, die für Schweine gezahlt werden, liegen derzeit bei 1,20 Euro je Kilogramm. 1,60 Euro pro Kilo wären nötig, um die Kosten zu decken. So bleibt den Mästern nur die Möglichkeit, ihre Betrieb zu verkleinern oder das Konzept zu verändern. Wie Ralf Remmert, der sich für mehr Tierwohl auf seinem Hof entschieden und trotz der Schweinekrise einen neuen Stall gebaut hat, in dem die Sauen mehr Platz haben und mit ihren Ferkeln zusammenleben können – ohne Kastenstände. Zudem hat er auf Ebermast umgestellt. Auch die Schwänze werden nicht mehr kupiert. Doch eine solche Investion muss sich rechnen. Daher fordert er von der Politik Sicherheit für die nächsten 20 Jahre. Dass etwas geschehen muss, ist inzwischen Konsens, nicht nur bei Umweltschützern, sondern auch bei den Bauernverbänden.
Tagesspiegel
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