Nachrichten: ASP-Situation in Sachsen spitzt sich zu

06.07.2021

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) greift weiter um sich. Bisher wurden mehr als 1.400 verendete Wildschweine in Brandenburg und Sachsen positiv auf das Virus getestet. Allein in Sachsen hat sich die Zahl der ASP-Fälle bei Wildschweinen seit Februar 2021 verdoppelt. Der sächsische Landwirtschaftsminister und diesjähriger Vorsitzender der Agrarministerkonferenz, Wolfram Günther, betrachtet die Entwicklung mit großer Sorge. „Ich bin in großer Sorge um die Landwirtschaft, die Schweinehalter und ihre Tiere. Die Betriebe müssen weiterhin Tiere in den Handel bringen können, um Einkommen zu erzielen und existenzsichernd arbeiten zu können. Wir wollen mehr Regionalität. Dafür brauchen wir die Betriebe als starke, handlungsfähige Partner für den Ausbau regionaler Wertschöpfung. Und auch der Tierschutz muss in einer zugespitzten Seuchenlage weiterhin gewährleistet sein. Auf Bundesebene fordern wir seit Langem eine Lösung für die Freilandhaltung von Bio-Schweinen unter Seuchenbedingungen“, so Günther. Da es immer mehr ASP-Funde in Ostsachsen gibt, plädiert der Minister, dass der Bund sowohl die Landwirtschaft als auch die Schweinehalter wirksam unterstützen sollte. Zudem müssen die Gespräche mit dem Nachbarn Polen intensiviert werden. Sachsen versucht, die hoch ansteckende Tierseuche mit einem Schutzzaun, der Entnahme sowie durch intensive Bejagung zu bekämpfen. „Ich bitte Jägerschaft und Landwirtschaft, Hand in Hand bei der Seuchenbekämpfung zusammenzuarbeiten, gerade jetzt und in den kommenden Wochen, da die Felder abgeerntet werden“, so Günther abschließend.
Sächsische Staatskanzlei
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