Nachrichten: Bundeseinheitliche Regelung für Tiertransporte gefordert

17.06.2021

Jedes Jahr werden Millionen Nutztiere von EU-Mitgliedsstaaten in sogenannte Drittstaaten transportiert. In vielen Fällen erleiden die Tiere große Qualen, da die festgelegten Transportpausen nicht eingehalten werden und die Versorgung nicht annähernd ausreichend ist. Dass auch auf Tiertransporten innerhalb Österreichs gegen den Tierschutz verstoßen wird, hat Tiertransport-Experte und Veterinärmediziner Alexander Rabitsch umfassend dokumentiert. Seine Recherchen ergaben, dass die höchstzulässigen Zeiten von Kälbertransporten vielfach überschritten wurde und die Versorgung der jungen Tiere oft nicht sichergestellt ist, was zum Tod von 30 Prozent der transportierten Kälber in Österreich geführt hat. „Wir alle kennen die Bilder von den leidenden Kälbern im Ausland, doch kaum jemand erfährt vom unendlichen Elend in unserem eigenen Land. Hier werden die Augen verschlossen, weil das Geschäft mit den armen Jungtieren hochprofitabel ist. Tiere im Alter von 13 Tagen über viele Stunden zu transportieren ist absolutes Unrecht und es führt, das zeigen nicht zuletzt nun auch die hochaktuellen Recherchen von Alexander Rabitsch, nicht nur zu Leid, sondern auch oft zum Tod. Die Bundesregierung ist aufgefordert hier sofort zu handeln und ein Verbot zu erlassen. Vor der vollendeten 5. Lebenswoche sollten nach Ansicht von Experten überhaupt keine Transporte durchgeführt werden dürfen - das sollte die Richtgröße sein, nicht die wirtschaftliche Dimension“, erklärt oekoreich-Bundeskoordinator Sebastian Bohrn Mena. Die Tierschutzorganisation PROVIEH fordert einen sofortigen Stopp von Lebendtiertransporten bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius. Denn solch eine extreme Hitze bedeutet einen enormen zusätzlichen Stress für die Tiere. „Tiertransporte müssen so schonend wie nur möglich durchgeführt werden. Transporte in nicht klimatisierten LKWs bei Temperaturen von 30 Grad und mehr sind eine Qual für die Tiere und sollten gänzlich untersagt werden.  Auch sollten mindestens in den Sommermonaten keine lebenden Tiere mehr exportiert werden, denn durch Staus zur Ferienzeit und Wartezeiten an der Grenze heizen sich die Fahrzeuge noch mehr auf”, fordert Patrick Müller, Hauptstadtreferent bei PROVIEH. Einige Bundesländer wie Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg oder Schleswig-Holstein haben bereits in den letzten Jahren reagiert und entsprechende Erlasse herausgegeben. Doch es bedarf einer dringenden bundeseinheitlichen Regelung, so Müller.
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