Nachrichten: bpt legt Positionspapier für Veterinär-Telemedizin vor

23.02.2021

Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) hat ein Positionspapier zur Veterinär-Telemedizin veröffentlicht. Gegenstand dieses Positionspapiers ist die berufspolitische Bewertung und Einordnung der Telemedizin in Ausübung des tierärztlichen Berufs. Unter Veterinär-Telemedizin versteht der bpt den Gebrauch von Informations- und Telekommunikationstechnologien zur Bereitstellung und Unterstützung medizinischer Versorgung, wenn Tierarzt von Patienten und deren Haltern räumlich getrennt sind. Grundsätzlich befürwortet der bpt den unterstützenden Einsatz von Veterinär-Telemedizin über digitale Kommunikationsmedien bei der Untersuchung, Befundung und Behandlung von Tieren. Doch müssen dabei die allgemein anerkannte fachliche Standards eingehalten werden, insbesondere was Befunderhebung, Beratung und Dokumentation angeht. Entsprechend ist der Tierhalter über die Besonderheiten, Risiken und Grenzen ausschließlich telemedizinischer tierärztlicher Tätigkeit aufzuklären. Für die Rezeptierung/Abgabe von Medikamenten aus der tierärztlichen Hausapotheke zur Anwendung durch den Tierhalter gelten die Bestimmungen des Arzneimittelgesetzes (AMG) und der Verordnung über tierärztliche Hausapotheken (TÄHAV). Der bpt spricht sich zudem gegen eine Behandlung mittels Arzneimittel mit antibiotisch wirkenden Substanzen im Rahmen telemedizinischer Tätigkeit aus, da sie eine klinische Untersuchung der Patienten durch einen Tierarzt voraussetzt. Davon ausgenommen werden kann eine eventuelle Folgeabgabe im gleichen Behandlungsfall. Zudem ist es wichtig, dass telemedizinisch tätige TierärztInnen über hinreichende praktische Erfahrung im entsprechenden Fachgebiet verfügen und Kenntnisse über die Besonderheiten der Kommunikation mittels digitaler Medien haben. Eine telemedizinische Tätigkeit sollte durch eine Berufshaftpflichtversicherung abgedeckt sein. Veterinär-telemedizinische Dienstleistungen sind nach der Gebührenordnung für Tierärzte abzurechnen. Solange es dafür keine eigene Position gibt, sind beispielsweise § 7 (Außerordentliche Leistungen) oder GOT-Position 10 (Beratung) 2 anzuwenden und ggf. ist der Zeitfaktor über die Höhe des Gebührensatzes zu berücksichtigen. Mehr Informationen zur Veterinär-Telemedizin und wie der Einstieg gelingen kann, erfahren Tierärztinnen und Tierärzte in der gleichnamigen Online-Fortbildung des bpt und Vetion.de unter MyVetlearn.de.
bpt Positionspapier
Veterinär-Telemedizin bei MyVetlearn.de
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