Nachrichten: Österreichische Tierärzteschaft fordert erneut Corona-Impfung

12.02.2021

Im Zuge der Corona-Pandemie ist auch in Österreich der Beruf des Tierarztes als systemrelevant eingestuft worden. Je länger die Pandemie andauert, desto mehr jedoch wird die tierärztliche Tätigkeit zur Belastung. „Seit Beginn der Krise erbringen Tierärztinnen und Tierärzte unter erhöhtem Infektionsrisiko tagtäglich nahezu uneingeschränkt ihre Leistungen. Systemrelevant zu sein, heißt, dass wir zwar unsere Tierarztpraxen offenhalten dürfen und von Einschränkungen ausgenommen sind, demgegenüber stehen aber auch entsprechende Erwartungen und Verpflichtungen, die wir unter höchsten Qualitätsansprüchen erfüllen müssen“, erklärt Mag. Kurt Frühwirth, Präsident der Österreichischen Tierärztekammer. Doch trotzdem die Veterinäre und ihr Personal jeden Tag einen intensivem Kontakt mit den PatientenbesitzerInnen haben, wird der Berufsstand im aktuellen Impfplan nicht priorisiert. Das, obwohl ein beträchtliches Risiko besteht, sich mit COVID-19 zu infizieren. „Nach vielen Monaten der Pandemie wissen wir, dass viele Kolleginnen und Kollegen an der Belastungsgrenze stehen und auch teilweise zermürbt sind. Die zunehmende Polarisierung und zuletzt geführte Diskussion um den Wettstreit und Wettlauf um den Corona-Impfstoff machen die Situation noch dramatischer,“ hebt Frühwirth den Ernst der Lage hervor. Die Tierärzteschaft fordert eindringlich einen raschen Impfschutz. „Wir möchten nicht zu den Vordränglern zählen und es liegt uns fern, hier als Privilegierte zu gelten. Nein, wir erheben nur die legitime Forderung, Klarheit zu bekommen und mahnen die eindeutige Priorisierung unserer Tätigkeit im nationalen Impfplan ein, dies sollte dringend nachgeholt werden. Gerade jetzt in dieser schwierigen Zeit, ist es für die Berufsgruppe der Tierärztinnen und Tierärzte wichtig, Wertschätzung, Unterstützung und Transparenz zu bekommen“, erklärt Frühwirth abschließend. Unterdessen wurde bekannt, dass in Australien Mitarbeiter der Fleischwirtschaft als „Hochrisikobeschäftigte“ eingestuft werden und somit in der 2. Impfphase 1b gegen Corona geimpft werden.
Österreichische Tierärztekammer
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