Nachrichten: Keine weiteren Fälle von IBR in der Schweiz

11.02.2021

Vor knapp sieben Wochen ist im schweizerischen Prättigau bei einer Kuh die Infektiöse Bovine Rhinotracheitis (IBR) nachgewiesen worden. Dies war der erste Fall, nachdem die Schweiz offiziell als „Frei von IBR“ galt. Nach dem jüngsten Nachweis der IBR hat sich die Tierseuche jedoch nicht weiter in der Schweiz ausgebreitet, wie Kantonstierarzt Giochen Bearth mitteilte. Die Tierseuche konnte durch die Notschlachtung der erkrankten Kuh sowie durch das Sperren des betroffenen Betriebs und der vier ermittelten Kontaktbetriebe eingedämmt werden. Es steht inzwischen amtlich fest, dass kein weiteres Tier an der IBR erkrankt ist. „Es sind keine weiteren Tiere auf dem Betrieb von der Rinderseuche betroffen. Abgesehen vom Abort bei der neunjährigen Kuh gab es nirgends klinische Symptome, die auf weitere Ansteckungen hingewiesen hätten“, erklärt Bearth. Damit ist auch klar, dass die Krankheit nicht auf den Betrieb eingeschleppt wurde. Wie sich die Kuh aber infiziert hat, bleibt unklar. Die Infektiöse Bovine Rhinotracheitis (IBR) wird von einem Herpes-Virus verursacht. Dieses kann sich für lange Zeit im Nervensystem verbergen, ohne Symptome zu verursachen. Grund für den Ausbruch der Krankheit kann beispielsweise Stress sein. Dabei kann das Virus ausgeschieden werden und andere Tiere anstecken. Deshalb müssen alle nachweislich infizierten Tiere getötet werden. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich.
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