Nachrichten: Kükentöten ab 2022 verboten - Zweinutzungshuhn gefordert

20.01.2021

Das Töten männlicher Eintagsküken als Nachkommen von Legehennen soll ab 2022 in Deutschland verboten sein. Es wurde sich jedoch auf eine Übergangszeit bis Ende 2023 geeinigt. Das hat heute das Bundeskabinett entschieden. Laut Koalitionsvertrag sollte dies bereits Ende 2019 durchgesetzt werden und das jährliche Töten von 45 Millionen Eintagsküken beenden. Allerdings mehren sich bereits die Stimmen, denen das beschlossene Verbot des Kükentötens nicht weit genug geht. Das sieht auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) so. „Statt männliche Küken zu töten, werden in Zukunft die Eier aussortiert. Das kann keine Lösung sein. Die Gesetzespläne von Agrarministerin Julia Klöckner gehen nicht weit genug. Wir brauchen den längst überfälligen Umbau der Tierhaltung – hin zu einem System, das keine Tiere aussortiert, weil sie scheinbar nutzlos sind", erklärte Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND. Gefordert wird eine Abkehr von der Spezialisierung in der Legehennenhaltung und die konsequente Einführung des Zweinutzungshuhns. Das sind Hühnerrassen, die sowohl zur Eier- als auch zu Fleischerzeugung gehalten werden können. Dieser Forderung schließt sich auch die Tierschutzorganisation Vier Pfoten an. Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. (ZDG) kritisiert zudem den mit diesem deutschen Alleingang einhergehenden großen Wettbewerbsnachteil für die heimische Geflügelwirtschaft. Es bedarf dringend eines verbindlichen Rechtsrahmens für den europäischen Wirtschaftsraum. Insofern begrüßt der ZDG die Übergangszeit bis Ende 2023 als mindestens notwendig.
Life Pr
Vier Pfoten
ZDG
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