Nachrichten: EU-Projekt zur Verbesserung der Wolf-Mensch-Beziehung

20.01.2021

Das Zusammenleben von Mensch und dem sich immer weiter ausbreitenden Wolf birgt einiges an Konfliktpotenzial. Deshalb arbeiten die Vetmeduni Vienna und die HBLFA Raumberg-Gumpenstein fünf Jahre lang mit Partnern in Italien, Slowenien und Frankreich an der Entwicklung von Unterstützungsmaßnahmen für das Zusammenleben von Menschen und der sich ausbreitenden Wolfspopulation in den Alpen. Das Projekt LIFE WOLFALPS EU mit insgesamt 19 Partnern ist im September 2019 gestartete und umfasst die Beobachtung, das Management und den Erhalt der Wolfspopulation im Alpenraum. Andererseits werden Maßnahmen zur Reduzierung von Konflikten zwischen Menschen und Wölfen und zur Unterstützung einer Koexistenz gesetzt. In Österreich liegt der Schwerpunkt auf der Etablierung von Herdenschutzmaßnahmen und der Prävention von illegaler Verfolgung. Zudem wird aktuell an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein an der Entwicklung sogenannter Notfallteams (Wolf Prevention Intervention Units) gearbeitet. Dabei handelt es sich um geschulte Teams, die bei durch Wölfen verursachten Schäden an Nutztieren innerhalb weniger Stunden zum Einsatz kommen, um vor Ort den betroffenen und benachbarten LandwirtInnen erste Hilfe zu leisten. Mögliche Maßnahmen beinhalten unter anderem die Errichtung von Nachtpferchen und Zäunen oder auch den Einsatz von Vergrämungsmaßnahmen wie z.B. Blinklichter. Zusätzlich erfolgt über Raumberg-Gumpenstein die Evaluierung des Einsatzes neuer Technologien im Herdenschutz mittels GPS-Sendehalsbändern für Schafe. ForscherInnen an der Veterinärmedizinischen Universität Wien beschäftigen sich im Rahmen des Projektes mit der Entwicklung von Monitoringstandards für eine einheitlichere Erhebung der Wolfszahlen im Alpenraum und gleichen jährlich die Daten aus den teilnehmenden Ländern ab. Ein weiterer Schwerpunkt des EU-Projektes ist die Prävention von illegaler Verfolgung des Wolfs. Hierzu werden Polizisten geschult und Suchhunde ausgebildet, die präventiv und bei Verdacht im Auftrag der Polizei auch aktiv nach ausgelegten Giftködern und Kadavern suchen können. Begleitet wird das Projekt LIFE WOLFALPS EU von einer umfassenden Öffentlichkeitsarbeit.
Vetmeduni Vienna
LIFE WOLFALPS EU
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Keine weiteren Fälle von IBR in der Schweiz 11.02.2021
Neuer Ausbruch der Geflügelpest in MVP 10.02.2021
BHV1 im Kreis Borken nachgewiesen 10.02.2021
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BTK und TVT fordern bessere Bedingungen beim Kälbertransport 08.02.2021
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Rheinland-Pfalz fördert SchäferInnen mit Weideprämie 03.02.2021
Zahl der Öko-Betriebe nimmt zu 03.02.2021
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Nutztierbestände in MV weiter zurückgegangen 28.01.2021
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Tierärzteverbände lehnen kurzfristige Stellungnahme zum nationalen Tierarzneimittelgesetz ab 26.01.2021
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