Nachrichten: Proteste gegen Wölfe werden lauter

21.12.2020

Der Wolf scheint sich auch in Bayern wohl zu fühlen. Seit dem Monitoringjahr 2015/16 hat sich die Population der streng geschützten Tiere auf einem auf inzwischen acht Territorien vergrößert, wie das Landesamt für Umwelt (LfU) mitgeteilt hat. Neben Rudeln im Bayerischen Wald, in Oberfranken, der Oberpfalz sowie der Röhn wurde im vergangenen Sommer auch ein standorttreues Einzeltier in den Allgäuer Alpen gesichtet. Seitdem sich die ersten Wölfe im Jahr 1996 in Deutschland angesiedelt haben, sind keine Angriffe auf Menschen gemeldet worden, wie das LfU informiert. Jedoch sind besonders Schafherden nicht selten Ziel von Wolfsattacken. Wie das LfU erklärt, können Halter von Weidetieren Fördermittel für den Schutz ihrer Tiere beantragen. Doch das genügt vielen Tierhaltern in Europa nicht. Ihrem Ärger machten mehrere Tausend Menschen nun mit einer Protestaktion für aktives Wolfsmanagement Luft. Mit Mahnlichtern wollten sie auf die wachsende Bedrohung durch den Wolf aufmerksam machen. „Die Landbevölkerung fordert mit Blick auf die recht rasante Ausbreitung der Wölfe und die steigende Zahl an tödlichen Übergriffen auf Weidetiere ein aktives Wolfsmanagement“, erklärte Wendelin Schmücker vom Förderverein der Deutschen Schafhaltung. Entgegen der verbreiteten Informationen von Tierschützern und Politikern sei der Wolf keineswegs scheu, sondern greife die Weidetiere trotz Herdenhunde und Anwesenheit der SchäferInnen an. „Es ist unverantwortlich, die Tatsache zu ignorieren, dass die Anwesenheit von Menschen sie nicht mehr abschreckt. Wir fordern von der Bundesumweltministerin, sich dem Einfluss realitätsfremder Ideologen zu entziehen“, so der Schafhalter weiter. Im Gegenteil seien die Schäden bereits jetzt so groß, dass die Existenz vieler Betriebe auf dem Spiel stehe. „Durch aktuell mehr als 130 Wolfsrudel haben nicht wenige Weidetierhalter Tierverluste im dreistelligen Bereich zu beklagen. Die friedliche Koexistenz ist ein Märchen, das verbreitet wird." Auch passieren immer mehr Risse trotz fachgerecht aufgestellter Herdenschutzzäune. „Es ist nicht länger hinnehmbar, dass der Naturschutz mit Hilfe von Kleinstaaterei die Population der Wölfe in Deutschland kleinrechnet, um EU-rechtlich mögliche Eingriffe zur Regulierung der Bestände möglichst lange hinauszuzögern. Wie auch in anderen europäischen Ländern müsse ein konsequentes Bestandsmanagement ermöglicht und über das in Deutschland bewährte Reviersystem umgesetzt werden", so die Forderung des Verbandes.
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