Nachrichten: Kritik an Klöckners Tierschutzarbeit reißt nicht ab

25.11.2020

In der vergangenen Woche hat Bundeslandwirtschaftsministerin Dr. Julia Klöckner einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der das Verbot von Giraffen, Elefanten, Nashörnern, Flusspferden, Primaten und Großbären in reisenden Zirkussen vorsieht. „Wildtiere gehören nicht in die Manege. Gerade in Wanderzirkussen leiden sie unter dem ständigen Reisen, den oft nicht artgerechten Bedingungen vor Ort. Klar ist deshalb: Hier geht der Tierschutz vor! Mit der Verordnung kommen wir einen großen Schritt voran. Verbunden mit dem klaren Ziel, das jetzt vorgelegte Verbot auf andere Wildtierarten auszuweiten. Voraussetzung dafür ist die wissenschaftliche Grundlage – damit ein Verbot auch rechtssicher ist und bei Klage Bestand hat“, erklärte Julia Klöckner. Das Verbot gilt allerdings nicht für die Haltung von Großkatzen und andere Tierarten, da aktuell nicht genügend wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen. Für die hessische Tierschutzbeauftragte Dr. Madeleine Martin kommt das Verbot zwanzig Jahre zu spät. Sie reagierte auf den Entwurf mit Bestürzung: „Was Anfang der 2000er Jahre notwendig, hochaktuell und in die Zukunft gerichtet war, als Hessen im Bundesrat eine Bundesratsinitiative dazu einbrachte, ist Ende 2020 nur noch beschämend und peinlich! Die vergangenen Bundesregierungen sahen, obgleich der Bundesrat immer wieder auf ein Verbot drang, zu, wie über viele Jahre Zirkuselefanten oder Bären unter dramatischen Umständen in Zirkussen starben oder Affen dort vegetierten. Heute gibt es im Inland noch eine Hand voll Zirkuselefanten und Giraffen sowie nach hiesiger Kenntnis gerade noch einen hochbetagten Menschenaffen, keinen Bären, ein Nilpferd und ein Nashorn, die fahrend mit Zirkussen unterwegs sind…! Diese Verordnung ist nun ein schlechter Witz, der dadurch gekrönt wird, dass die Begründung in hohem Maße der Hessens vor 20 Jahren gleicht." Besonders verärgert ist die Landestierschutzbeauftragte über Klöckners Begründung, andere Wildtierarten nicht mit in das Haltungsverbot aufzunehmen. „Zu den Verhaltensansprüchen von Raubkatzen wie Tigern oder zu Robben liegt längst Alles auf dem Tisch der Ministerin - und wird ignoriert! Fachlich gute, in die Zukunft gerichtete Tierschutzpolitik sieht wahrlich anders aus!", monierte Martin. Ihr Fazit für die Ministerin: „Frau Klöckner erweist sich einmal mehr als ein Totalausfall für den Tierschutz!"
BMEL
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