Nachrichten: Zukunftskommission Landwirtschaft kommt in Berlin zusammen

07.09.2020

Am heutigen Montag (07.09.2020) nimmt die Zukunftskommission Landwirtschaft ihre Arbeit auf. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, die die Gründung eines solchen Gremiums Ende des vergangenen Jahres vorgeschlagen hatte, wird teilnehmen. Die Kommission, bestehend aus 32 Vertretern aus Landwirtschaft, Handel und Ernährungsbranche, Verbraucher-, Umwelt- und Tierschützern sowie Wissenschaftlern, wird sich in den nächsten Monaten über Themen wie EU-Agrarförderung, Pflanzenschutz und Klimawandel, Tierhaltung sowie Kennzeichnung von Fleisch beraten. Nicht berücksichtigt wurden bei der Zusammenstellung des Gremiums TierärztInnen. Dies ist absolut nicht nachvolluiehbar, bringen doch Tierärzte die Kompetenz in Sachen Tiergesundheit, Tierhaltung und Prävention sowie in Sachen Tierschutz und Tierwohl mit. Zudem sind sie häufig die Schnittstelle zwischen den Tierhaltern und den Behörden. Als Ziel der Kommission wird unter anderem angegeben, einen Konsens über den Kurs der Landwirtschaft zu erreichen. Bundesagrarministerin Julia Klöckner erhofft sich dadurch Planungssicherheit und klare Perspektiven, aber auch mehr Wertschätzung der Verbraucher, eine gute Zukunft für die Landwirtschaft sowie die Vereinbarkeit von mehr Biodiversität und Erntesicherung. Die Ministerin möchte aber auch die Betriebe stärken, indem die Wirtschaftlichkeit im Fokus bleibt. „Ökologie alleine, die sich nicht rechnet, wird am Ende zur Aufgabe von Betrieben führen", so Klöckner. Umwelt- und Verbraucherschützer sehen in der Zukunftskommission Landwirtschaft ein großes Potenzial und wollen die Grundlage für eine ökologisch, sozial und ökonomisch zukunftsfähige Landwirtschaft schaffen. „Landwirtschaft ist für uns alle lebenswichtig. Sie darf ihre eigenen Grundlagen nicht länger zerstören", fordert Martin Kaiser, Geschäftsführer der Umweltorganisation Greenpeace. Ute Volquardsen, Vizepräsidentin des Verbandes der Landwirtschaftskammern fasst zusammen: „Die Zukunftskommission muss nun Zielkonflikte auflösen: ökonomisch tragfähige Produktion, Klima-, Umwelt- und Tierschutz, Preisbewusstsein, steigende Verbrauchererwartungen - das gilt es unter einen Hut zu bekommen. Volquardsen wünscht sich zudem Unterstützung bei der Verbesserung der Produktkennzeichnung. Zudem soll die Kommunikation verbessert werden, damit heimische Produkte wertgeschätzt werden." Noch in diesem Herbst soll ein Zwischenbericht vorgelegt werden, der Abschlussbericht mit entsprechenden Empfehlungen wird für den Frühsommer 2021 erwartet.
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