Nachrichten: Klimaerwärmung lässt Pathogene im Boden zunehmen

15.05.2020

Ein internationales Forscherteam hat durch experimentelle Studien herausgefunden, dass die Klimaerwärmung weltweit die Zunahme von bodengebundenen Krankheitserregern zur Folge haben wird. Diese Erreger befallen auch wichtige Nahrungs- und Arzneipflanzen, was längerfristig zu einer Gefährdung der globalen Ernährungssicherung führen könnte. Neben Nutzpflanzen wie Weizen, Sonnenblumen oder Gemüse sind auch Pflanzen durch die Zunahme der Erreger gefährdet, die für die Produktion von Arzneimitteln verwendet werden. Auch Wildpflanzen, die Tieren als Nahrung dienen, gehören zu den betroffenen Pflanzenarten. Krankheitserreger können regelmäßig ganze Ernten vernichten und verursachen so massiven wirtschaftlichen Schaden oder gar Hungersnöte. „Dass die Studie globale Beobachtungdaten mit Daten aus einem zielgerichteten Experiment verbindet, macht sie besonders wertvoll“, sagt Prof. Nico Eisenhauer, Leiter der Arbeitsgruppe Experimentelle Interaktionsökologie beim Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und der Universität Leipzig (UL). „Dies ermöglichte es uns, wissenschaftlich zu beweisen, dass die weltweite Zunahme von Pathogenen in den Böden tatsächlich durch die Klimaerwärmung vorangetrieben wird.“ Die ForscherInnen haben eine Weltkarte künftiger Risikogebiete für Pflanzenproduktionen entwickelt, um vorhersagen zu können, welche Regionen künftig besonders anfällig für mikrobielle Schädlingskrisen sind. Sie konnten belegen, dass die Böden weiter Teile Asiens, Afrikas, Australiens und Amerikas bereits hohe Anteile von Pflanzenpathogenen enthalten. Dabei handelt es sich um Regionen mit warmem Klima, wie heiße Wüsten oder tropische Wälder. Betroffenen sind aber auch menschenreiche Gebiete mit einem starken Bevölkerungswachstum. „Das Wissen darüber, wie sich der Klimawandel auf die mikrobiellen Gemeinschaften im Boden und damit auf die Produktion von Nahrungsmittel und Naturfasern auswirken wird, ist überlebenswichtig. Dies ist umso mehr der Fall, wenn wir in Zukunft eine stetig wachsende Bevölkerung versorgen wollen“, erklärt Dr. Manuel Delgado-Baquerizo von der Pablo de Olavide-Universität Sevilla.
iDiv
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