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30.06.2022: Hamstermodell eignet sich zur Bestimmung neuer Coronavirus-Varianten

Die Zahl der mit SARS-CoV-2 infizierten Personen steigt aktuell wieder sprunghaft an und die Corona-Pandemie scheint nach wie vor nicht unter Kontrolle zu sein. Zudem wachsen die Befürchtungen vor weiteren, noch ansteckenderen Varianten des Virus. In einer Studie hat ein Forscherteam der Stiftung Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) gemeinsam mit WissenschaftlerInnen der Erasmus Universität Rotterdam sowie dem Unternehmen Viroclinics erstmals eine umfassende Bewertung der Pathogenität verschiedener SARS-CoV-2-Varianten im Tiermodell vorgenommen. Diese kann bei Auftreten weiterer, noch unbekannter Varianten helfen, die Auswirkungen einer Covid-19-Erkrankung zu einzuschätzen. In vergangenen Covid-Versuchen haben sich bereits Hamster bewährt, die auch in der aktuellen Studie eingesetzt wurden. „Als in Südafrika gerade die Omikron-Variante aufkam, bot sich uns die Gelegenheit, Tiere zu untersuchen, die bereits im Rahmen einer anderen Studie mit der Omikron-, Gamma-, Delta- oder einer ursprünglichen Corona- Variante infiziert worden waren“, sagt Dr. Georg Beythien, einer der Autoren der Studie.
„An ihnen konnten wir detailliert analysieren, wie sich Infektionen mit verschiedenen Varianten auf die oberen Atemwege und die Lunge auswirken.“ Nach Untersuchungen von Gewebeschädigungen in Nase, Luftröhre, Bronchien und Lunge kamen die Forschenden zu dem Ergebnis, dass die Schäden bei allen mit der Omikron-Variante infizierten Tieren geringer waren als bei solchen, die mit früheren Varianten des Virus infiziert worden waren. Auch scheint sich das Virus weiter an den Menschen als Wirt angepasst zu haben, wie Professor Dr. Wolfgang Baumgärtner, Direktor des Instituts für Pathologie der TiHo und Leiter der Studie erklärt. „Es fügt ihm weniger Schaden zu, um sich effizienter zu verbreiten.“ Wenn künftig Varianten des Coronavirus auftreten, kann die gründliche pathologische Untersuchung im Hamstermodell aussagekräftige Hinweise zur Schwere der Krankheitsverläufe geben. „In Kombination mit geeigneten Studien zur Verbreitung der jeweiligen Variante könnte es sogar eine Art Kompass dafür bieten, welche gesellschaftlich relevanten Auswirkungen neue Coronavirus-Varianten mit sich bringen werden“, meinen die Forschenden.

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