News

Neue Virusvariante bedroht Bienen weltweit

20.05.2022

Weltweit sind die Populationen der Bienen gefährdet. ExpertInnen betrachten den Verlust der Bienenvölker mit großer Sorge. Neben dem immer geringer werdenden Lebensraum durch intensivierte, monokulturlastige Landwirtschaft und die zunehmende Urbanisierung sowie den Einsatz von Pestiziden sorgen verschiedene Viren für die Reduzierung der Bienenstämme. Eine neue Variante des Krüppelflügelvirus (Deformed Wing Virus, DVW), das Honigbienen befällt und ganze Bienenvölker kollabieren lässt, breitet sich aktuell auf der ganzen Welt aus. Ein internationales Forschungsteams unter der Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) konnte belegen, dass diese gefährliche Virusvariante den ursprünglichen Virenstamm in Europa bereits abgelöst hat. Für ihre Untersuchungen haben die Forschenden Daten zur Verbreitung der Virenvarianten aus den vergangenen 20 Jahren analysiert. „Das Krüppelflügelvirus ist definitiv die größte Bedrohung für Honigbienen", sagt der Bienenforscher Prof. Dr. Robert Paxton von der MLU. Besonders bedenklich sei, dass die neue
Variante Bienen schneller tötet und dass sie gleichzeitig besser übertragen wird, so der Bienenforscher weiter. Nach der Analyse von mehr als 3.000 Datensätzen von Honigbienen, Erdhummeln und Varroamilben aus der US-Biodatenbank NCBI, kamen die WissenschaftlerInnen zu dem Ergebnis, dass die in Europa bereits vorherrschende Variante schon bald auf der ganzen Welt verbreitet sein dürfte. Australien ist inzwischen der einzige Kontinent, auf dem die Virusvariante noch nicht nachgewiesen worden ist. Das könnte den Forschenden zufolge daran liegen, dass sich die Varroamilbe in Australien bislang nicht weiträumig ansiedeln konnte. Auch in den Proben von Erdhummeln ließen sich Hinweise auf das Virus finden. Um Bienenvölker vor dem gefährlichen Virus zu schützen, stehen verschiedene Methoden und Mittel zur Verfügung. „Das Wichtigste ist es, auf die Hygiene im Bienenstock zu achten. Hier können einfache Maßnahmen helfen, nicht nur das eigene Volk vor Varroa zu schützen, sondern auch Wildbienen, um die sich sonst niemand kümmert", so Paxton abschließend.

Hinweis

Hier werden immer die 30 aktuellsten Nachrichten angezeigt. Ältere Nachrichten und eine komfortable Suchfunktion finden Sie in unserem Newsarchiv.

GOT-Anpassung

Was halten Sie von der Entscheidung, dass die GOT zum Oktober 2022 angepasst wird?

Endlich! Ein längst überfälliger Schritt.
Ich hätte mir eine deutlichere Steigerung gewünscht. Durch die Inflation bleibt trotzdem nicht mehr hängen.
Die geltende GOT wird ja schon häufig nicht korrekt angewendet. Durch die Novelle dürften die Verstöße deutlich zunehmen.
Ich hätte lieber die geltende behalten und auf den Shitstorm der Tierhalter verzichtet.
Ich freue mich, habe aber Sorge vor der Reaktion der Tierhalter.
Ich halte dir Anpassung für nicht gerechtfertigt. Viele Tierhalter können sich das nicht leisten und das Leid der Tiere nimmt dadurch zu.
Ich freue mich und sehe der Reaktion der Tierhalter gelassen entgegen. Es kommt auf die Argumentation an.