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12.05.2022: Experimentatoren nicht primärer Störfaktor bei Tierstudien

Für die Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen sollten Störfaktoren möglichst vermieden werden. In der tierexperimentellen Forschung galten die Personen, die die Versuche durchführen, die sogenannten Experimentatoren, als primärer Störfaktor. Eine Studie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) konnte nun belegen, dass der Einfluss dieser Experimentatoren geringer als erwartet ist. Die Verhaltensbiologinnen Dr. Vanessa von Kortzfleisch und Prof. Dr. Helene Richter haben dazu Analysen an verschiedenen Standorten durchgeführt. Das Forscherteam aus Münster stieß bei den Untersuchungen auch noch auf andere Störfaktoren. Eine deutlich größere Rolle
als der Experimentator spielte beispielsweise der Aspekt, in welchem Labor der jeweilige Versuch stattfand. Die Auswertungen zeigten, dass die verschiedenen Versuchsbedingungen in den Laboren trotz standardisierter Bedingungen einen wesentlich größeren Einfluss haben als der Experimentator, so von Kortzfleisch. Als Beispiel nennt die Wissenschaftlerin kleine Unterschiede in der Geräuschkulisse oder im Geruch der Umgebung. „Unsere Ergebnisse zeigen aber vor allem, dass biologische Variation eine zentrale Rolle in tierbasierten Studien spielt, selbst wenn die Tiere aus Inzuchtlinien stammen. Wir brauchen zukünftig bessere Strategien, um diese Variation kontrolliert im Versuchsdesign zu integrieren“, unterstreicht von Kortzfleisch.

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GOT-Anpassung

Was halten Sie von der Entscheidung, dass die GOT zum Oktober 2022 angepasst wird?

Endlich! Ein längst überfälliger Schritt.
Ich hätte mir eine deutlichere Steigerung gewünscht. Durch die Inflation bleibt trotzdem nicht mehr hängen.
Die geltende GOT wird ja schon häufig nicht korrekt angewendet. Durch die Novelle dürften die Verstöße deutlich zunehmen.
Ich hätte lieber die geltende behalten und auf den Shitstorm der Tierhalter verzichtet.
Ich freue mich, habe aber Sorge vor der Reaktion der Tierhalter.
Ich halte dir Anpassung für nicht gerechtfertigt. Viele Tierhalter können sich das nicht leisten und das Leid der Tiere nimmt dadurch zu.
Ich freue mich und sehe der Reaktion der Tierhalter gelassen entgegen. Es kommt auf die Argumentation an.