News

24.01.2022: Impfpflicht gegen EHV1 für Turnierpferde ab 2023

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat eine Impfpflicht gegen das Equine Herpesvirus EHV1 für Turnierpferde festgelegt. Diese tritt ab Januar 2023 in Kraft. Damit reagiert die FN auf zahlreiche EHV1- Infektionen im März 2021, die ihren Ursprung auf einem Springreitturnier im spanischen Valencia hatten, wo bereits vor Ort mehrere Sportpferde starben. Zudem haben zahlreiche infizierte Pferde das hochansteckende Virus in ihre Heimatställe getragen und weitere Tiere angesteckt. Um eine weitere Ausbreitung des Erregers möglichst zu vermeiden, dürfen ab Januar kommenden Jahres nur noch Sportpferde an Veranstaltungen teilnehmen, die mindestens die zweite Impfung der Grundimmunisierung erhalten haben. Daher empfiehlt die FN, frühzeitig einen Impfplan für Turnierpferde zu erstellen. Für die Grundimmunisierung, die
aus 3 Impfungen besteht, stehen in Deutschland zwei Inaktivat- sowie ein Lebendimpfstoff zur Verfügung. Zu beachten ist, dass bei den ersten beiden Impfungen der Grundimmunisierung nicht zwischen Inaktivat- und Lebendimpfstoff gewechselt werden darf. Unabhängig von der Vakzinwahl muss eine Auffrischimpfung nach maximal sechs Monaten erfolgen. Trotz EHV-Impfung können Pferde erkranken, jedoch mit einem leichterem Verlauf. Ziel der Impfung ist aber vor allem, die Viruslast und damit die Ansteckungsgefahr für weiterer Tiere zu verringern. Unter dem Titel „Neues und Altes zum Equinen Herpesvirus: Was ist wichtig für die Zukunft!?“ veranstaltet das Unternehmen MSD Tiergesundheit am 10. Februar 2022 ein Webinar für TierärztInnen. Referent wird Tierarzt und Virologe Prof. Dr. Klaus Osterrieder sein.

Hinweis

Hier werden immer die 30 aktuellsten Nachrichten angezeigt. Ältere Nachrichten und eine komfortable Suchfunktion finden Sie in unserem Newsarchiv.

Borchert-Kommission

Sind Sie dafür, dass die Bundesregierung an den von der Borchert-Kommission erarbeiteten Plänen zum Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland festhalten sollte?

Ja, unbedingt, sonst war alles umsonst.
Die Vorschläge sollten vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes überprüft werden.
Nein, die Pläne waren von Anfang an Wunschdenken.
Nein, die Pläne liegen weit hinter dem gewünschten Tierwohlgedanken zurück.
Das kann ich nicht beurteilen.