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19.01.2022: Nebenwirkungen des Verbots des Kükentötens

Seit Beginn des neuen Jahres ist in Deutschland das Töten von sogenannten Eintagsküken verboten. Bislang wurden pro Jahr ca. 45 Millionen männliche Küken direkt nach Schlüpfen geschreddert oder vergast. Doch nicht alle sind glücklich über das neue Gesetz, wie beispielsweise die Betreiber des Wildparadies Tripsdrill in Baden- Württemberg, die durch das Verbot mehr Aufwand und höhere Kosten haben. „Wir haben eine Falknerei. Da gehören Eintagsküken zu den wichtigsten Futtermitteln für die Greifvögel. Zudem haben wir Weiß- und Schwarzstörche in Volieren, auch die bekommen Eintagsküken als Grundnahrung“, erklärt Birger Meierjohann, Sprecher der Geschäftsleitung.
Auch bei den anderen Wildtiere, sogenannte Beutegreifer wie Bären, Luchse, Wölfe und Wildkatzen, gehören Küken zum Speiseplan. Da die Eintagsküken nicht mehr, wie bisher, von einem Anbieter aus Eppingen geliefert werden können, werden diese nun aus Spanien bezogen. „Wenn die Eintagsküken dauerhaft ausfallen würden, müssten wir für Alternativen sorgen“, so Mejerjohann weiter. Mäuse oder Ratten, die die Küken ersetzen könnten, müssten jedoch extra gezüchtet werden, um den hohen Gesamtbedarf zu decken. „Das ist auch keine Vermeidung von Tierleid“, betont der Tripsdrill-Sprecher. „Die Einkaufskosten haben sich um 45 Prozent erhöht“, berichtet Meierjohann.

Hinweis

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Borchert-Kommission

Sind Sie dafür, dass die Bundesregierung an den von der Borchert-Kommission erarbeiteten Plänen zum Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland festhalten sollte?

Ja, unbedingt, sonst war alles umsonst.
Die Vorschläge sollten vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes überprüft werden.
Nein, die Pläne waren von Anfang an Wunschdenken.
Nein, die Pläne liegen weit hinter dem gewünschten Tierwohlgedanken zurück.
Das kann ich nicht beurteilen.