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12.01.2022: Stimulierende Umgebungen verbessern Wohlbefinden von Versuchstieren

Trotz umfassender Bemühungen, Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen zu entwickeln, scheint auf unbestimmte Zeit auf den Einsatz von Tieren bei bestimmten Forschungsvorhaben nicht gänzlich verzichtet werden zu können. In diesen Fällen und auch unter Tierschutzaspekten ist es von besonderer Bedeutung, die Lebensbedingungen der Versuchstiere so optimal wie möglich zu gestalten. Auch unter der Prämisse, dass nur gesunde Tiere zuverlässige, reproduzierbare und wissenschaftlich aussagekräftige Ergebnisse liefern können. Laut einer aktuellen Studie des Deutschen Zentrums zum Schutz von Versuchstieren (Bf3R) können sogenannte stimulierende Umgebungen („enriched environments“) einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden von Labortieren haben. Die Tiere können außerdem zwischen verschiedenen stimulierenden Objekten unterscheiden. Die WissenschaftlerInnen des (Bf3R)
verglichen konventionell gehaltene Mäuse mit Tieren, die in einer stimulierenden Umgebung gehalten wurden. Letztere waren viel aktiver und zeigten keine haltungsbedingten Auffälligkeiten. Auch wurden die angebotenen Elemente häufiger von diesen Mäusen genutzt. Insgesamt zeigt die Studie, dass eine abwechslungsreichere Lebensumgebung von den Tieren gut angenommen wird, das Wohlergehen steigert und damit fester Bestandteil bei Tierversuchen sein sollte, um aussagekräftigere Forschungsergebnisse zu erzielen. Auf Myvetlearn.de findet vom 17. bis 19. Februar 2022 der zweite Kurs für Tierärzte zur Qualifikation als Tierschutzbeauftragte als Online-Fortbildung statt. Der dreitägige Kurse vermittelt die gemäß Anlage 1 und 2 der Tierschutz-Versuchstierverordnung für die Pflege oder das Töten von Tieren oder die Planung oder die Durchführung von Tierversuchen erforderlichen Kenntnisse.

Hinweis

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Borchert-Kommission

Sind Sie dafür, dass die Bundesregierung an den von der Borchert-Kommission erarbeiteten Plänen zum Umbau der Nutztierhaltung in Deutschland festhalten sollte?

Ja, unbedingt, sonst war alles umsonst.
Die Vorschläge sollten vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes überprüft werden.
Nein, die Pläne waren von Anfang an Wunschdenken.
Nein, die Pläne liegen weit hinter dem gewünschten Tierwohlgedanken zurück.
Das kann ich nicht beurteilen.