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23.11.2021: Aquakulturen fördern ebenfalls Überfischung

Der Handel von Fischen aus Aquakulturen trägt entgegen der bisherigen allgemeinen Annahme zur weiteren Überfischung der Meere bei. Denn laut einem Bericht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und Changing Markets besteht das Futter für die Zuchtfische zu einem erheblichen Teil aus Wildfischen, die als Beifang verarbeitet werden. Die großen Lebensmittelketten wie Aldi, Edeka und Lidl verkaufen vermeintlich ökologischen Fisch aus Aquakulturen. Doch diese schädigen die marinen Ökosysteme und die Lebensgrundlagen der Menschen, indem fast 20 Prozent des weltweiten Fischfangs zu Fischmehl und -öl verarbeitet werden. Es gibt bereits nachhaltige Alternativen wie pflanzliche Futtermittel für Zuchtfische, die die Meere nicht zusätzlich belasten und die Überfischung zu verringern, wie der Bundesgeschäftsführer der DUH, Sascha Müller- Kraenner, erklärt. „Aquakultur ist keine
umweltschonendere Alternative zur Fischerei, solange die Zuchtfische mit Wildfisch gefüttert werden." Er forderte die Groß- und Einzelhändler inklusive der bekannten Supermarktketten auf, keinen Fisch aus Aquakultur mehr zu verkaufen, der mit Wildfisch gefüttert wurde. Um das zu gewährleisten, müssen die Unternehmen ihre Lieferketten transparent und nachhaltig gestalten. "Europas Lebensmittelhändler machen es Verbraucherinnen und Verbrauchern fast unmöglich, auf einem Produkt aus Fischzucht zu erkennen, ob Wildfisch im Futtermittel enthalten war. Die Produkte müssen endlich eindeutig gekennzeichnet sein. Zusätzlich sollten Verbraucherinnen und Verbraucher auch ihren Konsum überdenken, Fisch bewusst genießen und auf umweltfreundlichere Fischarten ausweichen - es gibt unzählige leckere Karpfen- und Muschelrezepte", ergänzt Katharina Fietz, Referentin für Meeresnaturschutz bei der DUH.

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