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17.11.2021: BUND fordert faire Rahmenbedingungen für Landwirtschaft

Schweinemäster und Milchhalter in Deutschland befinden sich in einer scheinbar anhaltenden Talfahrt. Die gesetzlichen Neuerungen, aber auch Tierseuchen wie die Afrikanische Schweinepest, stellen die TierhalterInnen vor große Herausforderungen. Hinzu kommen die teilweise historisch tiefen Preise für Fleisch und Milch. Um dem nachvollziehbaren Wunsch der Bevölkerung nach mehr Nachhaltigkeit und Tierwohl nachkommen zu können, benötigen die LandwirtInnen aber faire Preise, wie es seitens des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gefordert wird. „Als Umweltverband ist es uns besonders wichtig, dass landwirtschaftliche Betriebe die Umwelt und das Klima schützen. Doch wer von wirtschaftlichen Sorgen gequält wird, hat wenig Kapazitäten, weitere gesellschaftliche Leistungen zu erbringen. Der Druck auf die Bauernhöfe wird zusätzlich durch die sinkenden Prämien aus der EU-Agrarpolitik erhöht. Von der Politik müssen Landwirtinnen und Landwirte erwarten können, dass sie diesen Transformationsprozess begleitet. Ein wichtiger Baustein dafür sind Rahmenbedingungen für faire Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Die Zukunftskommission Landwirtschaft hat in ihrem
Abschlussbericht klare Handlungsaufforderungen an die Politik gestellt. Die neue Bundesregierung hat nun die Aufgabe, sie umzusetzen", erklärt Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND. Bislang deckten die vom Handel gezahlten Preise nicht mal die Kosten für Haltung und Futter. An Investitionen ist nicht zu denken. Eine vom BUND in Auftrag gegebene Untersuchung hat ergeben, dass eine Mischung aus verschiedenen Instrumenten des Ordnungsrechts, der Marktregulierung und der VerbraucherInneninformation entscheidend für faire Preise ist. Derzeit liegen viele Erzeugerpreise für agrar- und gartenbauliche Produkte unter den Produktionskosten. "Das Prinzip der sozialen Marktwirtschaft besteht darin, dass die Politik, wenn der Markt versagt, zur Not intervenieren muss. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen zur Verhinderung von Monopolbildung. Zusätzlich muss auch die Landwirtschaft die bisher verfolgte Exportstrategie überdenken. Die Hoffnung, die Produktion zu steigern und die auf dem nationalen Markt überschüssige Ware global für einen guten Preis vertreiben zu können, hat sich in der Praxis bei vielen Produkten nicht bewahrheitet", erläutert Ann-Cathrin Beermann, Autorin der Studie, abschließend.

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