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30.07.2021: Antibiotikaverbrauch in der Schweiz weiter rückläufig

In der Schweiz ist der Einsatz von Antibiotika in der Veterinärmedizin weiter rückläufig. Berechnungen des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) ergaben, dass sich die angewendeten Antibiotikamengen innerhalb der vergangenen zehn Jahre mehr als halbiert haben. Auch in 2020 sank die Gesamtmenge von Antibiotika um rund 4 Prozent. Auch der Verkauf der kritischen Antibiotikaklassen, der sogenannten Reserveantibiotika, ging um neun Prozent zurück. Mit Hilfe des im Jahr 2019 neu eingeführten Informationssystems Antibiotikaverbrauch (IS ABV) können alle verschriebenen Antibiotika erfasst werden. Auch wenn die vertriebenen Antibiotikamengen rückläufig sind, ist die Gefahr durch Resistenzen durch den
unsachgemäßen Gebrauch von Antibiotika weiterhin hoch, so das BLV. Denn die Gesamtmenge der vertriebenen Antibiotika lässt keine Aussagen darüber zu, wie diese tatsächlich eingesetzt werden. Die kontinuierliche Abnahme des Antibiotikavertriebs jedoch weist auf eine hohe Sensibilisierung der Tierärzteschaft und Tierhaltenden hin. Auf dem Fortbildungs- und Weiterbildungsportal Myvetlearn.de finden Tierärztinnen und Tierärzte verschiedene Online- Fortbildungen zur Minimierung des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung. Neben Modulen zu Klauenerkrankungen und Mastitis bei Rindern sowie Infektionskrankheiten des Respirations- und Gastrointestinaltrakts bei Schweinen befassen sich zudem drei Module mit Infektionskrankheiten von Mastputen, Legehennen und Masthähnchen.

Hinweis

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Diskussion über die Antibiotikaeinstufung

Wie denken Sie über die von einigen EU-Parlamentsabgeordneten angestoßene Diskussion über die Neueinstufung antimikrobieller Wirkstoffe?

Mehr Informationen zu dieser Problematik finden Sie HIER >>>

Halte ich wegen eines drohenden Therapienotstandes für sehr problematisch und für Tierschutz relevant.
Wahnsinn, dass die Empfehlungen der gestandenen wissenschaftlichen Einrichtungen von Laien angezweifelt werden.
Ich befürworte die neu vorgeschlagene Liste als reine Humanantibiotika, nus so kann Missbrauch in der Tierhaltung vermeiden werden.
Es ist der einzige Weg, den zunehmenden Resistenzen entgegenzuwirken.
Mir ist das egal