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21.07.2021: Erneut Keimbelastung von Geflügelfleisch nachgewiesen

In den vergangenen Jahren sind Veränderungen im Essverhalten deutlich geworden. So versuchen sich immer mehr VerbraucherInnen fleischlos zu ernähren und verstärkt Bio-Produkte zu kaufen. VerbraucherInnen, die noch Fleisch essen, greifen weniger häufig nach Schweine-, Rind- oder Kalbsfleisch, dafür landet häufiger Hähnchenfleisch auf den Tellern. In Österreich wurden im Jahr 2019 laut Statistik Austria pro Kopf 12,4 kg Geflügelfleisch verzehrt, davon 9,4 kg Hühnerfleisch. Jedoch ist dieses Fleisch nicht selten mit Krankheitskeimen wie Salmonellen und Campylobacter belastet, wie eine Untersuchung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) zeigt. Demnach waren 10 von 13 Proben von Hühnerfleischprodukten belastet. Auch
antibiotikaresistente Keime (ESBL) konnten mehrfach nachgewiesen werden. „Zu viele Produkte enthalten krankheitserregende Keime. Auch wenn die getesteten Produkte in den meisten Fällen noch als genussfähig bewertet wurden", erklärt Nina Siegenthaler, VKI-Projektleiterin. Sie rät dringend bei der Verarbeitung von Fleisch und Gemüse stets separate Küchenutensilien zu verwenden und auf ausreichende Hygiene zu achten. „Das kann sogenannte Kreuzkontaminationen verhindern, bei denen Krankheitserreger vom Fleisch etwa in den Salat geraten“, so die Ernährungswissenschafterin. „Zudem sollte Hühnerfleisch immer vollständig durchgegart und im Vorfeld möglichst nicht gewaschen werden. Denn durch abtropfendes Wasser können Keime leicht verbreitet werden.“

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Diskussion über die Antibiotikaeinstufung

Wie denken Sie über die von einigen EU-Parlamentsabgeordneten angestoßene Diskussion über die Neueinstufung antimikrobieller Wirkstoffe?

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Halte ich wegen eines drohenden Therapienotstandes für sehr problematisch und für Tierschutz relevant.
Wahnsinn, dass die Empfehlungen der gestandenen wissenschaftlichen Einrichtungen von Laien angezweifelt werden.
Ich befürworte die neu vorgeschlagene Liste als reine Humanantibiotika, nus so kann Missbrauch in der Tierhaltung vermeiden werden.
Es ist der einzige Weg, den zunehmenden Resistenzen entgegenzuwirken.
Mir ist das egal