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18.06.2021: Neues Zentrum in Berlin erforscht alternative Methoden zu Tierversuchen

In Berlin entsteht das neue Einstein-Zentrum zur Erforschung alternativer Methoden zu Tierversuchen. An verschiedenen Standorten in der Hauptstadt, unter anderem an der TU Berlin, wird daran geforscht, Tierversuche durch 3D-Modelle aus menschlichen Gewebekulturen zu ersetzen. Mit dieser Methode können die Ergebnisse aus ihren Laborexperimenten leichter auf den Menschen übertragen werden. „90 Prozent aller Wirkstoffe, die sich im Tierversuch als vielversprechend herausgestellt haben, fallen nachher bei der klinischen Überprüfung am Menschen durch. Bei Krebsmedikamenten sind es sogar 97 Prozent“, erklärt Jens Kurreck, Professor für Angewandte Biochemie an der TU Berlin, der einer der drei KoordinatorInnen des Zentrums ist. Kurreck und sein Team nutzen das
neue Verfahren „3D-Biodruck“ und drucken Organmodelle aus lebenden Zellen, die ähnliche Funktionen haben wie menschliche Organe. Dabei wird „Biotinte“, die aus menschlichen Zellen besteht, Schicht für Schicht von einer Düse aufgetragen, bis ein Gebilde von bis zu einem Quadratzentimeter entstanden ist. „Man kann sogenannte Organoide zum Beispiel durch Selbstorganisation der Zellen wachsen lassen, unsere Forschungsgruppe aber druckt die Organmodelle“, so der Forscher. Für das neue Forschungszentrum sind sechs Forschungs- und zwei Querschnittsprojekte zu Darm, Lunge, Herz, Hirn, Leber und zur neuromuskulären Verbindung geplant. Grundlage sind immer menschliche Zellen. Die Einstein Stiftung fördert das Zentrum mit rund 5,3 Millionen Euro bis Ende 2026.

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Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Praxis

Wie hat sich die Pandemie bei Ihnen in der Praxis zusammengefasst bemerkbar gemacht?

Die Zahl der Neukunden ist merklich angestiegen.
Die Bereitschaft, zum Tierarzt zu gehen, hat zugenommen.
Ich konnte eine Zunahme an Routine- und Vorsorgeuntersuchungen verzeichnen.
Die Tierhalter haben noch mehr über die Preise diskutiert.
Es war eine große Zurückhaltung der Tierhalter spürbar, da sie ihre Tiere nicht ins Behandlungszimmer begleiten durften.
Bei mir hat sich durch Corona nichts verändert.